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Mehrsprachigkeit zu Hause

Das Gehirn hat Platz für viele Sprachen

Es ist ein altes Vorurteil: Mehrsprachigkeit überfordert Kinder und keine Sprache wird richtig gelernt. Doch die aktuelle Forschung belegt das Gegenteil: Kinder, die in jungen Jahren mehrsprachig aufwachsen, sind geistig flexibler und leistungsfähiger in ihrer Wahrnehmung. Bis zum dritten Lebensjahr werden bei Kindern die verschiedenen Sprachen in nur einer Hirnregion „abgespeichert“. Ihr Gehirn arbeitet somit besonders effektiv. Beruhend auf dem Prinzip der Nachahmung lernen Kinder mehrere Sprachen genauso gut und sicher, wie nur eine Einzige. Deshalb sprechen Forscher auch vom „doppelten Erstsprachenerwerb.“
Doch für eine optimale Sprachentwicklung brauchen Kinder feste Sprachregeln. Für binationale Familien empfiehlt es sich, wenn jeder Elternteil in den ersten 4-5 Lebensjahren des Kindes konstant in seiner Muttersprache spricht, z. B. der Vater Türkisch und die Mutter Deutsch. Auch die Unterteilung in eine Familien- und eine Umgebungssprache fördert die Zweisprachigkeit: Zu Hause wird die Erstsprache der Eltern gepflegt, in Kindergarten und Schule lernen die Kinder Deutsch.

Gute Sprache, schlechte Sprache?

In Deutschland wachsen immer mehr Kinder binational auf, im Jahr 2001 waren es 710.430 Kinder. Doch die Bildungsangebote zur Sprachförderung sind noch dünn gesät: Von den gut 38 000 Schulen in Deutschland bieten nur 400 bilingualen Unterricht an, mehrheitlich in den Sprachen Französisch und Englisch. „Nur die Sprachen, denen ein hohes Prestige zugeschrieben wird, sind im Bildungssystem wie selbstverständlich vertreten.“ bedauert Dr. Anja Leist-Villis, Diplom-Pädagogin und Initiatorin von http://www.zweisprachigkeit.net. Kinder mit Muttersprachen, die in Deutschland ein geringeres Prestige haben, wie z. B. Türkisch oder Griechisch, werden im Bildungssystem kaum gefördert. „So kommt es zu dem Paradox, dass die Sprachkenntnisse von Kindern, die bereits zweisprachig sind, im Bildungssystem nicht weiter gefördert werden und unter Umständen verkümmern.“

Mehrsprachigkeit als Zukunftsressource

Eine entscheidende Entwicklungsstufe bei mehrsprachigen Kindern ist der Schuleintritt. Die Schulsprache Deutsch beginnt zu dominieren und wird zur starken Sprache. Die zweite Muttersprache tritt in den Hintergrund. Doch hier sehen viele Sprachexperten eine Gefahr: Die Verkümmerung einer Muttersprache kann zu Problemen im familiären Umfeld fühlen, z.B. durch Kommunikationsprobleme oder die Distanz zur kulturellen und sprachlichen Herkunft. Auch für die Zukunft verlieren die Kinder so eine wichtige Grundlage: „Zwei oder mehr Sprachen fließend sprechen zu können, das ist im heutigen Europa eine individuelle und gesellschaftliche Ressource. Je mehr Sprachen ein Kind spricht, desto mehr Zugänge zu den einzelnen Ländern eröffnen sich ihm.“ so die Zweisprachigkeitsexpertin Leist-Villis.

Möglichkeiten im Bildungssystem

Als eine Berliner Schule mit hohem türkischsprachigem Schüleranteil Anfang 2006 Deutsch zur Pflichtsprache auf dem Schulhof erhob, war der Protest besonders bei Sprachexperten und Politikern groß. Wie soll die Mehrsprachigkeit von Kindern und Jugendlichen gefördert werden, wenn die Kommunikation der zweiten Muttersprache schulisch unterbunden wird?

Die Heinrich-Wolgast-Schule in Hamburg hat deshalb einen anderen Weg gewählt. Im August 2003 wurde die erste deutsch-türkische Klasse gegründet. Seitdem wird in mehreren Klassen in zwei Sprachen unterrichtet. Auch immer mehr Kindergärten versuchen, Fördermaßnahmen und Konzepte für mehrsprachige Kinder und Jugendliche umzusetzen. In binationalen Kindergärten und Vorschulen hat sich der „Immersionsansatz“ durchgesetzt. Nach der Regel „Eine Person – eine Sprache“ werden die Kinder von den Erzieherinnen in zwei Sprachen gefördert. Aber auch die enge Zusammenarbeit mit Eltern und der Einsatz von individuellen Konzepten für Kinder mit Migrationshintergrund helfen, Sprachbarrieren abzubauen und mehrsprachige Kinder besser zu integrieren und zu fördern. So beteiligt sich der Verband binationaler Familien und Partnerschaften seit 2004 am Programm „Lernende Regionen“, einer Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte. Schwerpunkt ist die Sprachförderung von Deutsch und Mehrsprachigkeit im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule.
„Tandem-Kurse Deutsch-Türkisch“ für zweisprachige Jugendliche werden ab April 2006 vom Goethe-Institut e.V. Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg angeboten. Die gezielte Förderung beider Sprachen soll die Berufs- und Zukunftsaussichten der jungen Bürger mit Migrationshintergrund verbessern.

Quelle:

http://www.goethe.de/lhr/prj/mac/msp/de1396470.htm

Die Bedeutung der Familiensprache

In vielen Familien sprechen Mutter und Vater die gleiche Sprache. Diese Sprache ist bei Zuwanderern fast nie Deutsch. Damit ein Kind die Familiensprache lernen kann, ist es gut, zu Hause die Sprache der Familie zu sprechen. So kann das Kind auch eine enge emotionale Verbindung zur Herkunftssprache und Herkunftskultur entwickeln.

Die Herkunftssprache (Erstsprache oder Familiensprache) der Kinder und Erwachsenen vermittelt auch immer kulturelle Informationen, Traditionen und Werte. Familien sollen nicht aufhören, ihre Herkunftssprache zu sprechen, sondern sie zu Hause mit den Kindern und in der Familie anwenden. Für Kinder ist es ganz besonders wichtig, ihre Erstsprache gut zu sprechen. Eine gute sprachliche Basis in der Erstsprache ist die beste Voraussetzung, ein gutes Sprachniveau in anderen Sprachen zu erreichen. In großen Städten gibt es oft bilinguale (zweisprachige) oder sogar trilinguale (dreisprachige) Kitas.

Eine-Person-eine-Sprache

In einigen Familien sprechen Mutter und Vater nicht die gleiche Sprache. Viele Eltern gehen dann nach der Methode eine-Person-eine-Sprache vor. Dabei spricht jeder Elternteil seine eigene Herkunftssprache mit dem Kind. Die Familiensprache, also die Sprache die beide Eltern und das Kind miteinander sprechen, ist manchmal eine der beiden Elternsprachen (Vatersprache oder Muttersprache). Manchmal ist das aber auch eine dritte Sprache, die beide Eltern gut sprechen können.

Wichtige Aspekte bei der mehrsprachigen Erziehung

Wichtig bei der mehrsprachigen Erziehung ist es, dass die Eltern eine emotionale Verbindung zu ihrer Sprache haben. Am besten ist es natürlich, wenn die Mutter oder der Vater in ihrer eigenen Muttersprache (Erstsprache) mit dem Kind sprechen. Wenn es eine Familiensprache gibt, sollte man diese auch immer zu Hause sprechen. Wenn das Kind keine Lust hat, eine Sprache zu sprechen, sollte man es nicht dazu zwingen. Häufig sind das Phasen, die wieder verschwinden. Eltern sollten auch darauf achten, die Sprachen in ihren eigenen Aussagen nicht zu sehr zu mischen. Eltern mit einer positiven Einstellung zur eigenen Sprache sind für die Kinder immer eine sehr gute Motivation, um die Sprache(n) der Eltern zu lernen.

Die Förderung der Erstsprache(n) der Kinder ist sehr wichtig. Die Förderung der Umgebungssprache ist aber genauso wichtig.

Quelle:

http://www.goethe.de/lrn/prj/wnd/idl/msk/fam/deindex.htm

Video:

http://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/entwicklungsschritte/sprachentwicklung/mehrsprachigkeit/

Vídeo:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/tagesgespraech/sprachen-sprechen-fremdsprache-lernen100.html

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Fremdsprachen fördern: Ja, aber…

In Zeiten der Globalisierung, so sehen es Eltern oft, sind Fremdsprachenkenntnisse die Basis einer ordentlichen Karriere. Aus entwicklungspsychologischer Sicht bringt die Mehrsprachigkeit im Kindesalter tatsächlich einige Vorteile mit sich: “Multilingual erzogene Kinder lernen später auch andere Fremdsprachen leichter, weil sie schon früh ein Gefühl für die Systematik hinter einer Sprache entwickeln”, sagt Nicola Küpelikilinc, Psychologin und Fachreferentin für Sprachförderung der Stadt Hanau.

Außerdem falle es ihnen leichter, einen anderen Blickwinkel auf Sachverhalte zu bekommen und kreativ auf ihren Alltag zu reagieren. Auch die kommunikative Kompetenz ist laut Küpelikilinc bei mehrsprachig erzogenen Kindern meist ausgeprägter.

Doch nicht jeder Sprachimpuls in der Kindheit fällt auch auf fruchtbaren Boden. Die gebürtige Britin Küpelikilinc hat ihre eigenen Kinder dreisprachig erzogen. Sie ist sich sicher: “Die mehrsprachige Erziehung funktioniert nur dann, wenn das Kind eine emotionale Bindung zu der Sprache aufbauen kann.” Sie rät daher Eltern, die diese Erziehungsmethode wagen wollen, sich im Vorfeld erst einmal damit zu beschäftigen, welche Sprache ihnen selbst am ehesten liegt. Denn wer sich in der Fremdsprache nicht wohlfühle, könne sie nicht authentisch vermitteln.

Emotionale Bindung ist wichtig

Die Expertin ist daher skeptisch, wenn Eltern ihre Kinder aus rein intellektuellen Gründen mehrsprachig erziehen möchten. “Schulische Erfolge sollten nicht der Hauptbeweggrund für die Multilingualität sein. Es ist viel wichtiger, dass die Sprache für das Kind emotional und sozial relevant ist.” So könnten zum Beispiel die Herkunft der Eltern, eine Tante in Frankreich oder eine fremdsprachige Erzieherin eine Basis bilden, durch die Kinder auch kulturell den Bezug zu der Fremdsprache finden.

Der Kontakt mit der neuen Sprache muss nach Auffassung von Küpelikilinc nicht unbedingt schon im Babyalter erfolgen. Man kann mit der mehrsprachigen Erziehung auch erst im Kindergartenalter beginnen. “Das Zeitfenster, in dem ein Kind eine Sprache noch durch bilinguale Erziehung erlernen kann, ist nicht genau festgelegt. Aber ungefähr bis zum zehnten Lebensjahr stehen die Chancen sehr gut”, sagt die Psychologin.

Auch Sabine Devich-Henningsen, Leiterin einer deutsch-englischen Kindertagesstätte in Altenholz bei Kiel, sieht den Einstieg in die Multilingualität entspannt. In Altenholz gibt es in jeder Gruppe einen deutschen und einen englischen Muttersprachler unter den Erziehern, jeder wendet seine Sprache ganz selbstverständlich im Umgang mit den Kindern an. “Die meisten unserer Kinder nehmen die neue Sprache sehr gut an, weil sie eine starke emotionale Bindung zu den Erziehern haben”, sagt Devich-Henningsen.

Sie rät Eltern, die mehrsprachige Erziehung ihrer Kinder ebenfalls wie selbstverständlich in den Alltag zu integrieren. “Es bringt nichts, wenn man zu Kindern sagt ‘Wiederhol das mal’ oder ‘Schau, der Stuhl heißt auf Englisch chair’. Auch der Erwerb der Muttersprache funktioniert ja nicht auf diese Art”, gibt Devich-Henningsen zu bedenken. Die neue Sprache sollte ganz locker immer wieder auftauchen, so dass das Kind sie langsam annehmen kann. “Am besten ist es, wenn eine bestimmte Bezugsperson sich immer nur in der Fremdsprache mit dem Kind unterhält”, sagt Devich-Henningsen, “da muss man dann schon konsequent sein.”

Kinder nicht unter Druck setzen

Nicola Küpelikilinc hält auch andere Methoden für sinnvoll. “Jeder muss da sein eigenes System entwickeln”, sagt die Psychologin. Es sei auch denkbar, dass beispielsweise die spanische Mutter mit ihrem Kind zu Hause immer nur Spanisch spreche, unterwegs aber auf Deutsch umspringe. “Wichtig ist, dass eine Regelmäßigkeit für das Kind und für die Eltern erkennbar ist”, sagt Küpelikilinc.

Die Psychologin warnt vor allzu großen Erwartungen an die mehrsprachige Erziehung. Manchmal reagierten die Kinder zwar schon nach kurzer Zeit auf die neue Sprache, weigerten sich aber, sie selbst aktiv anzuwenden. Küpelikilinc: “Das ist ganz normal. Kinder speichern und sortieren oft sehr lange. Eines Tages, wenn der Gebrauch der Fremdsprache für sie Sinn macht, kommt das Erlernte dann doch noch zum Vorschein.”

ine Sprachverwirrung durch die Multilingualität oder gar eine Verzögerung in der Entwicklung des Kindes müssen Eltern nicht befürchten, sagt Küpelikilinc. “Auch wenn der Kontakt mit der Fremdsprache nur sporadisch, in Early-English-Kursen oder durch fremdsprachige Kindersendungen stattfindet, wird das Kind keinen Schaden nehmen. Auch diese kleinen Impulse können zumindest das Interesse für andere Sprachen fördern.”

Bedenklich sei allerdings, wenn das Kind unter Druck gesetzt werde. “Zu hohe Ansprüche der Eltern führen schnell zu einem regelrechten Lernstress, dem das Kind ausgesetzt wird. Dann kann es sein, dass diese negative Erfahrung mit Fremdsprachen später zu Lernproblemen führt”, warnt die Expertin. Es sei daher besonders wichtig, das Kind durch die Mehrsprachigkeit zu begleiten und es bei Anzeichen von Überforderung schnell zu entlasten.

Quelle:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mehrsprachige-erziehung-mommy-my-knee-tut-weh-a-525052.html

Video:

Wie Kinder Fremsprachen lernen

kinder2Fremdsprachen im Kindergarten lernen

Kinder schon nach kurzer Zeit verstehen“, sagt Prof. Norbert Huppertz, der im Rahmen des Programms „Bilinguale Bildung – Französisch im Kindergarten“ 40 deutsche Kitas entlang des Oberrheins bei der Einführung des Fremdsprachenangebots wissenschaftlich begleitet hat. Das kann auch Marie-Josèphe Robert vom Deutsch-französischen Kindergarten Bierlehof in Neuenburg bestätigen: „Die meisten Kinder können den Tagesablauf im Kindergarten schon nach wenigen Wochen in der neuen Sprache bewältigen“, sagt die Erzieherin, die mit den Kindern in ihrer Gruppe ausschließlich Französisch spricht. Das Gleiche machen ihre zwei französischen Kolleginnen in den beiden anderen  Kita-Gruppen. Auch sie sprechen mit den Kindern nur in ihrer Muttersprache, die deutsche Kollegin unterhält sich mit ihnen dagegen grundsätzlich auf Deutsch. „Eine Person – eine Sprache“ lautet das  Prinzip, bei dem schon Dreijährige täglich in die neue Sprache eintauchen. Besonders gut funktioniert dieses „Immersion“ genannte Sprachbad, weil der Erwerb der Fremdsprache spielerisch und systematisch erfolgt. So lernen die Kleinen Redewendungen wie „Guten Morgen“, „Zieh dir die Jacke an“, „Putzt euch die Zähne“ oder „Ruhe bitte!“ allein dadurch, dass sie jeden Tag in den entsprechenden Situationen wie selbstverständlich wiederholt  – und nach kurzer Zeit verstanden werden. „Länger dauert es, bis die Kinder anfangen, selbst  Französisch zu sprechen“, sagt Elisabeth Marcisieux, die den bilingualen Kindergarten Bierlehof leitet.  Frühestens mit vier, fünf Jahren beginnen sie, sich in der Zweitsprache zu verständigen – wobei sich das Gesagte meist auf kurze Äußerungen beschränkt.

Es gibt immer mehr zweisprachige Kindergärten

Dass der frühe Erwerb einer Fremdsprache ungeahnte Chancen birgt, haben  Pädagogen, Bildungspolitiker und Wirtschaftsexperten schon vor Längerem erkannt. Um dem Ziel des dreisprachigen Schulabgängers näher zu kommen, lernen  die Kinder in den Grundschulen aller 16 Bundesländer seit 2003 Englisch oder Französisch – meistens ab der 3. Klasse, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bereits ab Klasse 1. Weniger verbreitet ist das Fremdsprachenlernen im Kindergarten. Aber die Kitas holen auf: So besuchen im Saarland mittlerweile 25 Prozent aller Kinder einen zweisprachigen Kindergarten, und in Hamburg haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind in einer der zwölf bilingualen Kitas anzumelden. Zwar wird nicht in allen Kindergärten mit Fremdsprachenangebot lupenrein und ganztägig zweisprachig gearbeitet, dafür gibt es dann aber zeitlich begrenzte Angebote, um die Kinder schon früh und möglichst sanft mit einer anderen Sprache und Kultur in Kontakt zu bringen. „Entscheidend ist, dass wir das Potenzial der Kinder nutzen, die im Vorschulalter über eine sehr hohe natürliche Motivation zum Erlernen einer Fremdsprache verfügen“, sagt Prof. Norbert Huppertz. Die einmalige Phase, in der sich Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ungehemmt, spielerisch und allein durch Imitieren eine Fremdsprache mühelos aneignen könnten, dürfe man nicht ungenutzt verstreichen lassen, beteuert der Erziehungswissenschaftler – und verweist darauf, dass Millionen Kinder weltweit ganz selbstverständlich zweisprachig aufwachsen.

Prinzip “eine Person – eine Sprache” wichtig

Bedenken von Eltern, ihre Kinder könnten mit dem Erlernen einer weiteren Sprache überfordert sein, zerstreuen Fachleute wie der Kieler Sprachwissenschaftler Henning Wode mit dem Hinweis darauf, dass sich das Aneignen einer Fremdsprache sogar positiv auf den Erwerb der Muttersprache auswirke. Werde das Prinzip „eine Person – eine Sprache“ eingehalten bzw. die Zweitsprache nur zu festgelegten Zeiten oder in einem eigens dafür reservierten Raum gesprochen, komme es keineswegs zu dem von vielen Eltern befürchteten Sprachchaos. Das ist auch die Erfahrung von Caroline Santener, die den Kindern im Bierlehof seit sechs Jahren die französische Sprache nahebringt: „Natürlich kommt es vor, dass ein Kind auf die Frage, ob es schon gegessen habe, antwortet: ,Ich habe schon mangé.‘“ Das aber sei am Anfang ganz normal und zeige, dass sich das Kind aktiv mit der neuen Sprache auseinandersetze.

Kinder lernen Fremdsprachen spielerisch

Im Kindergartenalltag geschieht dies ausschließlich auf spielerische Weise. Im Vordergrund steht dabei die Lebenswelt der Kinder: Geburtstage, Jahreszeiten, Feste, Spiele, Mahlzeiten, Familie, Freunde – all das sind Gelegenheiten, in die Sprache des nur wenige Kilometer entfernten Nachbarlandes einzutauchen. Gelernt wird mit allen Sinnen, durch Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Singen, Sprechen, Klatschen und Lachen – Hauptsache, die Kinder haben Spaß und kommen zwanglos und ohne jeden Leistungsdruck mit der neuen Sprache in Berührung. Dem Ziel, das Gehörte verstehen und sich mündlich schon ein bisschen verständigen zu können, dienen auch die regelmäßigen Besuche von Kindergärten in den französischen Partnergemeinden. Nils (6) kennt das Lied, das die Kinder dann gemeinsam singen, schon auswendig: „Merci pour la pomme, merci! Merci pour le pain, bon appetit!“

Tipps für den Alltag

Am leichtesten lernen Kinder Fremdsprachen, wenn sie einen direkten
Bezug zu dem haben, was sie in ihrem Alltag erleben. Hier ein paar Anregungen:

  • Fahren Sie in den Ferien in ein Land, mit dessen Sprache Ihr Kind schon einmal Bekanntschaft gemacht hat – echter und effektiver kann kein Unterricht sein. Beim Bäcker „trois Croissants“ zu bestellen oder sich den Weg zum „beach“ zeigen zu lassen, macht den Kleinen einfach Spaß.
  • Lassen Sie Musik-Kassetten, Audio-CDs und Hörbücher in englischer oder französischer Sprache beim Spielen nebenbei laufen. Einfache Lieder mitsingen, auf Englisch Einkaufen spielen und sich anhand von Abzählreimen mit  viel Bewegung an die Rhythmik der Sprache gewöhnen, fällt kleinen Kindern besonders leicht.
  • Machen Sie mit Ihrem Kind einen Wohnungsrundgang  und benennen Sie mit ihm gemeinsam Dinge des Alltags in der Fremdsprache. Bezeichnet Ihr Kind sein Zimmer stolz als „My room“, so setzt es sich in einen persönlichen Bezug zur Zweitsprache – und eignet sie sich umso leichter an.
  • Sehr intensiv und systematisch kommt Ihr Kind mit einer Fremdsprache in Kontakt, wenn Sie ein Au pair beschäftigen, dessen Muttersprache Ihr Kind lernen soll. Auch regelmäßige Kontakte zu fremdsprachigen Familien in der Nachbarschaft sind von Vorteil.
  • Volkshochschulen und private Sprachschulen bieten Kurse an, in denen schon  Vorschulkinder spielerisch Englisch oder Französisch lernen können.

Quelle:

http://www.familie.de/kind/fremdsprachen-im-kindergarten-lernen-511941.html

Video:

Los idiomas, cuanto antes mejor!

children

Según explica la profesora de la Facultad de Formación del Profesorado de la UEx, existe controversia en torno a la edad de inicio del aprendizaje de un idioma extranjero. “Algunos expertos son partidarios de empezar lo antes posible, desde que los niños nacen, habría que exponerlos a un idioma extranjero; pero otros apuestan por empezar una lengua nueva a una edad más tardía, alegando que ese aprendizaje se producirá con más rapidez y con más recursos” comenta la autora. Esta discrepancia fue el motivo que llevó a la investigadora a comenzar el estudio.

Según Pilar Reyes, la edad más indicada para comenzar con un idioma sería a partir del primer año de vida del menor. En este momento sería aconsejable empezar a exponer a los niños al idioma extranjero a través de canciones y de diferentes elementos comunicativos, porque según Reyes “lo que se desarrolla en esta etapa es la habilidad de comprensión auditiva y de comunicación futura.”. De esta forma se consigue un adecuado entrenamiento auditivo, necesario para una posterior comunicación fluida.

Otro de los factores determinantes en la enseñanza de una lengua diferente a la materna es el método utilizado para ello. Este estudio revela que la manera de enseñar el idioma es crucial a la hora del aprendizaje; por lo que siempre debe realizarse a través de una técnica adaptada a las edades y a las preferencias de los niños, como es en este caso, el método de bloques; consistente en agrupar el contenido en bloques de seis sesiones.

El último factor clave para estimular el aprendizaje, según la autora, serían los recursos. “Éstos deben ofrecer un modelo de lenguaje natural y por este motivo nosotros utilizamos en nuestro taller los cuentos electrónicos; que además de dar una mayor accesibilidad para los grupos, ofrecen otras herramientas como el audio, o las imágenes, que motivan mucho más a los niños”, aclara Reyes.

La investigación demostró además que existen diferencias entre los niños y las niñas a la hora de aprender un idioma. Estas últimas obtuvieron mejores resultados que los niños en las variables que se midieron: participación, repetición, atención y producción.

La investigadora apunta que “las conclusiones obtenidas con este estudio son muy aplicables a las escuelas para mejorar, desde el comienzo, la calidad de la enseñanza de un idioma extranjero” y defiende que “ante todo, debe existir una libertad de aprendizaje en los niños, que ellos aprendan porque les gusta, no porque se les impone; por este motivo hay que desarrollar el método adecuado”.

Fuente:

http://www.agenciasinc.es/Noticias/Aprender-un-idioma-extranjero-cuanto-antes-mejor