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Mai 1945: Frühlingsblumen unter Trümmern

Deutschland 1937Video:

55 Millionen Tote in 6 Jahren – Audio:

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Die Deutsche Wochenschau Von-22/3/1945 Die letzte Wochenschau – Video:

8. Mai 1945 – Glücksfall und Trauma

Für uns Deutsche bleibt der 8. Mai 1945 das schwierigste Datum der jüngeren Geschichte. Schwierig, weil widersprüchlich. Dabei scheint doch seit 30 Jahren alles so klar und eindeutig: “Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft” – so hat es Bundespräsident Richard von Weizsäcker schon zum 40. Jahrestag des Kriegsendes klar und deutlich gesagt. Und anders als in den ersten Jahrzehnten nach 1945 teilen heute neun von zehn Deutschen genau diese Sicht.

Wenn es sich aber beim 8. Mai ausschließlich um einen “Tag der Befreiung” handeln würde, dann wäre das ja ein Grund zum Feiern, dann könnten wir Deutschen diesen Tag so begehen, wie viele unserer Nachbarn in Europa: festlich, fröhlich, freudig. Doch genau das wäre selbst 70 Jahre später immer noch unangemessen. Oder wie es Richard von Weizsäcker in seiner historischen Rede von 1985 präsidial ausdrückte: “Wir Deutsche begehen den Tag unter uns, und das ist notwendig. Wir müssen die Maßstäbe allein finden.” Die Maßstäbe. Denn den einzigen Maßstab gibt es nicht.

Da sind zum einen die Schuld und die Verantwortung für all die Verbrechen, die in deutschem Namen bis zum 8. Mai 1945 begangenen worden sind. Verantwortung, die auch die Nachgeborenen auf Dauer bindet: Die Erinnerung daran wachzuhalten und dafür zu sorgen, dass sich Derartiges nie mehr wiederholen kann.

Da ist die Trauer um die Opfer und das Leiden des eigenen Volkes: Um die, die starben, als der Krieg, mit dem die Deutschen fünfeinhalb Jahre fast ganz Europa und Nordafrika überzogen hatten, mit voller Wucht über das eigene Land hereinbrach. Um die, die starben im Bombenhagel der Städte, auf der Flucht aus dem deutschen Osten, bei der militärischen Eroberung fast des gesamten Landes innerhalb weniger Wochen. Die Frauen und Mädchen, die zu Tausenden nach dem Einmarsch und bei den Siegesfeiern vergewaltigt wurden, und mitnichten nur durch die Soldaten der Roten Armee. Die deutschen Soldaten, die in Kriegsgefangenschaft umkamen – auf den Rheinwiesen genauso wie in sibirischen Lagern. Und die zwölf Millionen Deutschen, die nach dem 8. Mai 1945 aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Auch an alles das zu erinnern, ist legitim und notwendig. Weil damit weder eine Aufrechnung der Opfer noch eine Relativierung der Schuld einhergeht.

Da ist aber auch Scham. Scham, weil Deutschland nicht in der Lage war, die Pest des Nationalsozialismus selbst abzuschütteln. Die Scham darüber, dass der NS-Staat praktisch überall bis zur letzten Minute funktioniert hat, obwohl der bevorstehende Untergang so absehbar war. Viele, die zu früh die weiße Fahne zeigten oder sinnlose Panzersperren wegräumten, bezahlten dies mit dem Leben. Ebenso Deserteure, die von fliegenden Standgerichten hingerichtet wurde, selbst wenn die gegnerischen Truppen schon in Sichtweite waren. Sinnlose Zerstörung überall – genau so, wie Hitler sich das gewünscht hatte: Kaum eine Brücke, die am 8. Mai 1945 noch intakt war, ungezählte Bauern- und Handwerkerhäuser in namenlosen Dörfern, die in Flammen aufgingen, weil ein fanatischer Feldwebel glaubte, genau hier die Wende zum “Endsieg” einzuleiten. All das befremdet uns heute. Und doch ist es Teil unserer Geschichte.

Zuletzt geht es um Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass wir Deutschen trotz Nationalsozialismus eine neue Chance bekommen haben. Die Chance, nicht allein eine besetzte Kolonie zu bleiben, sondern als selbstständige Nation in Freiheit und Selbstbestimmung unseren Weg in die Zukunft gehen zu können. Frankreich, Großbritannien und vor allem die USA machten diesen Schritt sehr schnell möglich: Am 8. Mai 1949, genau vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation, verabschiedeten 65 Männer und Frauen das noch heute gültige Grundgesetz. 1990 stimmte dann auch die Sowjetunion zu, dass dieses Grundgesetz nun für alle Deutschen gilt.

Es waren die wenigsten Deutschen, die den 8. Mai 1945 an jenem Tag als Tag der Befreiung empfanden. Zu hoffnungslos und zu unsicher waren die Umstände damals, als es für viele allein ums reine Überleben ging, als Terror des NS-Staates zunächst nur durch die Willkür der Besatzer abgelöst wurde. Doch rückblickend war dieser Tag der entscheidende Wendepunkt auf dem Weg in die Gegenwart: Die Freiheit, die Achtung der Menschenrechte und die Liberalität, auf die wir heute in Deutschland so stolz sind, wären ohne diesen 8. Mai 1945 nicht möglich.

Der 8. Mai 1945 – Glücksfall und Trauma zugleich. Wer sich fragt, warum die Deutschen so zögerlich bei internationalen Militäreinsätzen sind, warum wir bei Krisen lieber verhandeln und vermitteln als Waffen zu liefern, und weshalb sich in der Ukraine-Krise vor allem Berlin stets für neue Gespräche mit Moskau stark macht, der findet die Antwort in den Ereignissen des Jahres 1945. Die Brutalität des Krieges im eigenen Land bleibt ein nationales Trauma, das die letzten Zeitzeugen noch lange überleben wird.

Quelle:

http://www.dw.de/kommentar-gl%C3%BCcksfall-und-trauma/a-18429464

“Deutschland und die doppelte Stunde Null”Video:

Das Kriegsende 1945

Als die Rote Armee in der Schlacht um Berlin schon im Stadtzentrum stand, beging Adolf Hitler am Nachmittag des 30. April 1945 Selbstmord. Zu seinem Nachfolger hatte er Großadmiral Karl Dönitz bestimmt. Aufgrund der vollkommen aussichtslosen militärischen Situation für Deutschland beabsichtigte dieser eine Teilkapitulation gegenüber den Westmächten. Dönitz wollte den Kampf gegen die Rote Armee noch fortsetzen, um möglichst viele “deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordringenden bolschewistischen Feind zu retten” und sie nach Westen flüchten zu lassen. Zudem hoffte er, die Westmächte würden sich mit Deutschland gegen die Sowjetunion verbünden.

Karl Dönitz verfolgte eine Taktik der Teilkapitulationen gegenüber den Westalliierten. Als Verhandlungsführer entsandte Dönitz Generaladmiral Hans-Georg Friedeburg (1889-1945), der sich mit dem Oberbefehlshaber der britischen Invasionstruppen, Feldmarschall Bernard L. Montgomery, in dessen Hauptquartier in der Lüneburger Heide traf. Auf dem Timeloberg zwischen Deutsch und Wendisch Evern in der Nähe von Lüneburg wurde am 4. Mai 1945 die letzte Teilkapitulation deutscher Verbände im Westen unterzeichnet. Sie trat am nächsten Morgen um 8 Uhr in Kraft. Anschließend beauftragte Dönitz Generaloberst Alfred Jodl, bei den Kapitulationsverhandlungen im Amerikanischen Hauptquartier entweder eine Teilkapitulation zu vereinbaren oder aber eine viertägige Frist zwischen der Unterzeichnung einer Gesamtkapitulation und der Einstellung aller Gruppenbewegungen zu erhalten. General Dwight D. Eisenhower sah hierin den Versuch, das Bündnis der Alliierten zu sprengen, und bestand auf einer sofortigen und bedingungslosen Gesamtkapitulation, billigte jedoch eine Frist von 48 Stunden für die Übermittlung der Kapitulation an alle Truppenteile der Wehrmacht zu.

Am frühen Morgen des 7. Mai 1945 unterzeichnete Jodl im Namen des deutschen Oberkommandos die Gesamtkapitulation aller Streitkräfte im Alliierten Hauptquartier in Reims. Zusammen mit der Kapitulationsurkunde unterzeichnete Jodl ein Dokument, demzufolge an einem noch festzulegenden Ort die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Streitkräfte in Anwesenheit des sowjetischen Oberkommandos zu wiederholen sei. Josef Stalin hatte zuvor deutlich gemacht, dass er die Gültigkeit der Gesamtkapitulation nur bei Unterzeichnung durch den Oberkommandierenden der Roten Armee, Marschall Georgij K. Schukow, anerkennen werde. Um den Beitrag der Roten Armee an der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus zu würdigen, wurde die Kapitulation nochmals im Sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst unterzeichnet. Zudem wurde der Kapitulationsurkunde durch die Unterzeichnung seitens hochrangiger Vertreter aller drei Wehrmachtsteile sowie des Oberkommandierenden der Roten Armee und des Stellvertreters von General Eisenhower größeres Gewicht verliehen. In Karlshorst ratifizierten Wilhelm Keitel für das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und für das Heer, Hans-Georg von Friedeburg für die Marine und Hans-Jürgen Stumpff (1889-1968) für die Luftwaffe die Kapitulationsurkunde für alle Wehrmachtsteile. Unterzeichnet wurde die auf den 8. Mai 1945 datierte Urkunde erst kurz nach 0 Uhr des 9. Mai. Verhandlungen über Textveränderungen und das Fehlen von Zeilen in der russischen Fassung hatten die eigentlich für den Nachmittag vorgesehene Unterzeichnung verzögert. Damit war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

Im besiegten, besetzten und weitgehend zerstörten Deutschland stieß das formale Kriegsende im Mai 1945 auf nur noch wenig Interesse. Für die meisten Deutschen war der Krieg mit der Besetzung ihres Heimatortes durch die Alliierten ab Herbst 1944 weitgehend beendet. Das verschiedenartige Erlebnis des Kriegsendes hing wesentlich von der individuellen Konfrontation mit dem Feind und von persönlicher Unversehrtheit ab: Vergewaltigung und Raub waren in den östlichen Gebieten an der Tagesordnung. Die Sorgen der Menschen galten dem alltäglichen Überlebenskampf und dem Wohlergehen nächster Angehöriger, zu denen die Verbindung häufig abgebrochen war. Millionen Flüchtlinge, Ausgebombte und elternlose Kinder blickten angesichts von Verlust und Zerstörung einer unsicheren Zukunft entgegen. Enttäuschung, Trauer und Resignation bestimmten die Gefühlslagen 1945 ebenso wie Optimismus und weitgespannte Hoffnung auf eine bessere Zeit.

Quelle:

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/kriegsverlauf/kriegsende-1945.html

Der 8. Mai 1945: Ende und Anfang – Audio:

http://www.srf.ch/sendungen/kontext/der-8-mai-1945-ende-und-anfang

Deutschlands Kapitulation 1945

Es ist der 16. April 1945. Die Rote Armee ist zum Sturm auf Berlin bereit. Und nur versprengte Haufen von Wehrmachts- und SS-Einheiten stehen den sowjetischen Truppen zur Verteidigung der Hauptstadt gegenüber.

Am 21. April erklärt Propagandaminister Joseph Goebbels Berlin zur Frontstadt: “In heldenhafter Abwehr haben unsere tapferen Divisionen und Volkssturm-Männer in den vergangenen Tagen den Sowjets schwerste Verluste zugefügt. Ihr aufopferungsvoller Einsatz hat jedoch nicht verhindern können, dass die Bolschewisten an die äußeren Verteidigungslinien der Reichshauptstadt herangekommen sind. Berlin ist damit zur Frontstadt geworden.”

Noch am selben Tag erreicht die Rote Armee unter Marschall Zhukow Vororte Berlins. Unterdessen nähert sich von Westen die US-Armee, von Osten dringt die Rote Armee immer tiefer ins Herz Deutschlands vor. Am 25. April meldet BBC: “Ost und West haben sich getroffen. Am Mittwoch, dem 25. April 1945, um zwanzig vor fünf haben sich Verbände von General Bradleys 12. Armee und sowjetische Einheiten von Marschall Konevs 1. Ukrainischer Armee in der Nähe der deutschen Stadt Torgau an der Elbe getroffen.”

Dessen ungeachtet liefern sich deutsche Verbände und Rote Armee einen erbitterten Straßenkampf in der Hauptstadt. “Berlin kämpft weiter, Berlin vertraut dem Führer!”, meldet der deutsche Staatsfunk.

Am 28. April bekommt Hitler die Nachricht, dass der Sturm der Roten Armee auf die Reichskanzlei unmittelbar bevorsteht. Er heiratet seine Geliebte Eva Braun, verfasst sein “politisches Testament” und ernennt Großadmiral Dönitz zu seinem Nachfolger. Joseph Goebbels und seine Frau, die im Führerbunker ausgeharrt haben, vergiften sich und ihre sechs Kinder.

Hitler will weder tot noch lebendig in die Hände der Russen fallen. Am 30. April um 15:30 Uhr erschießt er sich, Eva Braun nimmt Gift. Beide Leichen werden nach Hitlers Willen verbrannt. Am folgenden Tag sendet der Rundfunk: “Aus dem Führerhauptquartier wird gemeldet, dass unser Führer Adolf Hitler heute Nachmittag in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei bis zum letzten Atemzuge gegen den Bolschewismus kämpfend für Deutschland gefallen ist.”

Die Kämpfe in Berlin gehen dennoch weiter – angetrieben von fanatischen Generälen. Bei den Gefechten in der Hauptstadt sterben mehr Berliner als während der jahrelangen Luftangriffe. Am 2. Mai schließlich ergeben sich die Verbände in Berlin. Doch Hitlers Nachfolger Dönitz lässt andernorts weiterkämpfen, weil er die bedingungslose Gesamtkapitulation verhindern will und hofft, dass sich möglichst viele Soldaten auf die von den Westalliierten kontrollierte Gebiete absetzen können.

Fünf Tage später muss die deutsche Delegation im französischen Reims, dem Hauptquartier von US-General Eisenhower, in die bedingungslose Kapitulation einwilligen. Dönitz überbringt den Deutschen die Nachricht mit den Worten: “Am 8.Mai um 23 Uhr schweigen die Waffen.”

Auf Drängen Stalins muss die Zeremonie bei Marschall Zhukov in Berlin wiederholt werden. In der Nacht auf den 9. Mai wird die Kapitulationsurkunde ein zweites Mal unterzeichnet. Daraufhin überbringen die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, der Sowjetunion und der USA – Charles de Gaulle, Josef Stalin, Winston Churchill und Harry Truman – ihren Völkern und der Welt die Nachricht vom Frieden. “Der Krieg ist gewonnen, der Sieg ist da”, verkündet de Gaulle den Frieden. “Das faschistische Deutschland, niedergezwungen von der Roten Armee und den Streitkräften unserer Verbündeten, hat sich für besiegt erklärt und in die bedingungslose Kapitulation eingewilligt”, erklärt Stalin. Churchill fasst das Kriegsende in diese Worte: “In unserer langen Geschichte gab es nie einen großartigeren Tag als heute.” Und Truman sagt: “Die Flaggen der Freiheit wehen über ganz Europa.”

Quelle:

http://www.dw.de/deutschlands-kapitulation-1945/a-1574244

Kapitulation der deutschen Wehrmacht – Audio:

http://www.wdr3.de/programm/sendungen/wdr3zeitzeichen/kapitulation-100.html

Video:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/kriegsende-gedenken-102.html#&time=

Als der Krieg zu Ende war

“Der Krieg ist zu Ende. Die Waffen schweigen.” Diesen Satz schreibt Hildegart Theinert am 9. Mai 1945, dem Tag, an dem überall in Deutschland die Kapitulation der deutschen Wehrmacht verkündet wird, in das Tagebuch ihres Mannes. Kurz darauf erschießt der Lateinlehrer Johannes Theinert im kleinen Ort Glatz in Niederschlesien zuerst seine Frau, danach sich selbst. Doch der Reihe nach.

Berlin-Karlshorst, 8. Mai 1945, 23.45 Uhr. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unterschreibt die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. So will es zumindest die offizielle Datierung des Dokuments. Tatsächlich setzt Keitel erst am 9. Mai seinen Namen unter das Dokument – und seine Unterschrift ist bloß eine formale Wiederholung dessen, was bereits einen Tag zuvor in Reims besiegelt worden war. Dort hatte Generaloberst Jodl die “bedingungslose Kapitulation aller Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft … gegenüber dem Oberbefehlshaber der alliierten Expeditionsstreitkräfte und gleichzeitig gegenüber dem Oberkommando der Sowjettruppen” erklärt. Alle Kampfhandlungen sollten am 8. Mai um 23.01 Uhr eingestellt werden.

Auf Drängen Stalins, so lautet die gängige These, musste die Zeremonie jedoch in Berlin wiederholt werden. Es sei kein hochrangiger Vertreter der Sowjetarmee in Reims dabei gewesen. “Das hat sicherlich eine Rolle gespielt”, sagt Margot Blank vom Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. “Aber wesentlicher waren die Bedenken von britischer Seite. Die Briten verwiesen darauf, dass am Ende des Ersten Weltkriegs die deutsche Militärführung nicht kapituliert hatte, sondern die zivile Regierung vorschickte, um im Nachhinein zu sagen: Wir sind im Felde unbesiegt.”

Die Angst vor einer zweiten Dolchstoßlegende habe die Briten dazu gebracht, auf den Vorschlag Stalins einzugehen, so Blank. Die erneute deutsche Kapitulation wird von den obersten Truppenkommandeuren der Wehrmacht unterzeichnet: dem Oberkommandierenden Keitel für die gesamte Wehrmacht, Generaloberst Stumpff für die Luftwaffe und Generaladmiral von Friedeburg für die Kriegsmarine.

Die Unterschriften in Reims und in Karlshorst erfolgen in Absprache mit Reichspräsident Karl Dönitz. Seit Hitler sich am 30. April das Leben genommen hat, ist Dönitz des Diktators offizieller Nachfolger. Seine geschäftsführende Reichsregierung sitzt seit der Flucht aus Berlin in Flensburg – und kehrt dorthin auch nach der Unterschrift in Karlshorst zurück. Die Reichsregierung bleibt offiziell im Amt. “Nicht das deutsche Reich hat kapituliert, sondern die Wehrmacht”, erklärt Johannes Hürter vom Institut für Zeitgeschichte in München. Erst am 23. Mai nimmt die britische Besatzungsmacht Dönitz und sämtliche Regierungsmitglieder fest – auch auf Drängen der Amerikaner, denen zu Ohren gekommen ist, dass noch nach dem 8. Mai Menschen aufgrund deutscher Militärgerichtsurteile hingerichtet werden.

Die vielzitierte “Stunde Null” schlägt für die Menschen in Deutschland nicht unbedingt am 8. Mai. Für Esther Bejarano schlägt sie Ende April, als russische auf amerikanische Soldaten treffen. Unter Jubel zünden sie gemeinsam ein Bild von Hitler an. Mit dabei sind einige jüdische Mädchen, denen die Flucht von einem der Todesmärsche quer durch das deutsche Reich gelungen ist. Eine von ihnen ist Esther Bejarano. “Die haben alle ringsherum um dieses Bild getanzt und ich hab die Musik dazu gemacht”, erinnert sich die heute 90-Jährige. Es ist das erste Mal, das sie freiwillig Akkordeon spielt, nachdem die Musik im Mädchenorchester von Auschwitz ihre einzige Chance war zu überleben. “Das war meine Befreiung. Da wussten wir, jetzt sind wir freie Menschen.”

Alle Konzentrations- und Vernichtungslager sind bis zum 8. Mai befreit. Aber wohin sollen die Menschen nun gehen? Viele irren in Deutschland umher, auf der Suche nach Angehörigen, andere müssen aus Erschöpfung noch Wochen nach ihrer Befreiung im Lager bleiben, in dem sie so lange eingesperrt waren. In Bergen-Belsen richten die Briten ein Displaced Persons Camp ein.

“Im ehemals Deutschen Reich irrten viele Millionen Heimatlose herum, die Displaced Persons, die Zwangsarbeiter, die Kriegsgefangenen, die Flüchtlinge, die ehemaligen Lagerinsassen aus Konzentrations- und Vernichtungslagern”, sagt Geschichtsprofessor Hürter. “Es waren die verschiedensten Emotionen vorhanden. Von Befreiung, aber auch von Angst.”

Das Ehepaar Theinert hat Angst. Angst vor der Rache der Sieger, denn spätestens seit dem Gespräch mit einem ehemaligen Schüler, der als Soldat von der Ostfront zurückgekehrt ist, wissen sie um die Verbrechen der Deutschen.

“Viele Menschen hatten ein Gefühl von Schuld und Verstrickung und deswegen auch Angst vor dem, was danach kommen könnte”. In seinem Buch “Kind, versprich mir, dass du dich erschießt”, beschreibt Florian Huber den größten Massenselbstmord der Geschichte Deutschlands, darunter das Schicksal des Ehepaars Theinert aus Niederschlesien. Er belegt, dass sich allein in der Kleinstadt Demmin in Vorpommern zwischen 700 und 1000 Menschen das Leben genommen haben, bei einer Einwohnerzahl von 15.000. In Berlin verfünffachte sich die Selbstmordrate im letzten Kriegsjahr gegenüber den Vorjahren. Und auch im niederschlesischen Glatz sind der Lehrer und seine Frau nicht die einzigen, die sich das Leben nehmen. “Es sind nur noch wenige Augenblicke, dann ist alles vorbei, alles – für immer!”, schreibt Hildegard Theinert kurz bevor ihr Mann sie erschießt. Nur einen Tag nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Quelle:

http://www.dw.de/als-der-krieg-zu-ende-war/a-18373865

Magdeburg im Frühjahr 1945 – Video:

Deutscher Frühling 1945

MARTA MIERENDORFF wird 1911 in Berlin geboren. Der Vater ist Werkzeugschleifer, die Mutter Krankenpflegerin. SIE LERNT VERKÄUFERIN und arbeitet als Stenotypistin. 1932 besuchte sie die Marxistische Arbeiterschule und lernt den 15 Jahre älteren Gottfried Salomon kennen, einen Diplomkaufmann, der noch einmal Jura studiert. Sie schließen 1939 eine so genannte Untergrundehe, die 1952 nachträglich legalisiert wird. 1943 werden Salomon und seine Mutter nach Theresienstadt deportiert, 1944 wird er in Auschwitz ermordet. MIT IHRER MUTTER zieht Marta 1943 nach Wriezen. Dort wird sie als kaufmännische Angestellte von den Werkstätten des Monumentalbildhauers Arno Breker angefordert. Im Februar 1945 kehrt sie nach Berlin zurück. NACH KRIEGSENDE studiert sie Philosophie und Soziologie, promoviert, ist Mitgründerin des Berliner “Instituts für Kunstsoziologie”. 1966 SIEDELT SIE IN DIE USA ÜBER, engagiert sich in der Exilforschung, publiziert und lehrt als Professorin an der Universität von Los Angeles. MARTA MIERENDORFF stirbt, 90-jährig, im Mai 2002 in Los Angeles.

2. Mai 1945 Waffenstillstand. Um 6 Uhr abends soll Waffenstillstand für das ganze Reich geschlossen worden sein. Somit wäre es möglich: Sechs Jahre Krieg sind beendet. Heute ziehen Reste des deutschen Heeres in langen Kolonnen durch Lichtenberg, Gefangene der Russen. Wer das einst so übermütige Heer so verelendet zurückkommen sieht, schaudert. Es ist nicht erlaubt, sich den Soldaten zu nähern, ihnen etwas zuzustecken, falls man etwas zum Zustecken hätte. Langsam richten sich die Überlebenden Berlins auf. Noch sitzen wir in Lichtenberg wie unter einer Glocke. Ohne Radio, ohne Zeitung, ohne Uhren, ohne Verkehrsmittel, ohne Licht, Gas und Elektrizität, vor allem ohne Wasser. Nahrungsmittel-Zuteilung hat seit dem 21. April nicht mehr stattgefunden. In der Nacht zum 30./31. April hat die Stadt so schweren Beschuss bekommen, dass ich wieder Herzschmerzen bekam. In dieser Nacht wird der Stadtkern wohl genommen worden sein. Kriegsende! Nicht zu fassen. Keine Sirene wird mehr heulen, keine Bomben können mehr fallen, und man wird sich langsam daran gewöhnen, wieder ausgezogen ins Bett zu gehen. Die Menschen sind, abgeordnet, dabei, den Schutt von den Bürgersteigen zu räumen, Stein auf Stein zu schichten. Ein leises Aufatmen macht sich bemerkbar. Weitere Arbeit auf der Kartenstelle. Keine Zeit, nach den blühenden Tulpen in den Gärtchen zu sehen. Es wäre auch nicht ratsam. Ich zähle die Tage, bis Gottfried eintreffen wird. —————————— 3. Mai 1945 Eine Freude zu sehen, wie die Straßen passierbar werden und wieder Ordnung waltet. Ich habe einen neuen Posten angenommen, die Leitung der Säuglingsfürsorge im Gesundheitsamt Lichtenberg. Ich will oben bleiben. Wer jetzt nach unten abrutscht, ist verloren. Die Kampftruppen ziehen in langen Karawanen ab. Zum Teil werden sie von Ordnungstruppen zu den Güterwagen geleitet, letztere wohnlich gemacht mit Beutemöbeln. Schwere Panzer und Geschütze rollen aus der Stadt. Es wird wohl nur eine nicht zu große Besatzungstruppe hier bleiben. Doch niemand weiß, wie alles geregelt werden wird. Anscheinend wird man deutschen Behörden die Verwaltung übertragen, und diese werden nach russischen Richtlinien verfahren. Auf jeden Fall wird Berlin russisch, der schwierigen Sprache wegen unangenehm. —————————— 4. Mai 1945 Neuer Wohnungs-Zuwachs. Freunde aus dem Stadtteil Karlshorst, der für russisches Personal geräumt werden muss. Nachdem es schien, als käme etwas Ruhe auf, nun diese neue Katastrophe. Tausende obdachlos. Ich habe einer Freundin beim Umzug aus Karlshorst geholfen. Jeder durfte mitnehmen, was er per Handwagen befördern konnte. Zu Fuß nach Karlshorst und zurück. Wagenkolonne an Wagenkolonne, unvorstellbare Massen des Siegerheeres. Dazwischen die Flüchtlingszüge. —————————— 5. Mai 1945 Jeden Morgen, wenn ich aufwache, muss ich mich erst mühsam daran gewöhnen, dass draußen eine fremde Welt lauert, dass überall, wohin ich meine Schritt lenke, Russen und nochmals Russen sind. Dass alles geschehen muss, was die Sieger wollen. Jetzt fühlt erst jeder, was ein verlorener Krieg bedeutet. Es war leider nur ein Gerücht, dass der Waffenstillstand für ganz Deutschland geschlossen worden sein sollte. Noch wird in einzelnen Teilen Deutschlands gekämpft. Speer ist nach Dänemark geflüchtet, heißt es. Feige Bande. —————————— 7. Mai 1945 Hitler ist fort. Das ist ein gutes Gefühl. Aber aufatmen kann man leider nicht. Das Elend ist zu groß und schwer. Alle Existenzen sind zusammengebrochen, jeder steht vor dem Nichts, niemand weiß, was bevorsteht. Ab heute werden Lebensmittelkarten in russischer und deutscher Sprache ausgegeben. Es gibt für Erwachsene pro Tag etwas Brot, Kartoffeln, Ersatzkaffee, Salz. Kein Fett. Was noch da war, wurde von den Bewohnern geplündert. Das große Hungern folgt nun dem sechsjährigen Teilhunger unter Hitler. Die ersten Ruhrfälle treten auf. In meinem Amt spielen sich unerträgliche Szenen ab. Menschen, die ohne Insulin sterben müssen. 70 Prozent der genommenen Frauen sind angesteckt. Noch immer gibt es kein Leitungswasser. Die nächste Pumpe befindet sich auf dem Lichtenberger Zentralfriedhof, auf dem die Russen biwakieren. Man brachte mir ein Findelkind ins Amt, zirka sieben Jahre alt, mit Würgemalen am Hals und durchschnittenen Pulsadern. Der Vater hat die Familie getötet, nur dieses Kind ist am Leben geblieben. Ein anderes Kind hat eine wollene Pudelmütze auf dem Kopf. Der Eiter quillt darunter hervor. Sie abzuweichen kostet Überwindung. Im Lichtenberger Krankenhaus liegen Russen und Deutsche durcheinander. Ärzte operieren Tag und Nacht. Tote werden auf dem Gelände begraben. Der Flieder blüht. Es lockt die Natur. Aber überall sind Russen. Ein Gerücht geht um, dass westliche alliierte Truppen einziehen sollen, ein regelrechtes Besatzungsheer. —————————— 8. Mai 1945 Bedingungslose Kapitulation in Reims Das hätte vor einem Jahr vielleicht noch einiges retten können. Jetzt ist es zu spät. Gestern feierten die Russen den Frieden mit großem Feuerwerk aus Munition. Als das Schießen begann, bekam fast jeder einen Nervenschock, neues Unheil erwartend. In Hast packten wir einige Sachen, darauf gefasst, in wenigen Minuten aus dem Hause getrieben zu werden. Wie erlöst wir waren, als wir die Harmlosigkeit des Schießens erkannten. —————————— 12. Mai 1945 Die Zeitrechnung ist verloren gegangen. Uhren gibt es nicht mehr (Uri, Uri). Durch Umfragen orientiert man sich mühsam. Wochen verfliegen wie Stunden. Heißes Sommerwetter. Noch immer kein Leitungswasser. Riesendurst auf ein Glas frischen Wassers, aber jeder Tropfen Wasser vom Friedhof muss mühsam abgekocht werden mit gesuchtem Brennstoff. Die Straßen sind grau von Staub, den Fuhrwerke und straßenfegende Bürger verursachen. Alles was Hände hat, schippt Schutt, der in die Bombentrichter gefüllt wird. Langsam gewöhnt man sich an die Russen und täglichen Hiobsbotschaften. Meißen und Dresden haben nun doch noch die Russen besetzt. Aber das neue Dasein hat auch Freuden. Es schimpft sich wunderbar auf die ehemaligen Nazis. Wer will, kann wieder Jude sein. Die unter dem Nationalsozialismus Verfolgten und Geschädigten werden von den Russen geehrt, Menschenschinder erhalten ihre Strafe. Langsam pendelt sich Gleichgewicht ein. Jeden Tag kann nun Gottfried kommen. Vielleicht wird alles besser, als man erwartete. Ein Hauch der Freiheit weht schon. —————————— 13. Mai 1945 Ein Mai-Sonntag Abends gaben die Lautsprecher eine Erhöhung der Lebensmittelrationen bekannt. Die Russen wollen die Bevölkerung nicht verhungern lassen. Plakate verkünden, Stalin wolle Deutschland leben lassen. —————————— 15. Mai 1945 Nach sechs Jahren ist heute die Verdunklung aufgehoben worden. Es wird endlich Licht. Welche Freude, wenn es noch Schaufenster zu erleuchten gäbe. Aber es gibt nur noch Trümmerhaufen zu beleuchten. Doch man muss dankbar sein, dass die Wohnungen zum Teil wieder Elektrizität haben und aus den Fenstern abends Licht scheint. Es gibt bereits Kino. Ich arbeite jetzt direkt im Krankenhaus. Ein Betrieb, der alle Kräfte erfordert. Wassermangel, Medikamentenmangel, überbelegte Räume, vor allem keine Antibiotika. Nicht genügend Ärzte. Russen biwakieren in Kellern und Gängen. Seuchengefahr. Ich habe ein kleines Radio. Jemand berichtete über Theresienstadt. Das Lager soll in gutem Zustand übernommen worden sein, nun aber sind Ruhr und Fleckfieber ausgebrochen. Vor Erregung streikt mein Magen. Die Menschen können noch nicht zurückkehren. —————————— 18. Mai 1945 Unser 7. Verlobungstag. Sieben Jahre sind bis zur ersehnten Befreiung vom NS-Regime vergangen, die wir damals, 1938, nahe glaubten. Und nun, in letzter Sekunde, tritt im Lager Seuchengefahr ein. Aber ich habe die feste Zuversicht, dass wir uns wiedersehen werden, denn die Fügungen bis zu diesem Tage waren zu wunderbar, um nun in letzter Minute doch noch alles Vorhergegangene hinfällig zu machen. —————————— Pfingsten, 20. Mai 1945 Schon gibt es eine Zeitung, die “Tägliche Rundschau”. Seit gestern gibt es Gas in Neukölln. Der Rundfunksender Berlin sendet täglich um 12 Uhr, 16 Uhr und 20 Uhr deutscher Sommerzeit (.). Ein Magistrat ist eingesetzt. (.) Es ist herrlich, die Zeitungen zu lesen. Die Stunde, auf die ich zwölf Jahre lang gewartet habe, ist da. Die Schandtaten der Nazischurken kommen ans Licht. Die Zustände in den Konzentrationslagern werden aufgedeckt, die Schuldigen gefasst. Das Unglück lastet schwer auf den Menschen, aber dafür hat die Freiheit gesiegt. Die Leiden müssen ohne Klagen ertragen werden. Noch lastet der Nazidruck über allem. Ich fühle mich wie ein Sträfling, der lange in Ketten lag und dem sie abgenommen wurden. Was jetzt getan wird, ist nicht mehr sinnlos, alles dient dem Aufbau. Von Stalin aus geschieht alles, um zu zeigen, dass Rußland nicht hasst. Berlin darf sich selbst verwalten. Allerdings ist es weit von oben nach unten, und viel geht auf diesem Weg verloren. Der von oben gewollte Aufbau ist schwer möglich, weil von unten entgegengesetzte Kräfte noch wirken. Aber das Prinzip ist doch wenigstens da. Und das ist schon viel. Pfingsten! Die Sonne scheint, aber es ist kühl und recht windig. Das tröstet mich etwas darüber hinweg, dass ich nicht mit dem Boot aufs Wasser kann. Der Sommer ist verloren, genauso wie der vergangene. In der Nacht habe ich von meinem Boot geträumt. Mein armer Bruder Karl. Wie mag es ihm ergehen. Gefangen? Tot? Wenn man darüber nachdenkt, ist es zum Verrücktwerden. Er war so kriegsmüde und sehnte sich so sehr nach uns. Keine Aussicht für ihn, in absehbarer Zeit, falls am Leben, von uns auch nur zu hören. Es ist so grausam: Um die Jugend betrogen, gemartert. Wenn er doch Fahnenflucht riskiert hätte. Warum vergelten die Sieger nach all dem Elend in dieser Weise? Warum lassen sie die Unschuldigen, die Kinder-Soldaten, nicht heim zu Müttern, Schwestern, Bräuten? Warum geht die Quälerei weiter, immer weiter? Alle sind des Elends müde, aber niemand ist großzügig und edel, außer, wie es aussieht, Stalin mit den Berlinern. Für das, was nebenbei geschieht, kann er nicht. (.) —————————— Pfingstmontag, 21. Mai 1945 Mein Pfingstvergnügen ist es, nicht früh aufstehen zu müssen, in meinem eigenen Bett und in meinem Zimmer allein zu sein. Doch es ist eine wahre Strafe, im Osten Berlins, gerade an der Ausfallstraße nach Osten zu wohnen, auf der der Verkehr ununterbrochen flutet. In westlichen Stadtteilen soll es friedensmäßig ruhig sein. Meine Tätigkeit im Gesundheitsamt Berlin-Lichtenberg befriedigt mich. Ich kann den ganzen Tag Rat und Trost für Hilfesuchende geben. Die Krankenhaus-Atmosphäre ist mir ja vertraut. Zauberberg. Ich kann jetzt schon schwere Wunden ohne Ekel sehen, nur Blutgeruch ist mir noch zuwider. Ja, ich bin vom Gesundheitsamt ins Krankenhaus direkt übersiedelt. Die langen sauberen Krankenhausgänge, die blitzenden Instrumente, die Ärzte und Schwestern sehe ich mit Behagen. Ich bin völlig in meinem Element. Dabei vergeht die Zeit schnell, und bald werde ich wissen, ob Gottfried kommt oder untergegangen ist. Ich habe das feste Gefühl, dass er lebt und bald bei mir sein wird. Die Währung bleibt zunächst bestehen. Ab 22. Mai soll innerhalb Berlins die Post verkehren. Die Alliierte Kommission hat ihren Sitz in Leipzig und nicht in Berlin genommen. —————————— 24. Mai 1945 Jeder Tag des Wartens auf Gottfried ist eine Ewigkeit. Jeder Tag seines Fortbleibens bedeutet Zeitverlust für ihn und mich. Die guten Arbeitsgebiete werden jetzt schon besetzt. Wenn er zu spät kommt, hat er schlechtere Möglichkeiten. Ich kann nicht für ihn disponieren, ohne seine Pläne zu hören. Am liebsten holte ich ihn ab (von Theresienstadt), aber es gibt ja keine Züge. Dass ich Hitler überleben durfte ist ein Geschenk. Unzähligen Braven ist es nicht vergönnt, den Untergang der dreimal verfluchten Satansbrut mitzuerleben. Himmler hat sich mit Zyankali vergiftet. Bandit auf Bandit wird gefangen. Göring soll hängen. Von Natur aus bin ich sozial und human veranlagt. Aber hier ist mir jede Strafe noch zu milde. Die Weltfriedenskonferenz in San Francisco tagt. Das Schicksal der kommenden Generationen hängt von den Beschlüssen ab. Wie werden sich Amerikaner und Russen einigen, ist die bange Frage. Ein neuer Krieg wäre nicht mehr zu ertragen. Aber ich hoffe, dass alle Gerüchte, etwas gehe schief, falsch sind und sich alles zum Guten regeln wird. Das Chaos hat sich ausgetobt. Die Welt hat Sehnsucht nach Ordnung, Frieden, Vernunft, Freiheit, Gerechtigkeit, Schönheit, Frohsinn. Die Jugend verlangt ihr Recht. Rußland steht eine große Zukunft bevor, Stalin ist ein weiser Staatsmann. Ganz Europa wird schwere, aber schöne Jahre vor sich haben. Rußland wird die deutsche Kultur hungrig und willig aufnehmen. Wenn alles so weiterläuft, wie Stalin es will (Zeitungen, Presse), so wird all das Grauenvolle bald wie ein böser Traum hinter uns liegen. Wozu die zwölf Jahre Hitler? Offensichtlich, um Platz für Rußland und den wahren Sozialismus, für die neue Wirtschaftsform zu schaffen. —————————— 25. Mai 1945 Das Gefühl der Unsicherheit ist doch noch recht groß. Man weiß ja nie, welche Entschlüsse noch gefasst werden. Unsichere Elemente gefährden Unschuldige. Noch immer kann ein verrückter Nazi irgendwo Unheil anrichten. Wohnungsräumung kann plötzlich befohlen werden oder wer weiß was noch. —————————— 27. Mai 1945 Wäre die Welt so voller Philosophie, wie sie voll ist von Politik. Wenn ich die Nachrichten höre, suche ich die Vernunft in der Welt. Wie kompliziert ist alles, wo es so einfach sein könnte. Armes Europa. Das Wirtschaftssystem will sich den Erfordernissen der Welt absolut nicht anpassen. Es ist beinahe hoffnungslos, das von Hitler angerichtete Chaos zu ordnen. Das Ganze macht müde. Hunger, Hunger und nochmals Hunger steht bevor. Am 14. Mai meldete das Radio die Seuche in Theresienstadt. Drei bis vier Wochen Quarantäne wenigstens, das wäre bis zum 17. Juni, dann noch 14 Tage bis drei Wochen Weg. Es kann Mitte Juli werden, bis ich Gewissheit habe, ob Gottfried lebt. —————————— 30. Mai 1945 An manchen Tagen überkommt mich solche Hoffnungslosigkeit, dass ich sterben möchte. An der Oberfläche sieht es aus, als beginne das normale Leben wieder zu pulsen. Aber sieht man in die Tiefe, so hockt dort der Tod. Jeden Tag muss ich mir Mut machen und gegen Depressionen kämpfen. Es ist eine wahre Russenpsychose. Die Welt ist völlig verroht und verkommen. Aus Mitleid und aus Liebe zur französischen Sprache habe ich drei französische Kriegsgefangene, die sich krank stellten, für eine Nacht aufgenommen. Dafür haben sie uns bestohlen, unsere letzten Essensvorräte sind aus dem Ofenloch verschwunden. Gastfreundschaft belohnt mit Diebstahl. So etwas erschüttert mehr als eine große Katastrophe. Es waren ganz junge Menschen, die schon so schlecht waren. Meine Großmutter, schwer krank, ist während der Kampftage in ihrem Bett mit dem ganzen Haus in der Schillerstraße verbrannt. Sie brauchte nicht ohne Sarg zu verwesen und bekam ihre gewünschte Feuerbestattung. Särge gibt es schon lange nicht mehr. Die in Tücher gewickelten Toten, manche in Kisten vernagelt, kommen in Massengräber. Aller Kult ist dahin. Alle wichtigen Medikamente gibt es nicht mehr. Die weniger wichtigen gehen rapide zur Neige. Maschinen und Grundstoffe zur Herstellung fehlen. In kurzer Frist werden alle Apotheken schließen müssen, wenn nicht unvorhergesehene Hilfe kommt. Die Alten und Kranken sind in einem so schlechten Ernährungszustand, dass alle dem Tod geweiht sein dürften. Ich sitze im Gesundheitsamt und muss verzweifelte Hilfesuchende fortschicken. Meine Kraft schwindet. Die Ernährung ist nicht ausreichend. Seit Jahren schon ernähren wir uns ja nur vom Nötigsten. Hunger, Hunger, Hunger. Kartoffeln und Brot, oder was man so nennt, füllt wohl den Magen, aber Nerven und vor allem das Gehirn bleiben hungrig.(.) Die Welt nimmt jetzt Rache an Deutschland. Die Rache gebiert neue Rache. Wie soll es jemals Frieden auf der Erde geben. Wie können die Menschen gut gemacht werden? Wie können sie zu friedlichen, vernunftvollen, disziplinierten Wesen erzogen werden? Es muss einst gelingen.

Weiter lesen:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/das-berliner-tagebuch-der-marta-mierendorff-ueber-die-zeit–als-der-krieg-zu-ende-ging–ein-dokument-des-ueberlebens-und-des-weiterlebens-deutscher-fruehling-1945,10810590,10282352.html

Der Tag, der Kriegsende und Befreiung markiert

Günter Lucks, Hitlerjunge im Volkssturm

Günter Lucks, 87 Jahre, geboren in Hamburg, verlor bei der „Operation Gomorrha“, den alliierten Luftangriffen auf die Hansestadt, seinen Bruder. Im Alter von 16 Jahren meldet sich Lucks aus Pflichtgefühl wenige Monate vor Kriegsende zum Volkssturm – auch aus Opposition zum kommunistischen Elternhaus. Der Hitlerjunge will unbedingt noch für Führer und Vaterland in den Krieg ziehen. Die NSDAP hat im Oktober 1944 alle Männer zwischen 16 und 60 zur Waffe gerufen.

Ende 1944 wird Lucks in einem Schnelllehrgang der Wehrmacht militärisch ausgebildet. Nach der Ausbildung an der Waffe werden alle Jugendlichen seiner Gruppe der berüchtigten Waffen-SS zugeteilt. Im April zieht sein Bataillon an die Front nördlich von Wien, um die Rote Armee zu stoppen.

Zusammen mit dem Journalisten Harald Stutte schreibt Lucks zwei Bücher: „Ich war Hitlers letztes Aufgebot“ und „Hitlers vergessene Kinderarmee“. Der Rentner ist heute gefragter Zeitzeuge in Schulen. Seine Botschaft an die Jugend: Lasst euch von keiner Ideologie verführen! Die direkte Gefahr eines neuen Krieges in Europa sieht er aber nicht. Günter Lucks lebt heute mit seiner Ehefrau in Hamburg-Horn.

Ursula Ziebarth, Schriftstellerin

Ursula Ziebarth, 93 Jahre, geboren in Berlin. Sie erlebt den Kampf um die Hauptstadt.  Im Frühjahr 1945 wird das Haus der Ziebarths von einer Bombe getroffen.

Ursula sitzt zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Seminar in der Universität. Ihr Stiefvater überlebt unter besonderen Umständen: Er ist einer der wenigen Juden, die den Krieg in Berlin überstehen. Er hält sich in der Wohnung versteckt – bei Fliegeralarm jedoch kann er nicht in den Keller des Hauses, man hätte ihn dort erkannt. Deshalb flüchtet er in einen U-Bahn-Schacht. Dieser Umstand rettet ihm das Leben.

Beiden bleibt nach den Bomben fast nichts. Doch die Trümmer müssen weggeräumt werden. Vor allem die Frauen verrichten diese Arbeit. Gleichzeitig sind sie immer in Gefahr, von Soldaten vergewaltigt zu werden. Ursula Ziebarth kommt einmal in eine solche Situation: Es ist der 8. Mai 1945. Das Taschentuch des Soldaten hebt sie immer noch auf.

Ist der 8. Mai 1945 für sie ein Tag der Befreiung? „Ich habe schon an Befreiung gedacht – also, dass es Gott sei Dank vorüber ist. Aber meine Mutter war tot, meine Großmutter – da war mir nicht so nach Befreiung.“

Erst im Spätsommer beginnt für Ursula Ziebarth eine neue Zeit: In einem der ersten Konzerte der Berliner Philharmoniker – damals im Titania Palast.

Nach dem Krieg kümmert sich Ursula Ziebarth vor allem um ihren Stiefvater. Er wird später wieder heiraten und in Berlin bleiben. Auch sie bleibt in der Stadt – bis heute. Sie hofft, dass es in Europa nie wieder Krieg geben wird.

Weiter lesen:

http://webstory.zdf.de/befreiung-1945/

8. Mai 1945 – Befreiung oder Besatzung?Video:

Zeitzeugen erinnern sich – Video:

http://www.derwesten.de/video/70-jahre-nach-kriegsende-zeitzeugen-erinnern-sich-id10645665.html?doply=true

Das Kriegsende aus erster Hand – Audio:

http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=4967b9e9-0672-4dc0-8833-9b05c69b7ac9#t=17

Der letzte Ausweg

Im April 1945 begleiteten die amerikanischen Fotografen Lee Miller, Margaret Bourke-White und Robert Capa Soldaten der US-Armee ins Leipziger Rathaus. Dort lagen die Leichen des nationalsozialistischen Stadtkämmerers Kurt Lisso, seiner Frau und seiner Tochter, die sich mit Zyanid vergiftet hatten. Die Bilder von den toten Lissos gehören zu den Ikonen der Kriegsfotografie. Sie stehen aber auch symbolisch für eine oft vergessene Begleiterscheinung des Kriegsendes in Deutschland: für die beispiellose Selbstmordwelle, während derer sich im Frühjahr 1945 nicht nur Hitler selbst und Eva Braun, sondern auch viele weitere NS-Funktionäre und Tausende gewöhnliche Deutsche umbrachten.

Auf den ersten Blick ist es naheliegend, die vielen Suizide als Folge des Führerkults, der jahrelang beschworenen “Volksgemeinschaft” und des verherrlichten Kampfes “bis zum letzten Blutstropfen” zu interpretieren. Und tatsächlich herrschte in den letzten Monaten des NS-Regimes eine regelrechte Weltuntergangsstimmung. Dennoch lassen sich bei Weitem nicht alle Suizide unmittelbar auf den Einfluss der NS-Ideologie zurückführen.

Hitlers Selbstmord, der im Radio und in den Zeitungen selbstverständlich als Heldentod und nicht als Suizid gemeldet wurde, und die Selbsttötungen nationalsozialistischer Funktionäre hingen direkt mit der Herrschaftsstruktur des NS-Staates zusammen: Dieser bestand aus unzähligen Partei- und Staatsinstitutionen, die um die Macht buhlten. Zusammengehalten wurde er durch Hitler als charismatische Führerfigur, dem die verschiedenen Institutionen zuarbeiteten. Ohne Hitler war das “Dritte Reich” unvorstellbar – anders als in der Sowjetunion, die auch nach dem Tod Stalins 1953 fortbestand, war für viele Nationalsozialisten ein Leben ohne Hitler schlicht unmöglich. Einige töteten sich, unmittelbar nachdem sie die Nachricht vom Tod ihres “Führers” gehört hatten.

In der Wehrmacht kam es ebenfalls in großem Umfang zu Selbstmorden – was verständlich ist, wenn man bedenkt, in welchem Ausmaß sich die Armee an den nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt hat. Viele Offiziere zogen der Niederlage den Freitod vor, den die Nationalsozialisten während der letzten Kriegsmonate als heroischen Soldatentod verherrlichten. Da ein deutscher Sieg unmöglich geworden war, glaubten viele Funktionäre, dass nun zumindest die Niederlage total sein müsse, wie der Historiker Tim Mason treffend feststellte. Die Furcht vor Bestrafung durch die Alliierten und der Wunsch, Herr über Leib und Leben zu bleiben und einem neuen 1918 zu entgehen – einer deutschen Niederlage mit anschließender Revolution –, waren weitere Motive, sich das Leben zu nehmen.

Doch nicht nur Soldaten, auch überdurchschnittlich viele Zivilisten begingen 1945 Selbstmord. Niemals nahmen sich in Deutschland mehr Menschen das Leben als im April 1945 im zerbombten Berlin: 3.881 waren es in diesem Monat vor der Kapitulation, mehrere Hundert jeden Tag. Zwar sind solche Statistiken nur bedingt aussagekräftig – man darf nicht vergessen, dass damals ein administratives Chaos herrschte –, der Ausschlag nach oben aber ist signifikant: Es wurden 1945 fünfmal mehr Selbstmorde verzeichnet als in den Jahren zuvor.

Welche Gründe im Einzelfall den Ausschlag gaben, ist schwierig zu erforschen. Hinweise liefern die Akten der Berliner Kriminalpolizei und die dort archivierten Abschiedsbriefe. So fanden Polizisten am 1. April 1945 eine 53-jährige Frau in Wittenberge tot auf; sie hatte sich vergiftet. Als Ursache notierten die Beamten lakonisch: “Schwermut, bedingt durch die heutigen Verhältnisse”. Doch sind solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen: Die meisten Polizeiakten heben Suizidmotive wie “die Russen”, “die heutigen Verhältnisse” oder “den Krieg” hervor. Die in der Kriminalpolizei tief verankerten nationalsozialistischen Normvorstellungen schwingen in solchen Erklärungen zumindest mit.

Ähnliches gilt für die Abschiedsbriefe. Unklar bleibt dabei, ob die Betroffenen sich wirklich aus diesen Motiven das Leben nahmen – oder ob sie einfach glaubten, dass ihre Angehörigen Motive wie diese am besten würden verstehen können.

Nicht zu unterschätzen ist aber sicherlich – neben der allgemeinen Nervosität und den weitverbreiteten Depressionen – die Angst vor der Roten Armee. Die nationalsozialistische Propaganda hatte ein rassistisches Schreckensbild von den sowjetischen Soldaten gezeichnet, um die Deutschen zum Weiterkämpfen zu bewegen. Viele Frauen trugen gegen Kriegsende Zyankalikapseln oder Rasierklingen bei sich, um sich im Notfall das Leben nehmen zu können. Nach dem Konzert der Berliner Philharmoniker im April 1945 sollen Hitlerjungen Zyankalikapseln an die Besucher verteilt haben.

Ob solche Berichte stimmen, ist schwer zu belegen. Fest steht: Der Vormarsch der Roten Armee und die Abertausenden von Rotarmisten verübten Vergewaltigungen gingen mit einer auffällig hohen Selbstmordrate unter Frauen in den betroffenen Gebieten einher, etwa in Ostpreußen, Pommern und Schlesien – und das, schon bevor Hitler, Goebbels und einige andere hohe NS-Funktionäre im April und Mai 1945 Selbstmord begingen.

Eine Selbstmordwelle gab es allerdings, was oft übersehen wird, auch unter den noch in Deutschland lebenden verfolgten Minderheiten. Denn obgleich die NS-“Volksgemeinschaft” allmählich auseinanderzubrechen begann: Die mit ihr einhergehende brutale rassistische Ausgrenzung ging bis zum Ende des Krieges weiter. So erhielten etwa die wenigen in Deutschland verbliebenen Juden, vor allem wenn sie in sogenannten “privilegierten Mischehen” lebten, noch im Frühjahr 1945 den Deportationsbefehl. Etliche von ihnen nahmen sich das Leben.

Die meisten Deutschen, die 1945 Selbstmord verübten, erlebten das Kriegsende als einen Zusammenbruch jeglicher Ordnung. Zuvor hatte das NS-Regime ihr Leben strukturiert und ideologisiert. Politik, Krieg und Alltag waren auf eine Weise verknüpft gewesen, die jede Zukunftsperspektive unmöglich erscheinen ließ, als sich zeigte, wie selbstzerstörerisch der 1939 begonnene Eroberungs- und Vernichtungskrieg war.

m Frühjahr 1945, als die nationalsozialistische Kriegsgesellschaft kollabierte, wurde die Selbsttötung daher unter dem Schock der unabwendbaren Niederlage für kurze Zeit akzeptabel; das Suizidtabu fiel. Der katholische Psychiater Erich Menninger-Lerchenthal empörte sich zwar rückblickend über die Selbstmorde, doch schrieb er 1947 zutreffend, dass sie “durch das Miterleben einer schweren politischen Niederlage und durch die Angst der zu gewärtigenden Verantwortung verursacht worden” seien. Nach der Kapitulation im Mai 1945 ebbte die Selbstmordwelle dann schnell ab – das Suizidtabu griff wieder. Die Hinterbliebenen aber hatten oft noch jahrelang damit zu kämpfen, dass über die Selbstmorde ihrer Angehörigen nicht offen gesprochen werden konnte.

Quelle:

http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/01/suizid-hitler-volksgemeinschaft-ns-ideologie

Die Tragödie von Demmin – Video:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/die-tragoedie-von-demmin-1945-102.html

Die Sonne scheint, es ist Frühling

Am 4. Mai trat Ilse Antz aus dem Keller ihres Hauses in Wilmersdorf und erblickte zum ersten Mal seit dem 24. April wieder das Tageslicht. Es war still in den Straßen. „Zuerst sah ich in der ungewohnten Helligkeit nichts als schwarze Kreise vor den Augen“, berichtet sie. „Dann schaute ich mich um. Die Sonne schien, es war Frühling geworden. Die Bäume blühten, die Luft war mild. Selbst diese gepeinigte, sterbende Stadt wurde von der Natur wieder zum Leben erweckt. Als ich zum Park hinübersah, konnte ich nicht mehr an mich halten. Zum ersten Mal, seit alles begonnen hatte, weinte ich.“ Cornelius Ryan

Dienstag, 8. Mai 1945. „Radeln wir zur Kommandantur“, schlägt Andrik vor. „Mal sehen, was dort los ist.“ Wir radeln nicht lange. An der nächsten Ecke winken drei russische Soldaten. Springen uns quer über den Weg, als wir Miene machen, vorüberzufahren. „Maschina, Maschina!“, sagen sie und lockern ihre Pistolen. Ein kurzes Hin und Her, dann wandern wir zu Fuß weiter. Auf der Kommandantur herrscht Ferienstimmung. Heute sei Feiertag, bedeutet uns ein schläfriger Posten. Seit zwölf Uhr mittags. Wegen Waffenstillstand. – Waffenstillstand! Plötzlich überkommt uns der ganze Jubel des Befreitseins. Frei von Bomben! Frei von Verdunklung! Frei von Gestapo! Am Abend feiern wir. Feiern mit allem, was wir besitzen. Pax nobiscum! Ruth Andreas-Friedrich

Am dritten Tag lieferten uns die Polen, in deren Gefangenschaft wir waren, an die Russen aus. Dann gingen die Märsche los, eine Woche lang, jeden Tag 30 km mit fürchterlichem Fraß. Bis Biesenthal kamen wir. Wir hatten in Kirchen geschlafen, Gräben, Scheunen und weiß der Himmel, wo überall. Dauernd rückten welche aus, für die dann wiederum mehrere erschossen wurden. Also in B-thal endlich eines Abends um 10 Uhr im Hauptlager gelandet, erklärte der Kommandant, ich müsste als Frau schleunigst verschwinden. Ich versteckte mich erst einmal drei Tage im Ort bei dort etwas freier arbeitenden Kriegsgefangenen, denn ich hatte keine Papiere bei mir. Dann latschte ich munter in zwei Tagen gen Berlin. Ich latschte nach Wilmersdorf, und siehe da, das liebe Vaterherz war strahlend und noch nicht unterernährt in alter Stätte. Hildegard Knef

Verteilung von Rotkreuzpaketen. Es ist kaum zu glauben, dass ein paar schimmernde kleine Dosen mit Fleischpastete und Sardinen fast einen Aufstand im Lager auslösen können, dass Teesäcke, Kaffeedosen und mit Vitaminen angereicherte Schokoladeriegel Menschen beinahe zum Wahnsinn treiben. Aber so ist es. Dies ist ebenso Teil der Zerstörung Europas wie die ausgemergelten Ruinen Frankfurts. Nur sind dies die Ruinen der menschlichen Seele. Ihr Anblick ist tausendmal schmerzhafter. Kathryn Hulme

Und stell Dir vor, was wird später aus unseren Soldaten, die zu Dutzenden über eine Frau herfielen? Die Schulmädchen vergewaltigten, alte Frauen ermordeten? Sie kommen zurück in unsere Städte, zu unseren Mädchen. Das ist schlimmer als jede Schande. Das sind Hunderttausende von Verbrechern, künftigen Verbrechern, grausame und dreiste mit den Ansprüchen von Helden. Lew Kopelew

Das, was man früher unter Dresden verstand, existiert nicht mehr. Man geht hindurch, als liefe man im Traum durch Sodom und Gomorra. Durch den Traum fahren mitunter klingelnde Straßenbahnen. In dieser Steinwüste hat kein Mensch etwas zu suchen, er muss sie höchstens durchqueren. Von einem Ufer des Lebens zum anderen. Vom Nürnberger Platz weit hinter dem Hauptbahnhof bis zum Albertplatz in der Neustadt steht kein Haus mehr. Das ist ein Fußmarsch von etwa vierzig Minuten. Wie von einem Zyklon an Land geschleuderte Wracks riesenhafter Dampfer liegen zerborstene Kirchen umher. Erich Kästner

Was sich in dem Gefangenenlager abspielt, ist sagenhaft. Außer Tauschhandel, Diebstahl, Wucher, Hurerei und Mord und Totschlag sagen erwachsene Männer Gedichte auf, gehen von Baracke zu Baracke, lesen aus der Bibel vor und zanken sich um die letzte Kelle Sauerkohl. Tabak ist das Wichtigste. Noch wichtiger als ficken. Die Männer stürzen sich wie von Sinnen auf die Mülltonnen und schlagen sich blutig um die weggeschütteten Teeblätter. Das Zeug wird dann getrocknet, und mit Zeitungspapier, das wir manchmal zum Arschabwischen haben, werden daraus Zigaretten gedreht. Klaus Kinski

Die Junihitze liegt über Berlin und erwärmt die zahlreichen frischen Gräber. Vom Landwehrkanal weht eine so unerträglich nach Tod riechende Wolke herüber, dass sich die Passanten unwillkürlich Taschentücher vor die Nase halten. Die Angst vor Seuchen geht um. Die noch intakten Krankenhäuser sind bereits mit Ruhr- und Typhuskranken überfüllt. Jetzt sollen auf Befehl der Behörden alle provisorisch beerdigten Toten wieder ausgegraben und ordnungsgemäß auf Friedhöfen bestattet werden. Tausende von Leichen waren während der letzten Kriegswochen in den Vorgärten, zwischen den Ruinen, in Parks und auf Plätzen vergraben worden. Auf Leiterwagen werden die Leichen auf die Friedhöfe transportiert. Die Menschen blicken weg, wenn so ein Transport an ihnen vorüberzieht. Zur Umbestattung der Kriegstoten werden ehemalige NSDAP-Mitglieder zwangsverpflichtet.

In Köln sind nur wenige Häuser bewohnbar geblieben, insgesamt vielleicht dreihundert, wie man mir sagt. Von einer Straße geht man in die andere mit Häusern, deren Fenster hohl und geschwärzt wirken – wie die offenen Münder verkohlter Leichen. Hinter diesen Fenstern gibt es nichts mehr außer Decken, Möbeln, Teppichfetzen, Büchern; alles zusammen ist in die Keller der Häuser abgestürzt und liegt dort zusammengepresst zu einer feuchten Masse. Stephen Spender

Wir flogen über Berlin, und ich sah die Trümmerwüste. Es sah aus wie das Weltende. Trümmer, Trümmer, Trümmer, Berlin lag in Asche. Billy Wilder

Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/70-jahre-kriegsende-die-sonne-scheint-es-ist-fruehling/11747502.html

Die Stunde Null – Deutschland 1945Video:

Die Stunde Null – Berlin im Sommer 1945 – Video:

Der 8. Mai 1945 – Deutschlands Stunde Null – Video:

Moderne (Deutsche Nachkriegszeit)Video:

Berlin – Ruine 1945 – Metropole 2000 – Video:

Ilse Werner – Das wird ein Frühling ohne Ende – Lied:

Der Herbst vor 25 Jahren: Als nicht nur Blätter gefallen sind…

Der Herbst 1989

4. September: In Leipzig versammeln sich nach dem traditionellen Friedensgebet mehrere hundert Menschen vor der Nikolaikirche. Sie fordern Reisefreiheit und die Abschaffung der Staatssicherheit (Stasi). Daraus entstehen die Montagsdemonstrationen.

10. September: In Grünheide bei Berlin gründet sich die DDR- Reformbewegung „Neues Forum“. Anfangs als „staatsfeindliche Plattform“ abgelehnt, wird sie am 8. November als politische Vereinigung zugelassen.

 11. September: Mehrere tausend DDR-Bürger, die in Ungarn ausharren, dürfen von 00.00 Uhr an nach Österreich ausreisen. Bereits im Mai hatte Ungarn mit dem Abriss des „Eisernen Vorhangs“ an seiner Westgrenze begonnen.

30. September: Nach wochenlangem Tauziehen erklärt sich die DDR- Regierung bereit, die mehr als 6300 Flüchtlinge in den bundesdeutschen Botschaften in Prag und Warschau in die Bundesrepublik „auszuweisen“. Sie fahren in den Westen.

7. Oktober 1989: Bei seinem Besuch zum 40. Jahrestag der DDR mahnt der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow grundlegende Reformen an. Zehntausende DDR-Bürger protestieren gegen das SED-Regime. Zahlreiche Demonstranten werden festgenommen.

9. Oktober: Mit dem Ruf „Wir sind das Volk“ demonstrieren in Leipzig 70 000 Bürger. 8000 bewaffnete Polizisten, Angehörige der Kampfgruppen und Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) stehen bereit. Der Einsatzbefehl wird aber nicht gegeben.

14. Oktober: Am Morgen trifft der 50 000. DDR-Flüchtling seit Öffnung der ungarischen Grenze in der Bundesrepublik ein.

18. Oktober: Egon Krenz löst Erich Honecker als SED- Generalsekretär ab. Krenz verkündet die Einleitung einer „Wende“, mit der die SED wieder in die politische und ideologische Offensive gehen will.

23. Oktober: In Leipzig beteiligen sich an der bis dahin größten Protestkundgebung in der DDR knapp 300 000 Menschen.

26. Oktober: Erstmals findet ein Treffen von SED und Opposition statt. Der Ostberliner SED-Bezirkschef Günther Schabowski empfängt die Initiatoren des Neuen Forums, Bärbel Bohley und Jens Reich.

29. Oktober: Bei einer Großveranstaltung in Ost-Berlin stellen sich Spitzenfunktionäre zum ersten Mal der Diskussion mit der Bevölkerung.

30. Oktober: In Leipzig gehen rund 250 000 Demonstranten mit Transparenten wie „Ein Land ohne Mauern“ auf die Straße. Die „Aktuelle Kamera“ des DDR-Fernsehens berichtet erstmals live vom Ort des Geschehens.

3. November: Alle 4500 DDR-Bürger in der bundesdeutschen Botschaft in Prag dürfen ohne Formalitäten in die Bundesrepublik ausreisen.

4. November: Bei einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz in Ost- Berlin demonstrieren nahezu eine Million Menschen für Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

6. November: Die DDR erlebt die größte Demonstrationswelle. Bei Protesten in Leipzig ist die Stimmung der rund 200 000 Teilnehmer aggressiv. Sie fordern: „Die Mauer muss weg“.

7. November: Die DDR-Regierung tritt zurück, tags darauf auch das SED-Politbüro. Krenz wird als Generalsekretär bestätigt. Im neu formierten Politbüro, dem höchsten Machtzirkel, herrscht Konfusion.

9. November 1989: Überraschend werden die Grenzübergänge geöffnet. Noch in der Nacht strömen Tausende zu einem Besuch in den Westen.

Quelle:

http://www.focus.de/politik/deutschland/geschichte-der-herbst-1989-und132wir-sind-das-volkund147_aid_452363.htmlARD Tagesschau – Zehn Tage im November 1989

Reihe von Videos:

Mauerfall

Am 4. November 1989 versammeln sich fast eine Million Menschen zu einer genehmigten Kundgebung auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin. Sie fordern Reformen in der DDR. Vier Tage später tritt das Politbüro geschlossen zurück. Bei der Neuwahl wird das Gremium von 21 auf 11 Mitglieder verringert. Die wichtigsten Repräsentanten der Honecker-Ära sind gestürzt. Am 9. November 1989, um 18:57 Uhr, stellt sich Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros, der Presse und verliest stockend “von einem Zettel, den mir jemand zugesteckt hat”, wie er später bekennt, einen Beschluss des Ministerrats: “Privatreisen nach dem Ausland können ohne Voraussetzungen (…) beantragt werden (…). Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD beziehungsweise zu Berlin (West) erfolgen.” Die Weitergabe der Nachricht ist von der DDR-Regierung nicht autorisiert, sie sollte erst am Morgen des 10. November veröffentlicht werden.Die überraschende Meldung verbreitet sich blitzartig im ganzen Land. Noch in der Nacht eilen Tausende an die Mauer in Berlin. Ohne Befehl öffnen Grenzsoldaten die Übergänge und in einem Freudentaumel ohnegleichen fallen sich fremde Menschen aus Ost und West in die Arme. Am Wochenende setzt sich eine Menschenflut in Bewegung. In endlosen “Trabi”- und “Wartburg”-Schlangen fahren sie in die Bundesrepublik und nach West-Berlin zu ihren Verwandten oder zu einem Bummel in die “Einkaufsparadiese”. Jeder bekommt 100 DM “Begrüßungsgeld” der Bundesrepublik.

Weiter lesen:

http://www.hdg.de/leipzig/ausstellungen/dauerausstellung/rundgang/friedliche-revolution-1989/

Öffnung und Fall der Mauer

Am frühen Abend des 9. November 1989 kurz vor 19:00 Uhr gab ZK-Sekretär Günter Schabowski am Ende einer Pressekonferenz eher beiläufig das Inkrafttreten einer neuen Reiseregelung für DDR-Bürger bekannt.

Nach langem Drängen der Bevölkerung hatte die SED-Führung am 6. November den Entwurf für ein Reisegesetz veröffentlicht, vom dem sie aber zunächst nur einen Teil – nämlich die Regelung für die Ausreise ohne Rückkehrrecht – in Kraft setzen wollte. Damit sollte vor allem der anhaltende Ausreisestrom über die CSSR gestoppt werden. Unter dem Druck der Demonstrationen in Leipzig, Berlin und weiteren Städten, die gegen den Gesetzentwurf protestierten, war die Regelung am Vormittag des 9. Novembers noch einmal überarbeitet worden. Sie enthielt nun auch eine Besuchsregelung: Ein Visum für Privatreisen mit Rückkehrecht sollte künftig ohne besondere Voraussetzungen und Wartezeiten ausgestellt werden.

Während der Pressekonferenz äußerte sich Schabowski dann vorzeitig zu der neuen Regelung. Aufgrund von Abstimmungsfehlern erklärte er den überraschten Journalisten, dass Privatreisen ins Ausland nun “ohne Vorliegen von Voraussetzungen – Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen – beantragt werden“ könnten. Die Genehmigungen würden kurzfristig erteilt; die Regelung gelte nach seiner Kenntnis „sofort, unverzüglich“.

Nachdem die Abendnachrichten der ARD die Schabowski-Äußerung um 20:00 Uhr als wichtigste Meldung unter der Schlagzeile „DDR öffnet die Grenze“ verbreitet hatten, versammelten sich vor den Übergangsstellen nach West-Berlin mehr und mehr Ost-Berliner, die von dem neuen Recht sofort Gebrauch machen wollten. Für die Grenzposten, die keinerlei Instruktionen hatten, war die Lage zunächst völlig unklar.

Um den Druck der Massen zu mindern, ließen die Posten am Grenzübergang Bornholmer Straße um 21:20 Uhr die ersten DDR-Bürger nach West-Berlin ausreisen. Allerdings ließ der Leiter der Passkontrolleinheiten ihre Pässe ungültig stempeln, was die Ausbürgerung der ahnungslosen Inhaber bedeutete. Gegen 23:30 Uhr war der Ansturm der Menschen [Film 13,31 MB] jedoch so groß, dass der Leiter der Passkontrolleinheiten, der noch immer ohne offizielle Dienstanweisung war, den Schlagbaum endgültig öffnete. Ca. 20.000 Menschen konnten in der folgenden Stunde ohne Kontrolle die Bösebrücke passieren. Auch die anderen innerstädtischen Grenzübergänge wurden im Verlauf des späten Abends geöffnet. Infolge der friedlichen Revolution in der DDR und der politischen Veränderungen in den Staaten Ost-Europas war in dieser Nacht die Berliner Mauer gefallen.

Auch an den folgenden Tagen wurde an den Übergängen nach West-Berlin auf alle Formalitäten verzichtet [Film 1,36 MB]. Die ganze Stadt befand sich im Freudentaumel. Auf dem Kurfürstendamm herrschte mehrere Tage lang Volksfeststimmung, viele Restaurants verteilten kostenlos Getränke an die Besucher. Nach mehr als 28 Jahren hatte die Mauer endlich ihren Schrecken verloren.

In der Folgezeit wurden immer mehr Übergänge zwischen den beiden Stadthälften geschaffen, am 22. Dezember 1989 auch am Brandenburger Tor. Der Abriss der innerstädtischen Mauer erfolgte in der Hauptsache von Juni bis November 1990. Souvenirjäger aus der ganzen Welt, die sogenannten Mauerspechte, hatten sich da bereits ein Stück vom Symbol des Kalten Krieges und seiner Überwindung gesichert. Heute können Interessierte den früheren Verlauf der Mauer über 20 Kilometer im Zentrum der Stadt nachvollziehen. Er ist im Boden durch eine doppelte Großsteinpflasterreihe gekennzeichnet. Die Breite des Grenzstreifens und der Aufbau der Grenzanlagen wird am besten in der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 111, veranschaulicht.

Quelle:

http://www.berlin.de/mauer/oeffnung/index.de.html

Reihe von Videos:

Der Bau der Berliner Mauer

Rund 2,7 Mio. Menschen hatten zwischen 1949 und 1961 die DDR und Ost-Berlin verlassen: ein Flüchtlingsstrom, der etwa zur Hälfte aus jungen Leuten unter 25 Jahren bestand und die SED-Führung vor immer größere Schwierigkeiten stellte. Täglich passierten rund eine halbe Million Menschen in beide Richtungen die Sektorengrenzen in Berlin und konnten so die Lebensbedingungen vergleichen. Allein 1960 gingen etwa 200.000 Menschen dauerhaft in den Westen. Die DDR stand kurz vor dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenbruch.

Noch am 15. Juni 1961 erklärte der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht, niemand habe die Absicht eine Mauer zu errichten [Film 0,81 MB]. Am 12. August 1961 gab der Ministerrat der DDR bekannt: “Zur Unterbindung der feindlichen Tätigkeit der revanchistischen und militaristischen Kräfte Westdeutschlands und West-Berlins wird eine solche Kontrolle an der Grenze der Deutschen Demokratischen Republik einschließlich der Grenze zu den Westsektoren von Groß-Berlin eingeführt, wie sie an den Grenzen jedes souveränen Staates üblich ist.” Dass sich diese Maßnahme in erster Linie gegen die eigene Bevölkerung richtete, der in Zukunft der Grenzübertritt untersagt war, erwähnte der Ministerrat nicht.

In den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 [Film 5,80 MB] wurden an der Grenze des sowjetischen Sektors zu West-Berlin provisorische Absperrungen errichtet und an den Verbindungsstraßen das Pflaster aufgerissen. Einheiten der Volkspolizei, der Transportpolizei sowie der sogenannten Betriebskampfgruppen unterbanden jeglichen Verkehr an der Sektorengrenze. Wohl nicht ohne Hintersinn hatte die SED-Führung einen Ferien-Sonntag im Hochsommer für ihre Aktion ausgewählt.

In den nächsten Tagen und Wochen wurden die Stacheldrahtverhaue an der Grenze zu West-Berlin von Ost-Berliner Bauarbeitern unter scharfer Bewachung durch DDR-Grenzposten mit einer Mauer aus Betonplatten und Hohlblocksteinen ersetzt. Wohnhäusern, wie z.B. in der Bernauer Straße, in der die Gehwege zum Bezirk Wedding (West-Berlin), die südliche Häuserzeile aber zum Bezirk Mitte (Ost-Berlin) gehörten, wurden in die Grenzbefestigung einbezogen: Kurzerhand ließ die DDR-Regierung Hauseingänge und Erdgeschoss-Fenster zumauern. Die Bewohner konnten ihre Wohnungen nur noch von der Hofseite betreten, die in Ost-Berlin lag. Bereits im Jahr 1961 kam es zu zahlreichen Zwangsräumungen – nicht nur in der Bernauer Straße, sondern auch in anderen Grenzbereichen.

Durch den Mauerbau wurden von einem Tag auf den anderen Straßen, Plätze und Wohnquartiere geteilt und der Nahverkehr unterbrochen. Am Abend des 13. August sagte der Regierende Bürgermeister Willy Brandt vor dem Abgeordnetenhaus: “(…) Der Senat von Berlin erhebt vor aller Welt Anklage gegen die widerrechtlichen und unmenschlichen Maßnahmen der Spalter Deutschlands, der Bedrücker Ost-Berlins und der Bedroher West-Berlins (…)”.

Am 25. Oktober 1961 standen sich amerikanische und sowjetische Panzer am “Ausländerübergang” Friedrichstraße (CheckpointCharlie) gegenüber: DDR-Grenzposten hatten zuvor versucht, Repräsentanten der Westalliierten bei Einfahrt in den sowjetischen Sektor zu kontrollieren. Dieses Vorgehen verstieß in den Augen der Amerikaner gegen das alliierte Recht auf ungehinderte Bewegungsfreiheit in der ganzen Stadt. 16 Stunden standen sich so, nur wenige Meter voneinander entfernt, die beiden Atommächte direkt gegenüber. Für die Zeitgenossen ein Moment allerhöchster Kriegsgefahr. Einen Tag später erfolgt auf beiden Seiten der Rückzug. Durch eine diplomatische Initiative von US-Präsident Kennedy hatte der sowjetische Staats- und Parteichef Chruschtschow für diesmal den Vier-Mächte Status von ganz Berlin bestätigt.

In der Folgezeit wurden die Sperranlagen weiter aus- und umgebaut und das Kontrollsystem an der Grenze perfektioniert. Die innerstädtische Mauer, die Ost- von West-Berlin trennte, hatte eine Länge von 43,1 Kilometern. Der Teil der Sperranlagen, der die übrige DDR an der Grenze zu West-Berlin abriegelte, war 111,9 Kilometer lang. Weit über 100.000 Bürger der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988 über die innerdeutsche Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen. Weit mehr als 600 Menschen wurden von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen; allein an der Berliner Mauer gab es zwischen 1961 und 1989 mindestens 136 Tote.

Quelle:

http://www.berlin.de/mauer/geschichte/index.de.html

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Das neue Deutschland

So schnell und erfolgreich die “äußere Einheit” nach 1990 hergestellt wurde, so schleppend verläuft der Prozess der “inneren Einheit”: das Zusammenwachsen der Deutschen. Insgesamt hat sich die politische und mentale Spaltung zwischen den beiden Teilgesellschaften im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre eher verfestigt als verflüchtigt. Die neuen Institutionen sind vielen Ostdeutschen fremd geblieben. Die Ernüchterung über die Realität führte nicht nur bei Ewiggestrigen zu einer Renaissance sozialistischen Gedankenguts, wonach die kapitalistische Bundesrepublik von sozialer Kälte beherrscht werde, auch ostdeutsche Normalbürger sahen sich als vom Westen bzw. vom Kapitalismus unterdrückt und ausgebeutet. Hiervon profitierte vor allem die erst in PDS und jetzt in “Die Linke” umbenannte SED, die bei Wahlen ihren relativen Stimmenanteil in Ostdeutschland verdoppeln konnte und sich nicht zuletzt durch die Popularität von Oskar Lafontaine auch im Westen ausbreitete.

Mit der praktizierten Demokratie zufrieden äußerte sich im Jahre 2009 nur gut jeder dritte Ostdeutsche; eine gute Meinung über das Wirtschaftssystem hatte nur gut jeder vierte. Doch auch unter Westdeutschen bröckelt die Zustimmung. Während zu Beginn der Vereinigung etwa 80 bzw. 60 Prozent mit Demokratie und Wirtschaftssystem einverstanden waren, verringerten sich die Anteile auf 76 bzw. 43 Prozent. Diesen Ergebnissen entspricht die Quote derjenigen, die davon ausgehen, dass die Demokratie prinzipiell die Probleme in Deutschland lösen kann. Diese Annahme teilen knapp zwei Drittel in den alten und etwa jeder Dritte in den neuen Ländern. Es besteht also weiterhin eine beträchtliche Differenz zwischen Ost und West in der Beurteilung der politischen Ordnung und des Wirtschaftssystems.[14] Einige Jahre zuvor lagen – unter dem Eindruck des konjunkturellen Einbruchs – die Zustimmungsraten sowohl im Osten als auch im Westen sogar noch deutlich niedriger. So glaubten 2007 nur jeder knapp jeder Zweite im Westen und jeder Vierte im Osten, dass die Demokratie fähig sei, Probleme zu lösen. Eine ähnliche Tendenz ist bei den Antworten auf die Frage, ob die Gesellschaftsordnung verteidigenswert ist, zu erkennen. Die Anteile derjenigen, die dies bejahten, stiegen zwischen 2005 und 2009 im Westen von 55 auf 68 Prozent und im Osten von 32 auf 37 Prozent. Dahinter verbirgt sich eine nicht unbeträchtliche Zahl von Personen in beiden Landesteilen, die Deutschland offenbar als “Wohlstandsdemokratie” betrachtet.

Trotz aller Kritik im Detail und einem Unbehagen an der Einheit generell ist sich jedoch eine sehr breite Mehrheit in den östlichen und eine Mehrheit in den westlichen Bundesländern darin einig, die Wiedervereinigung eher mit Freude als mit Sorge zu betrachten. Zurück in die reale Vergangenheit will im Osten nur eine kleine Minderheit, etwa jeder Zehnte. Die anderen, die zur nostalgischen Verklärung der DDR neigen, sehnen sich nach einer im Nachhinein konstruierten und idealisierten Gesellschaft zurück, die ihnen das verlorene Vertraute zumindest in den Träumen wiedergibt.[15] Anders sieht es im Westen aus: Hier beurteilt eine absolute Mehrheit die Zeit vor 1989 besser als die Zeit nach der Wiedervereinigung. Die Dimension von “Westalgie” übertrifft – von der Öffentlichkeit kaum beachtet – insofern die der “Ostalgie”.

Eine breite Mehrheit der Ostdeutschen möchte die heutigen Lebensverhältnisse nicht missen und keineswegs mehr mit denen in der DDR tauschen, aber sie fühlen sich oft von ihren Landsleuten missverstanden. Sie beklagen insbesondere eine fehlende Anerkennung ihrer Lebensleistung, die jedoch weder bezogen auf West- noch auf Ostdeutsche pauschal erfolgen kann. Es geht um die individuelle Lebensleistung, der Anerkennung gebührt, keineswegs um die Gleichsetzung von System und Lebenswelt. Gerade an dieser Differenzierung mangelte es in den vergangenen zwanzig Jahren. Westdeutsche rechneten sich die Überlegenheit ihres Systems zu und werteten gleichzeitig Ostdeutsche gemeinsam mit ihrem System ab. Erst wenn dieses Missverständnis ausgeräumt ist, kann das Zusammenwachsen ohne individuelle oder sogar kollektive Kränkungen gelingen. Dabei darf jedoch die notwendige Delegitimierung des SED-Regimes, der sozialistischen Diktatur, nicht zugunsten individueller Lebensleistungen aufgegeben werden. Ansonsten geht die zweite Säule des wiedervereinigten Deutschlands verloren: das Bekenntnis zu einer freiheitlich-demokratischen, mithin zivilen Gesellschaft.

Weiter lesen:

http://www.bpb.de/apuz/32608/deutschland-nach-der-wiedervereinigung?p=all

Video:

http://www.srf.ch/player/tv/srf-wissen/video/deutschland-von-der-teilung-bis-zur-wiedervereinigung?id=1704f0ae-07e6-4806-9849-91acb2ffcbec

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Wiedervereinigung – Fluch oder Segen?

1989 ist ein Schicksalsjahr in der Geschichte Deutschlands. Ein Land, das nach dem Zweiten Weltkriegentzweit wurde, wird wieder vereint. Familien werden zusammen geführt, alte Kontakte wieder neu aufgenommen. Die “Wiedervereinigung” war ein Glücksmoment in der bisher eher dunklen Geschichte der DDR.
Doch gleichzeitig bedeutete die “Wiedervereinigung” auch die Zerstörung eines Staatssystems. Natürlich endete auf diese Weise auch die Bespitzelung durch die Staatssicherheit (Stasi). DDR–Bürger, die sich mit dem westlichen System nicht auskannten, wurden betrogen und mussten den egoistischen Kapitalismus am eigenen Leibe erfahren. Menschen waren auf einmal arbeitslos. Selbstverständlich wurden mit der Wiedervereinigung nicht alle Träume erfüllt, es gab wirtschaftliche Probleme und sicherlich war für viele DDR–Bürger der Untergang ihrer geliebten Heimat ein schwerer Verlust. Doch kann man die Wiedervereinigung verteufeln, nur weil sie auch Probleme mit sich gebracht hat?
Schließlich hat es in der DDR auch zuvor Probleme gegeben. Nicht nur die Überwachung durch die Stasi und der übergroße Druck waren für viele Menschen schwer zu ertragen. Auch die Einschränkung der Meinungs- und Reisefreiheit hinderte die Bevölkerung, ihre Lebensträume zu verwirklichen. Viele DDR–Bürger wollte raus in die Welt. Dies erklärt auch, weshalb sich die DDR–Bevölkerung nach der Wende so sehr zerstreut hat. Marco Graba ist in der DDR aufgewachsen und erzählt: „Meine Freunde sind Tänzer in Paris, Erdbeerpflücker in Griechenland, Versicherungsvertreter in Aachen und Architekten in Norwegen geworden!“ Nur Dank der Wiedervereinigung hatten diese jungen Menschen überhaupt die Möglichkeit, so zu leben, wie sie es sich wünschen. Außerdem hat die Mauer Familien gegen ihren Willen zertrennt.
Auch Helen Warnat konnte aufgrund der innerdeutschen Grenze ihre Verwandtschaft im Westen nicht sehen. „Nach dem Mauerfall sind wir sofort nach Hamburg zu meinem Onkel gefahren“, erinnert sich die heutige Lehrerin begeistert. Nur durch die Wiedervereinigung sind all diese Erlebnisse möglich geworden.
Zwar hat es wirtschaftliche Probleme beim Wiederaufbau gegeben, doch diese sind mittlerweile weitestgehend bewältigt. Dass es heute noch Menschen gibt, die die Wiedervereinigung als negativ verstehen, ist unbegreiflich. Es kann in keinem Fall negativ sein, wenn sich ein Volk entscheidet, in einer Demokratie zu leben und eine Diktatur abzuschaffen. Seit der Wiedervereinigung geht es zum größten Teil auch der ehemaligen DDR – Bevölkerung besser, da die Unterdrückung ein Ende genommen hat.
Das zeigt doch, dass die Wiedervereinigung trotz kleiner, anfänglicher Probleme den Menschen die Rettung vor einer korrupten Diktatur gebracht hat!

Andererseits wurden mit der Wiedervereinigung nicht nur viele Träume erfüllt, sondern auch viele zerstört. Nach der Wende stiegen die Arbeitslosenzahlen in der ehemaligen DDR um ein Vielfaches gegenüber den alten Bundesländern. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen hatte dies mit dem großen Sanierungsstau in den Betrieben der ehemaligen DDR zu tun. Käufer der Betriebe wurden dadurch abgeschreckt, dass selbst in den modernsten Betrieben der DDR die Technik noch lange nicht auf dem neuesten Stand war. Außerdem war in DDR Zeiten eine Überbeschäftigung vorhanden. Die Zahl der beschäftigten Arbeitskräfte in den neuen Bundesländern sank wegen Privatisierungen, Ausgründungen und betriebsbedingten Kündigungen von 4,1 Millionen Mitte 1990 auf 1,24 Millionen am 1. April 1992. Das größte Problem war aber die Umrechnung der DDR-Mark in DM. Dabei passierte eine Aufwertung der Währung um 400%. Hätte man den korrekten Währungskurs benutzt, wäre der Wohlstand der DDR-Bürger gesunken und dies wäre für die politische Lage kontraproduktiv gewesen. Die DDR Unternehmen wurden durch d i e s e Aufwertung unprofitabel und es wurden viele Arbeitsplätze überflüssig. Außerdem fanden viele Unternehmen keine Käufer und die Unternehmen wurden mit einer gewissen Zufälligkeit verteilt. Es gab kaum Käufer aus der DDR. Zudem unterschätzte die Bundesregierung die wirtschaftliche Bindung an den Ostblock. Abschließend kann man sagen, dass die Treuhand keine effizient arbeitende Privatisierungsagentur war. Man muss aber auch berücksichtigen, dass im Zeitraum 1980-1987 weltweit nicht einmal 1000 Privatisierungsmaßnahmen von Staatseigentum durchgeführt wurde, die Treuhand musste mehrere 1000 Unternehmen in sehr kurzer Zeit privatisieren. Es sind viele Fälle von Fördermittelmissbrauch und Wirtschaftskriminalität bekannt, vor allem aus der Anfangszeit der Treuhand. Der ehemaligen Volkswirtschaft der DDR entstanden 3 bis 10 Milliarden DM Schaden. Außerdem wurde sich in mehreren Fällen fälschlicherweise am Westen orientiert. Produkte aus dem Osten waren nichts mehr wert. Bücher wurden nicht mehr gekauft, weil sie aus ostdeutschen Verlagen stammten. Es war ein viel zu großes Streben nach dem Westen vorhanden. Helen Warnat erzählte zum Beispiel, dass sich jede Woche die Schulbänke lichteten. Sehr viele Familien zogen in den Westen. Das ist heute immer noch so. Die
Binnenmigration von Ostdeutschland nach Westdeutschland ist sehr groß. Man kann an der Statistik erkennen, dass vor allem in den Jahren nach der Wende sehr viele Menschen nach Westdeutschland zogen. Die Zahl der Leute, die nach Ostdeutschland zogen, ist seit 1992 nahezu konstant, während die Fortzüge um 2001 einen kleinen Aufschwung erlitten. Dadurch, dass die Zahl der Fortzüge größer ist als die Zahl der Zuzüge, schrumpft die Bevölkerungszahl der neuen Bundesländer stetig. Unternehmen finden keine Arbeitskräfte mehr und die Dörfer vereinsamen.
Außer in den Ballungsräumen der großen Städte (Berlin, Potsdam, Dresden, Erfurt) wird für den Großteil der neuen Bundesländer bis 2020 eine starke Abnahme der Bevölkerung prognostiziert. Heutzutage wollen viele ostdeutsche Bürger die DDR zurück, sei es aus Nostalgie oder sei es, weil alles heute schöngeredet wird. Laut Marco Graba hat man nie eine Wiedervereinigung mit der BRD erreichen wollen, man wollte eine bessere DDR, einen zweiten deutschen, demokratischen Staat. Heute weiß man, dass dieses Ziel idealistisch war und nie geklappt hätte. Bei der Eingliederung in die BRD wurde alles aus der DDR schlecht geredet. Die Verfassung der DDR wurde an das Grundgesetz der BRD angeglichen. Man hätte eine komplett neue Verfassung machen müssen, da laut Grundgesetz (Artikel 146) ein komplett neuer Staat hätte entstehen müssen. Das Grundgesetz sollte eigentlich nur vorübergehend gelten, bis Deutschland wieder ein Land wird und der Staat eine Verfassung erhält.

Weiter lesen:

http://jugendreporter-wettbewerb.de/wette/die-wiedervereinigung-eine-wirkliche-erfolgsgeschichte/

Video:

Wolfgang Becker – Good Bye Lenin (2003)
Video:

https://www.youtube.com/watch?v=OoinsDXZ59c

David Bowie – Heroes (1977)

Video:

Gropiuslerchen – Berlin Berlin (Die Mauer ist weg) 1989

Video:

Roger Waters – The Wall in Berlin (1990)

Video:

John Watters – “9-11-9”

Video:

http://www.spiegel.de/kultur/musik/mauerfall-song-von-john-watts-ein-lied-fuer-berlin-a-660207.html

Rainer Maria Rilke – Herbst (11.9.1902)

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen

unendlich sanft in seinen Händen hält.

Quelle:

https://www.gedichte.com/threads/176121-Rainer-Maria-Rilke-Herbst

Video:

Dialectos y Hablas en España

Dialecto

Se conoce como dialecto al sistema lingüístico  que deriva de otro pero que no exhibe una diferenciación suficiente respecto a otros de origen común. Los dialectos, por lo tanto, suelen ser considerados con relación a un conjunto de varios sistemas lingüísticos de un tronco común o que se encuentran en un mismo límite geográfico. Otra definición de dialecto hace referencia a la estructura lingüística que no alcanza la categoría social de lengua.

Los dialectos están vinculados a la variedad lingüística y, por lo tanto, a la diversidad lingüística. Pese a que se suele considerar al dialecto como una especie de sistema de menor categoría o más simple que una lengua, los dialectos son, en realidad, formas particulares de hablar o de escribir una determinada lengua.

Es interesante establecer y conocer además que, de manera habitual, se tienen una serie de criterios para diferenciar a un dialecto. En este sentido, hay que destacar que entre los mismos se encuentra el hecho de que no cuenta con una tradición escrita, no tiene demasiadas diferencias gramaticales con respecta a la lengua dominante, quienes hablan dicho dialecto no tienen una nación propia y además que sus hablantes suelen ser pocos.

Todo ello sin olvidar que de manera frecuente se utiliza el término dialecto con un marcado sentido peyorativo pues se considera que aquel es “inferior” a la lengua oficial y que viene a demostrar básicamente la menor importancia social o cultural de quienes lo hablan de manera habitual.

En el caso de España nos encontramos con el hecho de que existen dos grupos claramente diferenciados de dialectos. Así, por un lado, están los septentrionales, que son los que se hablan en la mitad norte del país, y por otro lado están los meridionales, que son los que se utilizan en la mitad sur de la nación.

Ejemplos del primer caso son el asturleonés, el castellano riojano o el castellano churro, que es el que se hace presente en la zona de la Comunidad Valenciana.

En el segundo caso, el de los dialectos meridionales, nos encontramos con ejemplos de gran importancia como sería el caso del dialecto madrileño, caracterizado por el yeísmo, el laísmo, el leísmo o el loísmo. Asimismo, otro de los dialectos más importantes es el andaluz, que cuenta con una gran variedad en materia de léxico de origen mozárabe, romaní o árabe.

En este sentido, los dialectos pueden surgir por la variedad geográfica. En el caso del castellano, por ejemplo, el dialecto que se habla en España utiliza palabras como “ordenador” o “cerillas”, mientras que en América Latina esos términos no se usan (son reemplazados por “computadora” y “fósforos”).

Los especialistas hablan de dialecto de prestigio  para referirse al dialecto elegido por las personas más prestigiosas o que pertenecen a las clases sociales más altas en una comunidad de hablantes donde co-existen varios dialectos.

Por lo general se tienen en cuenta tres criterios para considerar si dos sistemas lingüísticos son dialectos o lenguas independientes: los dialectos deben ser mutuamente inteligibles sin aprendizaje previo, deben formar parte de un territorio políticamente unificado y deben poseer un sistema de escritura común.

Fuente:

http://definicion.de/dialecto/

El Castellano

Del latín castellānus, el concepto de castellano hace referencia al natural de Castilla y a aquello perteneciente o relativo a esta región de España. Por otra parte, la palabra castellano se utiliza como sinónimo de lengua española, en especial para marcar una distinción entre las otras lenguas que también se hablan en el territorio español.

En este sentido, el castellano es una lengua romance del grupo ibérico. Se trata de uno de los seis idiomas oficiales de la Organización de las Naciones Unidas (ONU) y del segundo idioma más hablado del mundo según el número de hablantes que lo tienen como lengua materna. Por otra parte, el castellano es el segundo idioma más estudiado en el mundo, por detrás del inglés.

Esta lengua es una continuación moderna del latín hablado (conocido como latín vulgar), que comenzó a desarrollarse tras la desintegración del Imperio Romano. Gracias a su propagación por América, el español es la lengua neolatina que ha alcanzado mayor difusión.

Tal es el crecimiento que ha experimentado a lo largo de la historia este idioma que ahora nos ocupa que en la actualidad se ha convertido en la segunda lengua más hablada del mundo, después del chino mandarín, en base al número de personas del planeta que la tienen como lengua materna. En concreto, las cifras que se barajan determinan que existen 420 millones de personas hispanohablantes.

Asimismo tampoco podemos olvidar, entre algunos datos curiosos, que es uno de los seis idiomas oficiales que tiene la ONU (Organización de las Naciones Unidas) y también que es la tercera lengua más utilizada en Internet.

La mayoría de hablantes del castellano se encuentran en Hispanoamérica. De los países con una mayoría hispanohablante, sólo España y Guinea Ecuatorial se encuentran fuera de América.

En Estados Unidos, el incremento de la población latina ha generado un gran avance de esta lengua. Incluso, en algunas regiones como Miami, el castellano se habla tanto como el inglés. De acuerdo al Instituto Cervantes, la cantidad de estudiantes de castellano en Estados Unidos creció un 70% entre 1986 y 1990, ante la importancia que comenzó a adquirir el idioma en el mundo occidental.

Además de todo lo expuesto, tenemos que determinar que existen otros significados para el término castellano. Así, con él también se hace referencia tanto al señor que posee un castillo como al gobernador de dicha fortaleza.

En este ámbito tenemos que subrayar, de igual manera, que por castellano se conocía además al caballero que en la Edad Media tenía armas y dos cabalgaduras que le servían para trabajar para un señor o un rey durante las batallas. Junto a él y al resto de sus vasallos combatía en las mismas y al final lo que obtenía como recompensa eran tierras que le permitían acrecentar su fortuna y tener una buena posición.

Un tiempo aquel al que nos hemos referido durante el cual además existió una moneda de oro que se dio en llamar castellano y que era propia de la zona de Castilla.

Fuente:

http://definicion.de/castellano/

En España conviven lenguas con variedades lingüísticas

Con el castellano, oficial en toda España, y lenguas como el catalán, el gallego y el euskera o vasco, cooficiales en las autonomías en las que más se hablan, conviven otras lenguas y variedades lingüísticas. «Junto a estas cuatro lenguas principales, conviene señalar la presencia del aranés, variante del gascón que se habla en el valle de Arán, en el Pirineo leridano, y del gallegoportugués en algunas localidades de la frontera con Portugal. Además, es necesario apuntar la pervivencia de dos variedades históricas importantes, el leonés y el aragonés». Así inicia la doctora en Filología Románica Pilar García Mouton su libro «Lenguas y dialectos de España» (Arco Libros) del que está a punto de salir la sexta edición.

La profesora de Investigación en el Instituto de Lengua, Literatura y Antropología del CSIC añade además las lenguas no autóctonas habladas por inmigrantes (árabe, rumano, chino, etc) y de otros extranjeros asentados en determinadas zonas, el caló de los gitanos, el árabe dialectal del norte de África o la variedad del bereber que tiene como lengua materna parte de la población de Ceuta y Melilla.

Entre los dialectos, García Mouton diferencia entre los «históricos» (que se pueden considerar también lenguas), que vienen directamente del latín como el castellano/español, el catalán, el gallego o el asturleonés, y los «innovadores», que proceden del castellano, como el andaluz y las variedades extremeñas, murcianas y canarias. «Lo de lenguas y dialectos minoritarios es relativo. En general se aplica a los que no tienen ningún tipo de protección oficial, pero hay quien lo amplía a lenguas que están en situación desigual en el uso, porque sus hablantes son bilingües y conviven en una situación de diglosia con otra lengua más fuerte socialmente», explica la asesora de la Fundéu.

La Unesco considera «en peligro» al aranés, con menos de 3.000 hablantes, el aragonés, con unos 10.000 y por encima de los 150.000 el asturleonés (que engloba el asturiano, las hablas leonesas de Zamora, León y Salamanca y algunos restos más al sur). En situación «vulnerable» sitúa al euskera (unos 660.000 aunque García Mouton duda de si la Unesco incluye en su recuento a hablantes del sur de Francia).

«Desde principios del siglo XX los dialectólogos vienen advirtiendo de que hay que recoger deprisa todos los testimonios lingüísticos porque están en riesgo y, sin embargo, de una forma u otra han pervivido mucho más de lo que se pensaba», tranquiliza en parte la coordinadora del proyecto del CSIC para elaborar el Atlas Lingüístico de la Península Ibérica.

Las lenguas y los dialectos que han sobrevivido en España, continúa García Mouton, «lo han hecho en una situación de convivencia con el castellano mucho más dura que la actual, desde el punto de vista de la consideración social y de la protección oficial».

Las situaciones de bilingüismo, recuerda la filóloga, se pueden mantener durante mucho tiempo. «Lenguas y dialectos históricos han sufrido a lo largo de los siglos la influencia del castellano y ahora sufren la de la lengua oficial, el español, pero ellos a su vez han permeado el español que tienen más cerca, de manera que recoge léxico, entonación, giros, etc. que vienen de esas lenguas y de esos dialectos», añade.

A juicio de la coautora junto a Alex Grijelmo de «Palabras moribundas» (2011), las hablas locales «son las que pueden correr más riesgo, pero todo dependerá de sus hablantes». Se conservaban mejor cuando las comunidades vivían aisladas que en el mundo actual globalizado. «Los medios de comunicación y la educación tienden inevitablemente a generalizar los usos lingüísticos más “rentables” para el hablante, y fenómenos como el turismo y las buenas comunicaciones contribuyen a desdialectalizar algunas zonas aisladas que hablaban variedades locales, como las pirenaicas», constata Pilar García Mouton, pero al mismo tiempo su consideración social ha cambiado, contribuyendo a su conservación. «La tendencia es a que el número de hablantes disminuya, pero también hay una voluntad de mantenerlas por parte de la comunidad que las considera parte de su patrimonio».

Más riesgos y más protección

Hoy se protege este legado «mucho más» que hace cincuenta años. «En general se valoran las lenguas y los dialectos», continúa la experta del CSIC; aunque «esto no quiere decir que sea suficiente para preservarlos de los peligros que existen en un tipo de sociedad tan comunicada como la nuestra, que tiende a nivelar las diferencias».

Será la comunidad de hablantes la que decida el destino de lenguas y dialectos, a juicio de la filóloga. «Los que consideren importante su variedad, pondrán especial empeño en transmitírsela a sus hijos».

García Mouton considera «una pena que se haya politizado tanto todo lo relacionado con el legado lingüístico, que debería considerarse patrimonio de todos, una riqueza cultural». En su opinión, convendría seguir la recomendación de la Unesco de escolarizar a los niños en su lengua materna y luego ir añadiendo otras a sus conocimientos. «Y también convendría que a los niños españoles se les enseñase desde pequeños que, además de la suya, hay otras lenguas en su entorno, y que aprendiesen rudimentos de esas otras lenguas a través de canciones, adivinanzas… Así se familiarizarían con ellas, aprenderían a valorarlas y a la larga desaparecerían ciertas actitudes heredadas».

Fuente:

http://www.abc.es/cultura/20140929/abci-lenguas-minoritarias-espana-201409191121_1.html

Mapas:

Presentación:

http://prezi.com/o1a2yds7ncwd/dialectos-del-castellano-en-espana/

ALDUNOS DIALECTOS

El Andaluz

Alvar ejerce un poder magnético entre muchos lingüistas andaluces gracias a una obra magna: su Atlas Lingüístico y Etnográfico de Andalucía. Alvar inició este trabajo descomunal en 1951. El filólogo recorrió 260 pueblos andaluces durante ocho años. El resultado fue formidable. Alvar consiguió una detallada fotografía del habla andaluza.

El filólogo corta las polémicas que rodean el andaluz con el bisturí de un científico de la lengua. Para denominar la modalidad lingüística andaluza prefiere el término “dialecto”. Rechaza el término “habla de tránsito”. Y no le convence demasiado el término “español meridional”. “¿Habla de tránsito de qué? Elimine ese término. Creo que los otros dos términos -“español meridional” y “dialecto”- valen para denominar la modalidad lingüística andaluza. Con todo, español meridional no es sólo el andaluz. También son español meridional el murciano y el canario. Lo mejor es llamar dialecto al andaluz. La palabra “dialecto” especifica muy bien lo que queremos decir”, afirma Alvar, sentado en la sala de su casa de Madrid.

Hay personas que consideran peyorativa la palabra “dialecto”. Este tipo de opiniones no son, a juicio de Alvar, sino “complejos de inferioridad estúpidos”. Para el filólogo, lo primero es el criterio científico de la lengua. Cualquier otra consideración no le merece respeto. La idea defendida por algunas personas de que los locutores y presentadores de radio y televisión utilicen el andaluz también merece su rechazo. “No estoy de acuerdo con eso. Eso no demuestra más que un espíritu de pueblo. Pero vamos a ver, ¿qué andaluz deberían emplear estos locutores y presentadores? ¿El de Ayamonte (Huelva) o el de Pulpí (Almería)? Buscar presentadores que hablen en andaluz para contar los partes de la guerra de Kosovo es una idea que me parece una sandez supina”, señala el filólogo, que ha trabajado en el Foro Andalucía Nuevo Siglo.

Alvar aboga por hablar “la lengua de cultura”. “He sido profesor en Pekín, California, Chile y Perú. ¿Si hubiera hablado en dialecto, cree usted que me hubieran llevado a algún sitio? He trabajado en esas universidades porque me entienden, porque hablo en la lengua de cultura”, recalca.

Su opinión sobre el denominado andaluz culto o ejemplar (alejado del vulgarismo, pero que mantiene la fonética andaluza) no es demasiado alentadora. “Eso se llama español. Yo no llegué a conocer a don Antonio Machado. Unos me han dicho que hablaba un sevillano cerradísimo. Otros me han comentado que hablaba un español medio. ¿Por qué hay opiniones tan diferentes sobre cómo hablaba Machado? Porque lo mismo les daba que hablara en sevillano que en español medio, debido a que lo entendían perfectamente. Federico García Lorca escribía en la lengua culta común a nosotros. Lo que es lógico es que hablara con una entonación granadina”, agrega Alvar.

El filólogo tiene un recuerdo para Elio Antonio de Nebrija (Lebrija, 1441-Alcalá de Henares, 1522). Nebrija contribuyó al proceso de unificación del castellano iniciado por los Reyes Católicos. Su Gramática castellana (1492) es la primera de una lengua romance. “El humanista Juan de Valdés decía que Nebrija era un andaluz que ensuciaba la “polideza” (tersura, lustre) de la lengua castellana. Lo que supuestamente ensuciaba esa “polideza” de la que hablaba Valdés no era la fonética -seseo, ceceo…- sino el vocabulario que usaba. Porque Nebrija se iba con la gente de su pueblo e iba aprendiendo con ellos todas esas palabras que designan las cosas pequeñas (alimañas, hierbas…). Este gramático llegó a escribir en un texto que estaba “aprendiendo” de sus “maestros de Lebrija”. Y lo prodigioso es que en Lebrija la gente continúa hoy en día hablando con esas palabras que se utilizaban en el siglo XV”, recuerda Alvar.

El amor de este filólogo al andaluz, los largos años de trabajo gastados en su análisis, no le llevan a aceptar propuestas como la creación de cátedras de Lingüística Andaluza. “Eso no tiene sentido. En todas partes se llega a aberraciones de este tipo. Hace unos años estaba en un congreso en Aragón. Entonces se levantó un bárbaro y me espetó: “¿Por qué habla usted de Aragón sin ser aragonés?”, relata Alvar. El filólogo -que publicó El dialecto aragonés en 1953 y que es Premio Aragón de las Letras- se quedó estupefacto ante la invectiva de aquel personaje. Con todo, Alvar tuvo fuerzas para replicarle. Le contestó con una cita de Valle-Inclán. “De acuerdo con su opinión, de los elefantes sólo podrían hablar los paquidermos”, le dije a aquel bárbaro”, recuerda Alvar.

La posible pérdida de muchos términos que figuran en su Atlas Lingüístico y Etnográfico de Andalucía ante la evolución de la sociedad es una posibilidad que está ahí. La uniformación que propicia la televisión o la reducción del vocabulario en amplios sectores sociales es un factor a tener en cuenta. “Esa gente [que habla un lenguaje pobre] no es la gente rural. No es el campesino que siembra y cosecha y que mantiene el vocabulario. Hay unas cosas que desaparecen por la historia porque la vida lleva unos derroteros que antes no teníamos”, concluye Alvar.

Fuente:

http://elpais.com/diario/1999/11/30/andalucia/943917753_850215.html

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El Aragonés

Lengua autóctona de Aragón , de filiación románica. Sinónimo de lengua aragonesa, que a veces también se denomina altoaragonés . Con frecuencia los filólogos hablan de dialecto aragonés, denominación que convendría más a la modalidad del castellano hablado en Aragón. Se aplica en lingüística el término dialecto a una lengua en cuanto proveniente de otra, de la que se ha diferenciado, en mayor o menor grado, y de la cual forma parte o depende genéticamente porque procede de ella. Así, puede llamarse dialecto del castellano el castellano hablado en Aragón, porque es una modalidad de él, con características propias distintas de las del castellano de Andalucía o del de América. Por el contrario, el aragonés procede, al igual que el resto de las lenguas románicas, del latín . Puede decirse, entonces, que el aragonés es un dialecto del latín, como lo son cada una de las lenguas románicas. Sólo en este sentido genético puede aplicarse con propiedad el término dialecto al aragonés.

Actualmente se conserva, mermado y empobrecido, en el norte de Aragón, en el área aproximadamente delimitada por la línea Ansó Santa Eulalia de Gállego Fonz Benasque . Sus fronteras lingüísticas por el sur y el oeste están muy difuminadas a causa de la castellanización; por el este, la transición gradual del aragonés al catalán se hace a través del ribagorzano ; por el norte, la frontera administrativa conforma también los límites con el gascón . Actualmente hablan el aragonés, de una manera más o menos cotidiana y en estado relativamente puro, unas 10 ó 12.000 personas. Si a éstas se añaden las que lo conocen, lo emplean ocasionalmente o lo hablan muy castellanizado, resultaría una cifra de 40 a 60.000 personas. No existen estadísticas exactas y sería difícil lograrlas, dado el estado de descomposición en que actualmente se encuentra el aragonés en la mayoría de las zonas. A pesar de los graves problemas sociolingüísticos que ha soportado y soporta, el aragonés posee una modesta literatura y su propia gramática .

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http://www.enciclopedia-aragonesa.com/voz.asp?voz_id=1113

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El Aranés

Aranés es el nombre que recibe popularmente en el Valle de Arán la variedad dialectal gascona de la lengua occitana. Aunque se trata de la denominación más extendida, en ningún caso se emplea con motivos secesionistas y el consenso sobre la pertinencia del aranés a la lengua occitana es prácticamente total y reconocido legalmente.

La presencia de la lengua y cultura occitanas en territorio catalán se explica por motivos históricos, cuando en el siglo XV se integró de manera pactada en Cataluña. A pesar de su vinculación política con este territorio, su aislamiento geográfico le ha permitido conservar durante siglos y hasta la actualidad su carácter y patrimonio occitano, actualmente reconocido legalmente con el autogobierno del valle.

El occitano es una lengua indoeuropea proveniente del latín, de la rama románica oriental. A pesar del esplendor cultural que vivió durante la edad media, ha ido experimentando un constante declive fuertemente acentuado a partir de la revolución francesa. Si bien durante los siglos XII y XIII fue la lengua de cultura en las cortes del sur de Europa, la progresiva extensión del francés, acentuada con la revolución de 1789, lo fue arrinconando primero de los ámbitos públicos y de cultura y, después, también de los privados y populares. Desde un punto de vista lingüístico, el occitano se divide en seis variedades: el alpino, el auvernense, el gascón, el limosín, el languedociano y el provenzal. La variedad aranesa pertenece al grupo de hablas gasconas. La lengua occitana, actualmente, se habla en el sur de Francia, en las provincias italianas del Piamonte y Liguria, en Mónaco y en el Valle de Arán, en el noroeste de Cataluña. Su número de hablantes no está establecido con precisión, pero actualmente se sitúa entre 1.000.000 y 3.700.000. De ellos, se considera que en torno a 5.000 son hablantes de aranés.

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El Asturleonés

El romance asturleonés es el resultado de la evolución del latín que introdujeron los conquistadores romanos en el territorio de los ástures, pueblo prerromano que habitó, grosso modo, la mayor parte de Asturias y León, el occidente zamorano y el noreste portugués. La ocupación y colonización romana de Asturia llevó a la organización de una administración que se articuló gracias a un convento jurídico, el Conventum Asturum con capital en Asturica Augusta, la actual Astorga, ciudad que se convirtió en el principal centro de romanización de los ástures. Pero para la definitiva conformación y diferenciación de lo que sería el dominio lingüístico asturiano –leonés fue decisiva la existencia del reino medieval de Asturias y de León que tuvo entidad política entre los siglos VIII y XIII. En definitiva, en Asturias y en León se generó un romance autóctono, el asturleonés, que constituye uno de los idiomas románicos peninsulares junto con el gallego–portugués, el castellano, el aragonés y el catalán que si bien surgen del latín, son a su vez el resultado de la situación política, cultural y social que se creó en la Península Ibérica durante la Edad Media. Xulio Viejo (2003, pp. 297–301) apunta el papel que jugaron tres ciudades en la evolución interna del asturleonés como fueron Astorga, la capital del Conventum, y Oviedo y León, ambas sede de la corte del reino medieval en momentos históricos diferentes. No podemos olvidar tampoco la importancia de centros culturales como los monasterios de Sahagún o Moreruela, o de las antiguas vías de comunicación a la hora de singularizar este romance en relación con los vecinos y de explicar los límites dialectales internos del dominio lingüístico. De esta forma, la interacción social, el intercambio económico, la actividad cotidiana, la acción política y militar fueron determinantes para que el asturleonés contara y cuente con rasgos y tendencias propias.

Del año 1171 y procedente de Sahagún es el primer documento leonés que conocemos completamente redactado en romance asturleonés. Es precisamente entre los siglos XII y XIII cuando el asturleonés alcanzó su máxima expansión territorial y una situación de relativa normalidad al ir alcanzando la lengua del reino una serie de usos formales que fue ganando al latín como fueron su empleo en la literatura, (Poema de Elena y María, El Libro de Alexandre), en el ámbito de la justicia (con la traducción del Forum Iudicum visigodo al asturleonés), o en la administración y organización de territorio como lo prueban los fueros de las principales ciudades del reino que fueron redactados en asturleonés o romanceados en este idioma desde el latín. Después de la incorporación del Reino de León a la Corona de Castilla en el año 1230 es cuando el asturleonés alcanzó un mayor nivel de uso escrito e incluso institucional, aunque desde finales del siglo XIII el castellano comenzó a sustituir al asturleonés en la escritura en un lento proceso que no se consumó completamente hasta el siglo XV. La perdida de poder político de los territorios del antiguo reino leonés, su escasa población y su inferior nivel de desarrollo económico en relación con otros territorios de la Corona, así como la mencionada sustitución del asturleonés en la escritura a favor del castellano que fue muy promocionado por los monarcas desde Alfonso X, fueron circunstancias que favorecieron su retroceso social, territorial y la pérdida de prestigio hasta quedar reducido a la condición de lengua oral. Aun así, al comenzar el siglo XX el asturleonés todavía se hablaba a las puertas de las ciudades de León y Zamora como demuestran las encuestas lingüísticas de la época. Fue en ese momento cuando comenzó el estudio científico del asturleonés así como un incipiente cultivo literario que no fue suficiente para evitar el abrumador avance del castellano que se ha constatado en las comarcas leonesas a lo largo de la pasada centuria.

En la actualidad el asturleonés como realidad viva en sus distintas variantes se mantiene en León y Zamora de una forma muy precaria por unos pocos hablantes que se pueden llamar patrimoniales y que invariablemente son de edad avanzada. Si hasta el siglo XX la castellanización lingüística del territorio leonés se producía de manera lenta y se desarrollaba esencialmente por la amplia zona contacto entre los dos idiomas, en la pasada centuria el castellano penetró cada vez más siguiendo las vías de comunicación más importantes y desplazando al asturleonés de los núcleos de población más relevantes. Por lo tanto, los difusos límites del asturleonés en la provincia de León se encuentran hoy a partir del río Órbigo hacia el oeste y en la zona montañosa del norte leonés, y en Zamora en las comarcas de Sanabria, Aliste y La Carballeda. Son las zonas señaladas como 1 y 2 por Borrego Nieto (1996, pp. 141–149) en su estudio sobre el leonés, quien dice que “en la parte más occidental de León y el noroeste de Zamora el dialecto mantiene una cierta coherencia de código distinto, al menos en determinados hablantes”, hasta el punto de que en la señalada como zona 1, “el dialecto se percibe como un código distinto, capaz de alternar con el castellano en una especie de juego diglósico”. La realidad es que en esta estrecha franja territorial que comprende la alta Sanabria, La Cabrera, parte del alto Bierzo, Fornela y los valles noroccidentales leoneses, desde Palacios del Sil a Babia, es donde podemos decir que el asturleonés está en uso hoy en las dos provincias mencionadas. Por otro lado, las distintas variedades del asturleonés hablado siguen estudiándose en la actualidad lo que constata que sigue siendo una realidad viva.

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http://www.funjdiaz.net/folklore/07ficha.php?ID=2515

El Bable

En Asturias hablan bable unas 200.000 personas, el 20% de la población. Es una lengua minoritaria que, a juicio de este investigador de Filología asturiana, se va diluyendo en el castellano. Su porvenir dependerá de si los ciudadanos de Asturias creen en ella, «si no es así, no tendrá futuro, aunque los políticos y las leyes digan otra cosa», asegura. Y la sociedad asturiana, a su juicio, «no parece apostar por un uso instrumental y vehicular» de esta lengua romance de la que se tienen noticias desde el siglo XVII.

-¿Cuáles son las primeras referencias al «bable»? ¿Se hablaba entonces más o menos que ahora?

El historiador benedictino Luis Alfonso de Carvallo ya habla de la «lengua asturiana» a comienzos del siglo XVII. Ahora bien, la primera mención del término bable es del intelectual ilustrado Carlos González de Posada, amigo y colaborador de Gaspar Melchor de Jovellanos. Posada escribe en 1794: «Idioma asturiano que allí dicen vable» (aparece escrito con «v», vable, en una época sin regularización ortográfica, pero inmediatamente las menciones aparecen como bable). A partir de Posada, y ya en su misma época -comenzando por el propio Jovellanos-, el uso de bable es bastante común. Ahora bien: hay que precisar que bable siempre ha sido una denominación confinada al uso erudito, académico, intelectual, literario. El pueblo llano siempre se ha referido a su habla o lengua como asturianu o asturiano (según las zonas geográficas); esto se ve perfectamente en el mapa correspondiente del Atlas Lingüístico de la Península Ibérica, confeccionado en los años 30 del s. XX. De esto doy plena fe en el uso doméstico en el que me crié: siempre dijimos asturianu. En un estudio que hice en 1985, comprobé lo que era una sospecha: que asturianu es el nombre que la gente da a su habla, y bable (que es una denominación también conocida) se reserva más bien para el uso elaborado, escrito o académico de la lengua: algo así como «yo hablo asturianu y me gusta la poesía en bable».

-¿Cuáles son los orígenes de la lengua asturiana? ¿Cuáles son las referencias históricas más antiguas?

Desde un punto de vista histórico, en la lingüística hispánica se denomina «asturiano» -y quizá más adecuadamente «asturleonés»- a uno de los romances ibéricos, es decir, a una de las lenguas o dominios lingüísticos que históricamente se formaron en la Península Ibérica a partir de la evolución y disgregación geográfica del latín vulgar hispánico.

Se suele citar como primer documento del asturleonés la llamada Nodicia de kesos, un inventario de quesos de finales del siglo X, procedente de cerca de la ciudad de León. Sin embargo, tiene más entidad, como primer documento en asturleonés o asturiano, el Fueru d’Avilés, otorgado por Alfonso VI de León en el s. XI, aunque se conserva en copias posteriores.

-¿Qué caracteriza al bable y lo distingue de otros dialectos?

Desde un punto de vista técnico, estrictamente lingüístico o glotológico, el asturleonés (o asturiano) es una de las lenguas romances de la Península Ibérica, lo que implica que no se originó a partir de otros romances (castellano o gallego, pongamos por caso). Los dialectos son variedades de lenguas, y el asturleonés o asturiano no es una variedad ni de castellano ni de gallego, eso es una obviedad para cualquier lingüista y dialectólogo. Lo que sucede es que una gran parte de los hablantes de asturleonés o asturiano están muy castellanizados, en cuyo caso sí se puede decir que hablan un dialecto del castellano, pero no se puede decir eso de los hablantes que aún conservan la lengua en un estado de conservación notoria.

Dicho esto, digamos que el asturiano es una lengua que comparte ciertos rasgos con el gallego, otros con el castellano, y presenta al mismo tiempo otros rasgos propios. Vamos, parecido a lo que sucede con el resto de lenguas románicas peninsulares. Por ejemplo, el asturiano coincide con el gallego en la colocación de los pronombres átonos con el verbo, en un ejemplo como «tráxomelu» (me lo trajo, me lo ha traído). Con el castellano comparte la «ll» de palabras como castiellu o callar, por poner un ejemplo. Y, finalmente, el asturiano tiene rasgos propios, como la concordancia de neutro, en un ejemplo como «la ropa vieyo tirólo» (la ropa vieja la ha tirado).

-¿En qué se diferencia del castellano?

El asturiano y el castellano tienen, lógicamente, rasgos mutuos compartidos y rasgos mutuos diferenciales. Entre estos, podemos citar rasgos fonológicos: vocal u final para marcar el masculino singular; conservación de la f inicial en palabras como falar ‘hablar’, fierru ‘hierro’, fayéu ‘hayedo’, filu ‘hilo’, etc.; ll inicial en palabras como lluna ‘luna’, lletra ‘letra’, llavar ‘lavar’, llimpiu ‘limpio’, etc.; «y» en palabras como trabayu ‘trabajo’, muyer ‘mujer’, espeyu ‘espejo’, etc.; «x» en palabras como xente ‘gente’, xuegu ‘juego’, páxaru ‘pájaro’, Xixón ‘Gijón’, etc.

Entre los rasgos gramaticales: plurales femeninos en -es, como en «les cases blanques» (las casas blancas), «les fabes» (las alubias); género neutro para no contables, como «la ropa vieyo» (la ropa vieja), «la xente vien contento» (la gente viene contenta); sistema peculiar de colocación de pronombres átonos, muy semejante al gallego, como en «préstame» (me gusta), «nun me presta» (no me gusta); predilección por los tiempos verbales simples, como «cayéronte les llaves» (se te han caído las llaves), «yá falara de la que lleguesti» (ya había hablado al llegar tú). Por supuesto, el léxico del asturiano tiene una personalidad propia en multitud de campos semánticos y nocionales, aunque también tiene muchas coincidencias.

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http://www.abc.es/sociedad/20140915/abci-polemicas-asturiano-siempre-sale-201409121506.html

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El Churro

El castellano churro es la denominación popular de un conjunto de variedades dialectales del castellano, especialmente la de la comarca de los Serranos, en la Comunidad Valenciana; y más genéricamente la del habla de las Comarcas churras valencianas limítrofes de la Hoya de Buñol, Rincón de Ademuz, Canal de Navarrés, Alto Palancia y Alto Mijares. Además, algunas de las características de estos dialectos se pueden encontrar a veces también en el castellano hablado en la zona históricamente valencianohablante, sobre todo en lo referente a la fonética.

Actualmente, como en todas partes, las características propias de estas variantes del castellano tienden a desaparecer y ser sustituidas por el castellano estándar. El habla churra ya sólo se aprecia de forma importante en las zonas más aisladas o entre los hablantes de más edad.

Los habitantes de La Serranía se llaman a sí mismos “churros” o “churricos” con gran orgullo y sentimiento de pertenencia a la misma comarca. Algunas teorías o leyendas sobre por qué se llama churro a la manera de hablar de las comarcas arriba mencionadas son:

  • Este dialecto puede deber su nombre a que, antiguamente, en la entrada norte de Valencia, había una churrería casi en las afueras de la ciudad, y por ello a todo forastero que llegaba de esa dirección se decía que “venía de la churrería”, por lo que adoptaron el nombre de churros hasta la actualidad. Esta teoría es un cuento popular contado a los niños para identificar a los forasteros que no necesariamente son de los serranos.
  • Realmente se debe su nombre a que en la época foral los habitantes de Alpuente, la entonces capital de la taifa del mismo nombre y de lengua similar a la hablada en el sur de Aragón, no sabían pronuciar el “yo juro” cuando juraban las nuevas leyes traídas por el Rey Jaime I tras su conquista, en la lengua oficial valenciana (“jo jur / jure”) y pronunciaban churro. Así queda reflejado en los documentos encontrados en el castillo de esta villa.
  • Otra posibilidad es que churro se originara primero como adjetivo peyorativo referido al habla castellanoaragonesa del interior de la Comunidad Valenciana y finalmente como calificativo de estas personas. En valenciano popular y en el castellano de castilla, así como en astur-leones y en la variante andaluza y aragonesa del catellano y es frecuente el uso de churro para referirse a una cosa mal hecha, por lo que churro pueda entenderse como una forma de hablar mezclada (aragonés, valenciano y castellano) percibida así como churro.
  • Más sólida es la opinión de Vicente Llatas Burgos cuando afirma que en tiempo de los moros a los naturales de la comarca de los Serranos se les llamaba “churri”, voz que deriva de “tzurios”. “Tzuria” en vasco equivale a “blanco” y el río Turia en la comarca de la Serranía y el Rincón de Ademuz se ha llamado tradicionalmente Blanco. El nombre de churro se ha asignado únicamente a los castellanohablantes de las comarcas valencianoparlantes lindantes con la Serranía. No así en las que lindan con otras comarcas donde se les refiere con el nombre de “castellans”, no conociendo los valencianohablantes este significado de la palabra “xurro” en comarcas como la Vall d’Albaida o l’Alcoià. Como curiosidad cabe decir que en el habla churra de la Serranía, un churro es una planta.

Fuente:

http://noticias-de-hoy.es/castellano_churro

El Canario

Es bastante similar al español hablado en Cuba, Puerto Rico, Venezuela y Republica Dominicana. Existen teorías que definen este dialecto como una fusión entre la lengua portuguesa y el español.

El origen de este dialecto se remonta a tiempos anteriores a la conquista de las Islas Canarias por parte de la Corona de Castilla, ya que en las primeras expediciones que llegaron a las islas para su conquista predominaban las personas procedentes de Andalucía y Portugal. Tras dicha conquista se produce un fuerte proceso de aculturación, ya que prácticamente desaparecen una serie de dialectos bereberes de la población prehispánica, conocidos como Guanches que vivían en la isla de Tenerife. De este dialecto sólo sobreviven una serie de nombres y términos relacionados con nombres de plantas y animales, ganadería, y muchos topónimos y antropónimos.

El habla canaria incluye gran cantidad de voces propias, los llamados “canarismos”. Canarismos procedentes de formas dialectales del idioma español, ejemplos:

Canarismos de origen americano.- Proceden fundamentalmente del área del Caribe (Cuba, Puerto Rico, Venezuela) y fueron introducidos en Canarias como consecuencia del fuerte nexo emigratorio que durante siglos unió a las islas con América. Son términos vinculados a cualquier ámbito de la cultura tradicional isleña y tienen mayor arraigo en las islas occidentales (La Palma, El Hierro, La Gomera y Tenerife) que en las orientales ( Gran Canaria, Lanzarote , Fuerteventura) por la vinculación más continuada de aquellas con el Nuevo Mundo. Ejemplos de ello son los vocablos “papa” (patata), “guagua” (autobús).

Canarismos de origen andaluz: Se trata de un reducido grupo de voces introducidas por los andaluces desde los inicios de la conquista y colonización del archipiélago. Ejemplos de andalucismos en el habla canaria son “embelesar” (adormecer).

Canarismos procedentes del castellano antiguo o arcaísmos:
Proceden de voces castellanas antiguas, extintas en otras zonas de habla española, y conservadas en Canarias por particularidades culturales y geográficas de las islas, como el aislamiento de las mismas respecto a las áreas donde se imponía la norma estándar. Fueron introducidas de manera inmediata a la Conquista de Canarias y han permanecido a pesar de haber dejado de formar parte del español normativo. Ejemplos de ello son “bezo” (labio) o “correr” (en el sentido de expulsar, echar a alguien).

Canarismos procedentes de idiomas distintos al español
La presencia de estos términos en el dialecto canario remite a contextos históricos diversos, dando muestra de los contactos y las situaciones culturales vividas por el pueblo canario durante siglos. Se pueden distinguir cinco grandes grupos:

Canarismos de procedencia guanche o aborigen: Términos de origen bereber que sobrevivieron al proceso de colonización cultural vivido en Canarias desde comienzos del siglo XV. Suelen estar vinculados al mundo de la flora y la fauna canarias (“tabaiba”, “tajinaste”, “perenquén”, “guirre”), a la actividad ganadera y pastoril (“baifo”, cría de la cabra, “jaira”, cabra), así como a actividades o productos vinculados a la cultura indígena (gofio, tagoror, mencey). Además, la toponimia canaria está llena de palabras de origen guanche (Tacoronte, Taganana, Tegueste), y muchos nombres propios proceden de la época prehispánica (Gara, Jonay, Yaiza).

Canarismos de origen portugués.- Es el idioma extranjero que más voces ha proporcionado al español hablado en Canarias, debido a que durante los siglos XV, XVI y XVII muchos portugueses se establecieron en las islas. Se trata de una gran cantidad de palabras de todas las categorías gramaticales y vinculadas a la mayor parte de las esferas de la vida, aunque especialmente a la agricultura (“millo”, maíz), la ganadería (términos como “bosta”,excremento del ganado), el mar y la pesca (como “burgao” pequeño caracol de mar) y el ámbito del hogar (palabras como “gaveta”, cajón corredizo de los muebles, o “fonil”, embudo).

Canarismos de procedencia inglesa.-Se trata seguramente de las voces más recientemente incorporadas desde otros idiomas al habla canaria, resultado de los vínculos comerciales con Inglaterra y el establecimiento de negociantes británicos en las islas, sobretodo en los siglos XIX y XX. Del inglés proceden términos como “queque” (dulce elaborado al horno a base de huevos, azúcar, pasas y otros ingredientes, del inglés cake), “quinegua” (tipo de papa, del inglés King Edward) o “naife” (nombre del cuchillo canario típico usado en el cultivo del plátano, proviene de la palabra inglesa knife).

Canarismos de procedencia francesa.- Del francés hablado por los primeros conquistadores normandos se ha conservado un reducido número de palabras. Ejemplos de ello son los términos “malpaís” (terreno improductivo, en Canarias usado para designar a los campos de lava, parece proceder del francés antiguo “male país”) o “cardón” (tipo de planta autóctona, que podría proceder del francés “chardon”, planta con espinas).

Canarismos de procedencia árabe: Del contacto con el África continental ha llegado a Canarias un reducido número de arabismos, relacionados con el mundo del camello (“majalulo”, cría del camello) y otras relacionadas con el ámbito familiar, introducidas por los pescadores canarios del banco pesquero canario-sahariano y por los emigrantes retornados desde el Sáhara Occidental tras su descolonización. Se trata de términos como “guayete” (niño) o “jaique” (vestido mal hecho y poco ceñido).

Fuente:

http://www.santacruzmas.com/SantaCruzMas.asp?IdMenu=4&IdSeccion=39&IdSubseccion=124#sthash.Kc5Q0XO2.dpuf

Presentación:

http://prezi.com/3fndesodw7uf/el-dialecto-canario/

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El Extremeño

“Entre nusotrus i nusotrus palramus estremeñu pa platical. Quandu mos ajuntamus aquí, procuramus quasi que siempri de palrá-lu, porque la mejol manera que tenemus de defendel el estremeñu es palrandu-lu. Es la horma d’aprendel los marrus que hazemus. Entovía hazemus muchus”. Quien habla es uno de los principales defensores y divulgadores del dialecto extremeño en la región, Ismael Carmona, presidente del Organo de Seguimiento y Coordinación del Extremeño y su Cultura (Oscec).

El objetivo de este colectivo, creado hace dos años siguiendo la estela de asociaciones anteriores, es dar a conocer e investigar una forma de hablar que pervive entre los más mayores de las zonas rurales, pero que tiene secuelas en muchos extremeños. ¿Quién no ha escuchado decir ‘asina’, ‘entoavía’ o se ha puesto ‘pingandito’ o ‘gimiendo’? Pues estas cuatro palabras no pertenecen al castellano, sino al extremeño. “Hay mucha gente que las utiliza todavía y criticamos que están hablando mal y no es así sino que están hablando en extremeño sin saberlo”, defiende Ismael, profesor de Latín.

Hay quienes sí lo saben y lo utilizan para dar valor a este dialecto que con la acción uniformadora de la escuela y la proliferación de los medios de comunicación empezó a perder prestigio social, llegando a considerarse vulgar o cateto, “lo que aumenta el desapego de los ciudadanos y ese es el principal hándicap”, cuenta. En extremeño, mucho más allá de los reconocidos Luis Chamizo o Gabriel y Galán, se siguen escribiendo libros. El último, ‘Ceborrincho’, de Miguel y Elisa Herrero, dos hermanos de Ceclavín afincados en Madrid, recoge varios relatos de la naturaleza y el entorno rural en prosa poética. Además de libros, hay cartas de menú traducidas en extremeño, en el Hotel Julio de Trujillo; resúmenes de tesis doctorales cuyos autores han pedido expresamente incluir este dialecto como si del inglés se tratara y hay hasta una película, ‘Territoriu de bandoleros’, grabada el año pasado por los vecinos de Serradilla, uno de los municipios extremeños más implicados en la lucha por conservar este habla. Garrovillas o Piornal están en la misma línea.

Nunca llegó a ser una lengua oficial, pero en casa de Bienvenido Gutiérrez, se ha hablado toda la vida. “Era la lengua del pueblo hasta hace 50 años”, recuerda. Este vecino de Miajadas, presidente de la asociación local Pablo Gonzálvez sobre el habla extremeño, es otro de los defensores de una lengua que despierta más interés fuera que dentro de la región. Tanto que la Oscec cuenta con medio centenar de socios repartidos por toda la geografía regional y nacional, pero también en Canadá. Entre todos buscan las raíces de este viejo dialecto que tiene influencias del portugués, el asturleonés, el árabe y el castellano y cuyos hablantes se extienden más allá de los límites geográficos de la región. “En Extremadura se habla más al norte que al sur, más al oeste que al este, pero también en pueblos de Salamanca por ejemplo. Incluso hay municipios extremeños como Helechosa de los Montes en los que no se habla”, cuenta Carlos del Sol, otro profesor de Latín miembro de Oscec, cuyo colectivo engloba a docentes, estudiantes, investigadores,…

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http://www.elperiodicoextremadura.com/noticias/extremadura/palremus-estremenu_766468.html

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La Fala

En la Sierra de Gata, en su extremo occidental que se une a Portugal, nace el río Eljas, en cuyo Valle alto acoge las localidades y términos de San Martín de Trevejo, Eljas y Valverde del Fresno. A tal afluente del Tajo se une, desde Portugal el río Torto, y en el término de Valverde los arroyos Pesqueiro, Sobreiro, Fumadle, por su margen derecha los tres. Por la izquierda, en este valle, se le une la Rivera de San Martín y ya en el valle de Villamiel – Trevejo, la Rivera trevejana que se une al Eljas en el punto en que existió hasta el siglo XV o XVI la localidad de Salvaleón, hoy ruinas y antes, según algunos historiadores la INTERANNIA romana.
Los nombres vernáculos de estos arroyos, ríos y riberas, como los de las tres villas del valle (As Ellas, Sa Martín de Trevellu y Valverdi du Fresnu) nos delatan la existencia y vigencia actual de su Fala.

ORIGEN.- Esta lengua materna, viva aún es estas villas, es según se ha dejado palpable en los más recientes estudios filológicos e histórico – geográficos sobre ella, una rama del GALAICO- PORTUGUÉS que siguió a la romanización peninsular y aquí quedó fija, principalmente, desde la denominada Reconquista, en tiempos de Fernando II y Alfonso IX, de la zona. La donación del Castillo de Trevejo por el primero, los Fueros de Salvaleón por el segundo, con sus analogías en tierras de León, Zamora, Portugal de hoy (Riba, Coa, etc.), lo quedan claro.
En estudios comparativos se resalta su identidad con el Gallego actual suroriental. Los fenómenos fonéticos, morfológicos, léxicos, que se registran aquí, como en el Bierzo, occidente Asturiano, zona zamorana, son asimilables al gallego y lo diferencian bien del portugués, aunque con ambas lenguas comparta “F” inicial y tantas etimologías latinas. Se aprecian en la Fala rasgos del antiguo leonés, préstamos del araba y bastantes palabras prerromanas, como ocurre con el castellano y otras lenguas románicas, que por el siglo X, XI eran tan similares en Iberia.

EXTENSIÓN.-La Fala vive y se utiliza en las tres citadas villas. Es conveniente recordar que en esta zona geográfica, de tan sólo 251,71 km2 habitaban unas 6000 personas en el siglo XVI y que existían otras poblaciones y caseríos, como Salvaleón, Santa Ana, Torrelamata, La Granja, etc.
Hoy en día la Fala está viva en las tres villas del valle y se habla, incluso en ciertos niveles que llamabas “oficiales” por la mayoría de los habitantes y todos los nativos que viven fuera de aquí.
Aunque básicamente es igual en sus raíces presenta tres variantes locales “o manhegu” en San Martín de Trevejo, “o lagarteiru” en Eljas y ” o valverdeiru” en Valverde del Fresno.
Fala i Cultura, la Asociación que une a todos los amantes de este patrimonio cultural en las tres villas comprometidos no solo para hablar, sino para trabajar en su conservación, darla a conocer, valorarla y apreciarla en cuanto posee de esencias filológicas, históricas, culturales y humanas, ha conseguido que la Unión Europea la reconozca como Lengua minoritaria. Sus esfuerzos también van encaminados a la defensa del patrimonio histórico, natural, cultural, etc.
Adisgata (Asociación para el Desarrollo Integral de Sierra de Gata ) aprobó el proyecto de divulgación de la Fala en el área escolar, editando “Vamus a Falar” y organizando charlas con escolares y adultos con la colaboración de la asociación “Fala i Cultura”.
“O manifestu do día da nossa Fala” firmado por los alcaldes de Valverde, Eljas y San Martín, reclamaba “el respeto y ayuda que la Constitución y el Estatuto de autonomía contienen sobre la defensa del Patrimonio Cultural de los pueblos, animando a todo vecindario a mantener y sostener con orgullo y poder alimentar, desde nuestras raíces, un Patrimonio para disfrute de todos”. Tal manifiesto fue elaborado por Fala i Cultura con ellos.
La Junta de Extremadura ha reconocido a la Fala como “Bien de interés cultural”oficialmente.
En 1999 se celebró en San Martín de Trevejo un Congreso de Expertos en el que se debatió sobre la Fala, posteriormente hubo un Encuentro de estudiosos de varias zonas con lenguas minoritarias (fala, frsión, ladino, aranés…) para conocer problemáticas, actuaciones, prácticas de conservación y defensa, difusión y valoración de las mismas. Estos eventos fueron organizados por Presidencia de la Junta de Extremadura y Fala i Cultura y financiados por la Unión Europea.

Fuente:

http://www.disfrutaplasencia.com/la-fala

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Murciano

La actual Región de Murcia (y las comarcas limítrofes murciano-hablantes), sus costumbres y su lengua son el producto natural de la convivencia durante siglos de razas distintas en un punto concreto de la geografía peninsular, puerta de entrada en la antigüedad de las culturas tradicionales y más desarrolladas de la cuenca del Mediterráneo.

Para comprender bien los orígenes de la forma de hablar que se da en Murcia debemos hacer un breve repaso por la historia del actual territorio.

Desde la provincia romana Carthaginense, a la que siguió la bizantina Oróspeda, y que con los visigodos pasó a ser Aurariola, el S.E. peninsular ya presentaba rasgos peculiares en cuanto al latín que allí se hablaba y se habló durante la época visigótica.

Al desmembrarse el Reino Visigodo debido a las sucesivas invasiones musulmanas, se funda la Cora de Todmir o Reino de Teodomiro.

Este Reino que desde sus comienzos fue el único en gozar de autonomía dentro de Al-Andalus, conservó su habla dialectal latina que constituyó después en los mozárabes murcianos y hasta el siglo XIII la latinia o “Aljamía del Oriente del Andalus”, una lengua romance plagada de arabismos.

Durante cinco siglos se mantuvo más o menos viva dicha lengua, lo que contribuyó a incorporar la tradición lingüística indígena del reino a los nuevos conquistadores.

De aquel romance mozárabe quedan palabras como ababol, abercoque, alcacil, aletría, arciprés, asina, cabolo, caliche, cauz, caparra, compaña, corrental, falluto, juntamento, Migalo, morciguillo, pagamenta, pancha, perifolla, quijero, truje, verrugo, vide o visibilo.

La dominación musulmana en el Reino de Murcia termina con la reconquista por parte de los cristianos de Castilla y Aragón.  Desde 1243, numerosos castellanos fueron a repoblar el Reino de Murcia, dispersándose éstos por varios lugares pronto se fundieron el romance castellano con el mozárabe, formando esta fusión la base lingüística del habla regional.

Con la conquista por parte de los cristianos del Reino, fueron primero los religiosos aragoneses los que vinieron a predicar el Cristianismo a estas tierras.

El texto más antiguo que se conoce en lengua romance en esta Región data de finales de Agosto de 1244 y está escrito en aragonés.

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http://www.lomejordemurcia.com/lmdm_cultura_lengua.htm

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Riojano

Se denomina dialecto riojano al conjunto de variedades dialectales del castellano o español habladas en la región española de La Rioja, presentando éste rasgos del aragonés y del euskera, así como otros similares al resto de lenguas peninsulares.

Se divide en dos subdialectos: El de La Rioja baja y el de la alta, tendiendo el de La Rioja alta a coincidir en algunas características con Castilla y León ( Burgos y Soria), y el de la baja a hacer lo mismo con Aragón y Navarra. Existiendo muchos rasgos comunes, entre estas dos comarcas riojanas.

Que tenga características del euskera y del aragonés se puede explicar, porque variantes de estas dos lenguas eran habladas en La Rioja en la antigüedad, y es posible que sean restos de estos idiomas que desaparecieron, aunque no del todo, a raíz de la total incorporación al Reino de Castilla de esta región, separándose así del Reino de Navarra.

Esta lengua se divide en dos subdialectos, el de La Rioja alta, que ocupa las comarcas de Haro, Anguiano, Ezcaray, Nájera y Santo Domingo de la Calzada y tiende más hacia la lengua de Burgos y Soria, y el de la baja, que ocupa las comarcas de Arnedo, Calahorra y Alfaro, tendiendo esta zona más hacia la lengua de Aragón y Navarra, aunque los dos subdialectos tienen muchas características comunes; y luego está La Rioja media, que ocupa la Tierra de Cameros y la comarca de Logroño, donde hay una confluencia de rasgos riojalteños y riojabajeños.

Cada una de las comarcas anteriores tiene una parte de valle y otra de sierra. Estas zonas montañosas tienen unas pocas diferencias lingüísticas con respecto a la parte del valle del Ebro, debido a la trashumancia en épocas anteriores que hizo que captaran algunas características de otras lenguas como, por ejemplo, del extremeño, o bien se dan porque proceden de la lengua mozárabe.

Esta región fue reconquistada por el reino de Pamplona, produciéndose así una expansión del idioma navarroaragonés por estas tierras y formándose una nueva lengua llamada dialecto riojano precastellano. En esta lengua es en la que están escritas las glosas emilianenses. Para algunos expertos este dialecto es el precursor del castellano, para otros es algo completamente distinto; en La Rioja en esta época también era hablada una variedad del euskera.

En el año 1176 la Rioja fue anexionada al Reino de Castilla debido al Laudo arbitral del Rey Enrique II de Inglaterra, lo que pudo provocar que se fuera castellanizando poco a poco, con lo cual las características de este dialecto serían restos de las lenguas habladas anteriormente en la región, o bien, se produce por una confluencia idiomática en una zona fronteriza entre los reinos de Castilla, Navarra y Aragón. También se conservan algunos rasgos del idioma mozárabe, de otras lenguas de la península que pudieron ser captadas por medio de la trashumancia y otros rasgos a los que se les atribuye un origen solamente de la lengua latina.

Estos rasgos se han conservado gracias al aislamiento geográfico de la zona.

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http://noticias-de-hoy.es/dialecto_riojano

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Los Orígenes del español

El español es un idioma que pertenece al grupo indo-europeo, y por eso sus raíces se encuentran en la lengua hablada hace 5.000 años en el área del mar negro.

Más tarde y con el pasar del tiempo los hablantes de este idioma se difundieron y se expandieron en todas direcciones, creando así la mayoría de los idiomas europeos que se hablan ahora, con excepción del vasco, del finlandés, del lapón y del húngaro en Europa y del indio de Bangla Desh, Assam y de muchos territorios en el medio.

El español, como el portugués, el francés o el italiano (lenguas europeas) se define como idioma románico por qué tiene su origen en el latín, o mejor dicho, en el latín vulgar. Por cierto, a lo largo de los siglos, el latín entró en contacto con diferentes culturas y diferentes costumbres lo que hizo que cambiara según las influencias y el predominio que otros idiomas ejercieron. Por ejemplo, en el caso del español, las culturas ibero y celta influyeron mucho en el desarrollo del idioma moderno, pero tambíen se encuentran raíces griegas por las influencias de este último en el mismo latín. Finalmente no tenemos que olviadar que también el predominio árabe en la peninsula influyó en la historia del castellano moderno. De hecho, todas las palabras que empiezan por “al”, que en arabe es el artículo determinado, derivan normalmente del árabe. Un ejemplo podría ser el apellido mismo del famoso director de cine Almodóvar.

El primer documento que fue escrito en español son las “Glosas Emilianenses”. Estos son comentarios y notas a pie de página añadidos a los textos originales en latín y escritos en el idioma navarroaragones del siglo X. Fueron encontrados en el monasterio de San Millán de la Cogolla y representan la primera prueba del español moderno.

El primer documento que fue escrito en español son las “Glosas Emilianenses”. Estos son comentarios y notas a pie de página añadidos a los textos originales en latín y escritos en el idioma navarroaragones del siglo X. Fueron encontrados en el monasterio de San Millán de la Cogolla y representan la primera prueba del español moderno.

En el siglo XV, la unión entre las monarquías de Castilla y Aragón, permitió la expansión de su dominio en casi toda la Península Ibérica, el castellano – como hoy se llama el español – se impuso sobre todos los demas idiomas y dialectos que se hablaban entonces en la península y también del otro lado del océano Atlantico a América, parte de Micronesia, Guam, Marianas, Palau y las Filipinas. De hecho, la primera gramática del castellano se publicó en el 1492 escrita por Antonio de Nebrija en el mismo año en que Colón descubrió América y los Reyes Católicos conquistaron Granada.

Así que con la unificación política de Castilla y Aragón, el castellano se volvió en lengua oficial para todos los documentos legales, políticos y diplomáticos. En el 1611 se escribió también el primer diccionario de este idioma, autor: Sebastian de Covarrubias.

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http://www.spanish-in-the-world.net/Spain/history.php

La RAE avala que Burgos acoge las primeras palabras escritas en castellano

El primer testimonio escrito del castellano retrocede dos siglos atrás en el tiempo, del XI al IX, y viaja de La Rioja a Castilla y León. Así lo demuestra un estudio sobre los manuscritos de Santa María de Valpuesta (Burgos), que cuenta con la bendición de la Real Academia Española (RAE) y que, en la práctica, dinamita el ya cuestionado mito de las Glosas Emilianenses como primer texto y San Millán de la Cogolla (Rioja) como cuna del castellano.

La investigación acredita que en este monasterio de Valpuesta, a 90 kilómetros de la capital burgalesa, se encontraron los documentos más antiguos (del siglo IX) que incluyen términos en castellano, en oraciones en las que el latín iba desapareciendo y se apreciaba el orden lógico del nuevo idioma. Estos escritos eran conocidos como Cartulario de Valpuesta y el historiador clásico y de referencia de la lengua, Ramón Menéndez Pidal, ya los mencionaba en su estudio Orígenes del Español. Sin embargo, la presencia de falsificaciones entre los más antiguos, con las que los monjes simulaban tener privilegios reales que, en verdad, nunca les habían sido dados, hicieron que los estudiosos miraran con desconfianza todo el conjunto de legajos. Ahora filólogos y paleógrafos del Instituto Castellano y Leonés de la Lengua han apartado las falsificaciones –tres en total– y han acreditado la validez de los 184 documentos restantes.

La RAE ha coeditado en dos lujosos volúmenes, Los becerros góticos y Galicano de Valpuesta, que recoge el estudio, con una tirada de 2.500 ejemplares. Su vicedirector, José A. Pascual, da por seguro en el prólogo “el consenso entre filólogos e historiadores, en cuanto a que acerca mucho el trabajo a lo que se entiende por definitivo”.

Los fondos de Valpuesta constan de ocho documentos del siglo IX, 39 del X, 49 fechados en el XI, 90 en el XII y uno del XIII, y consisten, sobre todo, en escritos que registran donaciones de bienes materiales (ganado, tierras o enseres) de particulares al monasterio a cambio de bienes espirituales como un entierro en su suelo o misas en su memoria. Los escribientes de aquella época intentaban plasmar los acuerdos en latín.

Pero Gonzalo Santonja, director del Instituto Castellano y Leonés de la Lengua y filólogo, señala que ese latín “estaba tan alejado de la rectitud, presentaba un estado tan evolucionado o corrompido” que, asegura, “se puede concluir que la lengua de los becerros de Valpuesta es una lengua latina asaltada por una lengua viva, de la calle y que se cuela en estos escritos”.

Fuente:

http://www.elmundo.es/elmundo/2010/11/07/castillayleon/1289123856.html

Cuna de la lengua

Los monasterios de San Millán son conocidos como “cuna de la lengua“, “cuna del castellano“, o “cuna del vascuence

Una lengua no nace. Se hace. Las Glosas Emilianenses no indican un momento ni el lugar exacto en que comienza a existir el castellano. Sin embargo, San Millán se ha convertido en el símbolo del nacimiento de la lengua casellana. En torno a su sriptorium, biblioteca y archivo un monje escribe por primera vez, de forma consciente, en el habla del pueblo. No son palabras sueltas, no son traducción de un texto en latín.

Surge así el el primer pasaje de prosa continua, una muestra de un sistema lingüístico, perfecto en sí mismo, en razón de su utilidad comunicativa, alejado ya de los esquemas latinos, con independencia lingüística consciente. Y en este mismo marco, sólo algunos siglos más tarde, escribió sus versos Gonzalo de Berceo, el primer poeta de nombre conocido de nuestra literatura.

Ninguna otra lengua conocida, de extensión e importancia comparables a la española, puede ser atribuida y asociada a un monumento y entorno natural tan singularizado y concreto como San Millán.

Pero San Millán es mucho más que un conjunto arquitectónico singular, más que unas glosas en romance, más que el lugar en que desarrolló su vocación y escribió Berceo. El verdadero tesoro que encierran estos Monasterios, lo que han dado al mundo y les ha hecho merecer el reconocimiento de la comunidad internacional a través de su declaración como Patrimonio de la Humanidad por parte de la UNESCO es, precisamente, un patrimonio lingüístico.

Ver más:

http://www.monasteriodesanmillan.com/yuso/cuna.html

Presentación:

http://prezi.com/953jpsdfek_b/origenes-de-la-lengua-espanola/

Presentación:

http://www.slideshare.net/sandrariera/evolucin-lengua-espaola?from=ss_embed

Ruta de la Lengua Española:

http://www.españaescultura.es/es/rutas_culturales/ruta_camino_de_la_lengua_castellana.html

Vídeo:

Vídeo:

http://www.rtve.es/alacarta/videos/la-aventura-del-saber/aventura-del-saber-camino-lengua-castellana-san-millan-cogolla/1226190/

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The Origins of the English Language

English language ‘originated in Turkey’

Modern Indo-European languages – which include English – originated in Turkey about 9,000 years ago, researchers say. Their findings differ from conventional theory that these languages originated 5,000 years ago in south-west Russia. The New Zealand researchers used methods developed to study virus epidemics to create family trees of ancient and modern Indo-European tongues to pinpoint where and when the language family first arose.

A language family is a group of languages that arose from a common ancestor, known as the proto-language. Linguists identify these families by trawling through modern languages for words of similar sound that often describe the same thing, like water and wasser (German). These shared words – or cognates – represent our language inheritance. According to the Ethnologue database, more than 100 language families exist.

The Indo-European family is one of the largest families – more than 400 languages spoken in at least 60 countries – and its origins are unclear. The Steppes, or Kurgan, theorists hold that the proto-language originated in the Steppes of Russia, north of the Caspian Sea, about 5,000 years ago. The Anatolia hypothesis – first proposed in the late 1980s by Prof Colin Renfrew (now Lord Renfrew) – suggests an origin in the Anatolian region of Turkey about 3,000 years earlier.

To determine which competing theory was the most likely, Dr Quentin Atkinson from the University of Auckland and his team interrogated language evolution using phylogenetic analyses – more usually used to trace virus epidemics.

Fundamentals of life

Phylogenetics reveals relatedness by assessing how much of the information stored in DNA is shared between organisms. Chimpanzees and humans have a common ancestor and share about 98% of their DNA. Because of this shared ancestry, they cluster together on phylogenetic – or family – trees. Like DNA, language is passed down, generation to generation.

Although language changes and evolves, some linguists have argued that cognates describing the fundamentals of life – kinship (mother, father), body parts (eye, hand), the natural world (fire, water) and basic verbs (to walk, to run) – resist change. These conserved cognates are strongly linked to the proto-language of old.

Dr Atkinson and his team built a database containing 207 cognate words present in 103 Indo‐European languages, which included 20 ancient tongues such as Latin and Greek. Using phylogenetic analysis, they were able to reconstruct the evolutionary relatedness of these modern and ancient languages – the more words that are cognate, the more similar the languages are and the closer they group on the tree. The trees could also predict when and where the ancestral language originated. Looking back into the depths of the tree, Dr Atkinson and his colleagues were able to confirm the Anatolian origin.

To test if the alternative hypothesis – of a Russian origin several thousand years later – was possible, the team used competing models of evolution to pitch Steppes and Anatolian theory against each other. In repeated tests, the Anatolian theory always came out on top.

Commenting on the paper, Prof Mark Pagel, a Fellow of the Royal Society from the University of Reading who was involved in earlier published phylogenetic studies, said: “This is a superb application of methods taken from evolutionary biology to understand a problem in cultural evolution – the origin and expansion of the Indo-European languages. “This paper conclusively shows that the Indo-European languages are at least 8-9,500 years old, and arose, as has long been speculated, in the Anatolian region of what is modern-day Turkey and spread outwards from there.” Commenting on the inclusion of ancient languages in the analyses, he added: “The use of a number of known calibration points from ‘fossil’ languages greatly strengthens the conclusions.”

However, the findings have not found universal acceptance. Prof Petri Kallio from the University of Helsinki suggests that several cognate words describing technological inventions – such as the wheel – are evident across different languages. He argues that the Indo-European proto-language diversified after the invention of the wheel, about 5,000 years ago.

On the phylogenetic methods used to date the proto-language, Prof Kallio added: “So why do I still remain sceptical? Unlike archaeological radiocarbon dating based on the fixed rate of decay of the carbon-14 isotope, there is simply no fixed rate of decay of basic vocabulary, which would allow us to date ancestral proto-languages. “Instead of the quantity of the words, therefore, the trained Indo-Europeanists concentrate on the quality of the words.” Prof Pagel is less convinced by the counter-argument: “Compared to the Kurgan hypothesis, this new analysis shows the Anatolian hypothesis as the clear winner.”

Source:

http://www.bbc.com/news/science-environment-19368988

 

‘Oldest English words’

Some of the oldest words in English have been identified, scientists say. Reading University researchers claim “I”, “we”, “two” and “three” are among the most ancient, dating back tens of thousands of years. Their computer model analyses the rate of change of words in English and the languages that share a common heritage. The team says it can predict which words are likely to become extinct – citing “squeeze”, “guts”, “stick” and “bad” as probable first casualties.

“We use a computer to fit a range of models that tell us how rapidly these words evolve,” said Mark Pagel, an evolutionary biologist at the University of Reading. “We fit a wide range, so there’s a lot of computation involved; and that range then brackets what the true answer is and we can estimate the rates at which these things are replaced through time.”

Sound and concept

Across the Indo-European languages – which include most of the languages spoken from Europe to the Asian subcontinent – the vocal sound made to express a given concept can be similar. New spoken words for a concept can arise in a given language, utilising different sounds, in turn giving a clue to a word’s relative age in the language.

At the root of the Reading University effort is a lexicon of 200 words that is not specific to culture or technology, and is therefore likely to represent concepts that have not changed across nations or millennia. “We have lists of words that linguists have produced for us that tell us if two words in related languages actually derive from a common ancestral word,” said Professor Pagel. “We have descriptions of the ways we think words change and their ability to change into other words, and those descriptions can be turned into a mathematical language,” he added.

The researchers used the university’s IBM supercomputer to track the known relations between words, in order to develop estimates of how long ago a given ancestral word diverged in two different languages. They have integrated that into an algorithm that will produce a list of words relevant to a given date. “You type in a date in the past or in the future and it will give you a list of words that would have changed going back in time or will change going into the future,” Professor Pagel told BBC News. “From that list you can derive a phrasebook of words you could use if you tried to show up and talk to, for example, William the Conqueror.”

That is, the model provides a list of words that are unlikely to have changed from their common ancestral root by the time of William the Conqueror. Words that have not diverged since then would comprise similar sounds to their modern descendants, whose meanings would therefore probably be recognisable on sound alone. However, the model cannot offer a guess as to what the ancestral words were. It can only estimate the likelihood that the sound from a modern English word might make some sense if called out during the Battle of Hastings.

Dirty business

What the researchers found was that the frequency with which a word is used relates to how slowly it changes through time, so that the most common words tend to be the oldest ones. For example, the words “I” and “who” are among the oldest, along with the words “two”, “three”, and “five”. The word “one” is only slightly younger. The word “four” experienced a linguistic evolutionary leap that makes it significantly younger in English and different from other Indo-European languages.

Meanwhile, the fastest-changing words are projected to die out and be replaced by other words much sooner. For example, “dirty” is a rapidly changing word; currently there are 46 different ways of saying it in the Indo-European languages, all words that are unrelated to each other. As a result, it is likely to die out soon in English, along with “stick” and “guts”. Verbs also tend to change quite quickly, so “push”, “turn”, “wipe” and “stab” appear to be heading for the lexicographer’s chopping block. Again, the model cannot predict what words may change to; those linguistic changes are according to Professor Pagel “anybody’s guess”.

High fidelity

“We think some of these words are as ancient as 40,000 years old. The sound used to make those words would have been used by all speakers of the Indo-European languages throughout history,” Professor Pagel said. “Here’s a sound that has been connected to a meaning – and it’s a mostly arbitrary connection – yet that sound has persisted for those tens of thousands of years.”

The work casts an interesting light on the connection between concepts and language in the human brain, and provides an insight into the evolution of a dynamic set of words. “If you’ve ever played ‘Chinese whispers’, what comes out the end is usually gibberish, and more or less when we speak to each other we’re playing this massive game of Chinese whispers. Yet our language can somehow retain its fidelity.”

Source:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7911645.stm

Multimedia:

http://www.childrensuniversity.manchester.ac.uk/interactives/languages/words/timeline/

Series of Podcast:

http://historyofenglishpodcast.com/2013/07/31/episode-1-introduction/

http://historyofenglishpodcast.com/2013/08/04/episode-2-the-indo-european-discovery-5/

http://historyofenglishpodcast.com/2013/08/04/episode-3-the-indo-european-family-tree-4/

http://historyofenglishpodcast.com/2013/08/05/episode-9-who-were-the-indo-europeans-2/

http://historyofenglishpodcast.com/2013/08/05/episode-10-early-indo-european-migrations-2/

http://historyofenglishpodcast.com/2013/08/05/episode-11-germanic-ancestors-2/

Series of Animation:

http://www.open.edu/openlearn/languages/english-language/the-history-english-ten-minutes?track=1

http://www.open.edu/openlearn/languages/english-language/the-history-english-ten-minutes?track=2

Video:

http://film.britishcouncil.org/history-of-the-english-language

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Series of Videos:

A Orixe do Galego

Substratos do galego

Os primeiros habitantes de Galicia eran de orixe preindoeuropea e ao igual que os indoeuropeos deixaron a súa pegada na lingua galega. As informacións de xeógrafos e historiadores grecolatinos, os restos arqueolóxicos e as similitudes lingüísticas con outras zonas indican que no noroeste peninsular coexistiron diferentes etnias desde o paleolítico até o século V a. C. Desta maneira, podemos falar de dous tipos de substratos

Substratos preindoeuropeos

Cronoloxicamente, están situados na Idade de Pedra, e fórmanos distintas etnias convivindo no noroeste da Península Ibérica. Considerando a distribución xeográfica entre voces propias da Galiza e doutros lugares, pódense diferenciar tres grupos:

  • Euroafricano ou mediterráneo (desde o Norte de África ata os Alpes, pasando pola Península; situado cronoloxicamente a finais do paleolítico superior), que nos deixou palabras como cosco, mata, quiroga e variantes (queiroga, queiruga, queiroa…), carqueixa, carrabouxo, carrasco
  • Hispano-caucásico (desde o Atlántico ao Cáucaso, na Europa meridional; situado no terceiro milenio a.C.), con voces como coto, amorodo e variantes, sobaco, gorro
  • Tirrénico (no Mediterráneo), do cal xurdiron touza, morea, petouto, lastra, barro, cama, veiga, varcia, gánda

Substratos indoeuropeos

A partir do primeiro milenio antes de Cristo, desprázanse até a península pobos indoeuropeos que se superpoñen ás etnias anteriores. Considerando as peculiaridades lingüísticas, adóitase falar de dous grupos:

  • Linguas preceltas ou protoceltas. Desprazáronse á península, aproximadamente polo ano 800 a.C., pobos do centro e norte de Europa coñecidos cos nomes de ligures, ambro-ilirios ou tamén como paraceltas ou protoceltas. Algúns dos restos que deixaron no galego son os topónimos co sufixo -asc- e -usc- (Viascón, Tarascón, Velasco, Ledusco...), xunto con cabana, canastro, cabazo, cabaceira, páramo
  • Linguas celtas. Houbo dúas emigracións de pobos celtas, unha de celtas goidélicos no século VIII a.C. (un celta arcaico que orixinará o irlandés, o escocés e o manés) e unha segunda de celtas britónicos no século V a.C. (un celta que orixinará o galés, o bretón e o córnico). Foi especialmente a segunda onda a que se impuxo política e lingüisticamente á poboación autóctona, manténdose unha relativa unidade cultural até a chegada dos romanos.

As palabras tomáronse ás veces directamente do celta, como foron beizo, laxe, lousa, lama, boroa, croio / coio, bico, berro, bosta, billa, berce, bugallo, centola, seara, bágoa, vasoira, colmo (=palla), gancho, braña, virar, alpendre, touciño, tona… Noutras ocasións, debido ao duradeiro contacto entre celtas e romanos, incorporáronse ao latín: camisa, braga, cabalo, carro, cervexa… E tamén foi na toponimia onde temos herdanza léxica deixada polos celtas: a terminación -obre ou -robe (Landrove, Lestrobe, O Grove, Barallobre, Illobre, Anzobre, Callobre, Canzobre, Montrobe, Tiobre, Pantiñobre: véxase o artigo sobre topónimos galegos en -obre), o sufixo -brica ou -briga, que significa fortaleza (Brigantium, Bergantiños, Coimbra…). Así mesmo, hai numerosos hidrónimos de orixe celta, como Deva (=auga), Limia (=fluír), Sar (=fluír torrencialmente), Sarela

O estrato latino (base lingüística)

O Imperio romano logra anexionar os pobos galaicos a inicios practicamente do século I, case 200 anos despois da primeira colonia romana en Hispania. Esta tardía romanización do territorio da Gallaecia permitiu unha menor asimilación cultural e lingüística, en comparanza co acontecido na maior parte parte da Península Ibérica. O latín será desde entón o idioma reservado para as relacións da aristocracia galaica cos funcionarios do Imperio, motivando unha paseniña situación de bilingüismo que conduciría á adopción do latín por parte das elites, especialmente tras a oficialización do cristianismo (ano 391) e o espallamento da liturxia romana (oficiada en latín) entre a poboación. Con todo, a forte ruralización da Gallaecia e a escasa implantación de grandes urbes permitiulles -como noutras zonas do Imperio- aos estamentos máis humildes (que supuñan o groso da poboación) conservar gran parte dos seus costumes e lingua, ata unha data indeterminada da Idade Media.

Unha das características máis interesantes do latín adoptado na Gallaecia vai ser o seu carácter altamente conservador, de xeito que se consagren moitas das formas máis antigas do latín, mentres xorden novas innovacións noutros lugares como na Galia ou Italia, motivando isto, que o galego manteña formas como “paxaro” (passer), “medo” (metus), “comer” (comedere) ou “mañá” (maneana) no canto de formas latinas máis recentes como avicellus, pavura, manducare, matutinu que se consagraron en idiomas como o francés ou o italiano. As causas deste gran conservadorismo débense non só á situación xeográfica da Gallaecia, das máis afastadas de Roma, senón tamén a que maior parte do funcionarios públicos do Imperio romano que se instalaron nela proviñan da Baetica, zona romanizada desde moi cedo (século II a.C) e na cal se falaba un latín purista e moi clásico.

O latín é a base lingüística máis importante do idioma galego, xa que arredor dun 70 % das voces patrimoniais galegas proveñen basicamente do latín coloquial. A continuación indicamos algunhas palabras procedentes do latín que son exclusivas do galego e non aparecen noutras linguas: acio, arela, garabullo, chaira, intre, lóstrego, aloumiño, con (rocha no mar)…

O proceso de romanización tamén se deu noutros lugares, o que explica que da lingua utilizada daquela, o latín vulgar, derivasen xa na Idade Media as chamadas linguas románicas (o occitano, arpetano, castelán, o catalán, o astur-leonés, o romanés, o francés, o italiano etc.).

Superestratos pos-latinos

Na lingüística coñécense co nome de “superestratos” aquelas linguas que dun xeito ou outro influíron posteriormente sobre un idioma base, achegándolle deste xeito numeroso vocabulario. No caso do estudo lingüístico do galego, coñécense co nome de “superestratos pos-latinos” as linguas que chegaron á Gallaecia despois da retirada do Imperio Romano (ano 409), tales como foron as linguas britónicas e xermánicas, e que influíron sobre o latín común falado polos galaico-romanos.

Superestratos xermánicos e britónicos

No ano 409 ou 410 establecéronse no noroeste da Península Ibérica os suevos, que non impuxeron a súa lingua, senón que asumiron a falada polos galaico-romanos. Isto puido deberse a que era unha lingua menos culta (non se conservan textos escritos en lingua sueva), e a que a maioría dos chegados eran homes guerreiros que casaron coas mulleres galaicas, polo que a lingua materna seguiu sendo o latín vulgar. Os suevos (xermanos occidentais) fundaron un reino no noroeste peninsular que durou case dous séculos, até o 585, ano no que se incorporan á monarquía visigoda.

Durante o reinado visigodo tampouco houbo imposición da súa lingua, pois desde a corte de Toledo mantiveron os costumes e linguas da zona. Os dous pobos xermánicos -suevos e visigodos- realizaron os seguintes contributos léxicos, denominados como superestrato, que se superpuxeron ao latín galaico:

  • Léxico de procedencia sueva: laverca, lobio, britar, feltro…
  • Topónimos acabados en -riz (= que ten autoridade): Guitiriz, Allariz, Mondariz, Arxeriz…
  • Topónimos finalizados en -mil, -mir, -miro (= famoso): Castromil, Samil, Boimil, Valdomir, Valdomiro…
  • Toponimia acabada en -monde, -munde, -mondi, -mundi (= protección): Baamonde, Rocamonde, Taramundi, Extramundi…
  • Topónimos coa terminación -ar (=exército) e -mar (= cabalo): Baltar, Gondar, Tosar, Remesar…; Gondomar, Ansemar
  • Topónimos que acaban en -ulfe, -olfe, -ufe (= lobo): Frexulfe, Randulfe, Trasulfe, Gondufe…
  • Toponimia coas palabras godo ou suevos: Godas, Godón, A Gudiña, Vilagude, Suevos, Suegos…
  • Léxico militar e político-xudicial: elmo, guerra, frecha, espiar, dardo, gañar, vasalo, feudo…
  • Outros verbos e adxectivos: morno, rico, danzar, esmagar, guiar, branco, gris, escarnecer, tripar, arranxar…
  • Antropónimos: Adela, Afonso, Álvaro, Amalia, Bernardo, Carlos, Elvira, Fernando, Henrique, Leonardo, Luís, Matilde, Ricardo, Rodrigo, Xerardo…
  • A terminación -iz, -is, -ez e -es dos apelidos (que significa fillo de): Mauriz, Fernández ou Fernandes, Pais, Méndez ou Mendes, Lopes ou López, Peres ou Pérez etc.

Das vagas celtas procedentes de Bretaña, establecidas na diocese de Britonia, consérvanse poucas palabras: os topónimos Bretoña (A Pastoriza), Bretoña (Barro), Bertonía, Bertoña… e o nome Maeloc.

Préstamos mozárabes e árabes

O establecemento dun importante estado islámico no centro e sur da Península Ibérica -coñecido como Emirato de Córdoba (Al-Andalus)- xa a comezos do século VIII, supuxo un novo foco cultural e científico de gran prestixio no mundo occidental durante o Medioevo. Aínda que a maior parte da poboación de Al-Andalus seguiu a falar diferentes linguas latinas (mozárabes), foi non obstante o árabe -lingua da elite política, relixiosa e cultural-, a que se espallou pouco a pouco incrementando enormemente o número de arabófonos por todo o Emirato de Córdoba.

Esta situación político-cultural, tivo enorme transcendencia en todo o sudoeste de Europa, motivando a absorción de novas palabras previamente inexistentes nas linguas occidentais como o galego, tales como as relacionadas coas matemáticas e a ciencia; álxebra, alcohol, algoritmo, alquimia, cero ou cifra, aquelas referidas ás plantas ou alimentos de orixe mediterránea ou oriental; aceite, azafrán, cenoria, arroz, azucena, azucre, limón, laranxa, xarope ou algodón. O feito de que na Idade media existise unha zona de contacto directo entre falantes de galego e árabe arredor da zona de Coimbra explica a entrada no galego de numerosos préstamos arábigos tales como: alcalde, alguacil, alférez, alfaiate, albane, albarda, alferga, alfoz, alfombra ou alicate entre moitas outras.

É destacable a entrada indirecta no galego de léxico árabe a través doutras linguas que tiveron unha convivencia máis estreita e duradeira co árabe, como foron o castelán (que incorporou máis de catro mil arabismos) e o portugués (cuns mil arabismos), debido en gran parte ás conquistas realizadas no sur da Península Ibérica, mais tamén en zonas norte-africanas.

Do latín ao romance galego-portugués

A evolución do latín coloquial falado na Gallaecia occidental ata o que hoxe coñecemos como lingua galega produciuse de maneira progresiva, paseniña e por tanto imperceptible. Esta constante evolución non permite marcar un límite cronolóxico exacto no que este latín coloquial se converte en galego, mais no século VIII a lingua da igrexa e da administración era tan distante da falada que xa se poden recoñecer dous sistemas diferentes: o latín e o galego. Nesta altura a nova lingua, continuación dun latín coloquial propio, cheo de trazos lingüísticos celtas e xermánicos (entre outros), desempeñará o papel de ser propia dos rexistros informais, unha lingua falada mais non escrita. Xa desde o século IX aparecen documentos en latín con numerosos voces romances (ben por descoñecemento do latín, ben pola presión da lingua falada): ovelia, conelium, estrata, celleiro, auterio…

Non obstante, non aparecerán textos escritos en galego ata finais do século XII, xa que o latín continuaba a ser a lingua da cultura, dos documentos legais, da liturxia e do ensino, non só na Gallaecia romana, senón en toda a Europa medieval. Estamos ante unha evidente exodiglosia (diglosia entre dúas linguas): unha lingua para os usos formais, o latín, e outra para os usos non formais, o galego.

A finais do século XII e comezos do XIII é cando o galego, igual que o resto das linguas romances, comeza a usarse na escrita. O documento máis antigo datado é a Notícia de Fiadores, de 1175. O documento literario máis antigo dos coñecidos hoxe é a cantiga satírica Ora faz ost’o senhor de Navarra de Johan Soarez de Pávia, escrita arredor do ano 1200. Dos comezos do século XIII datan os primeiros documentos non literarios en galego, Notícia de Torto (1211) e o Testamento de Afonso II de Portugal (1214). Recentemente foi achado o documento máis antigo escrito no actual territorio da Galiza, o cal data do ano 1228. Trátase do Foro do bõ burgo de Castro Caldelas outorgado por Afonso IX en abril do dito ano ao municipio de Allariz. O mais antigo documento latino-galego-portugués, encontrado en Portugal, é chamado de Doação à Igreja de Sozello, encóntrase no Arquivo Nacional da Torre do Tombo, e é datado no ano 870.

Ler máis:

http://gl.wikipedia.org/wiki/Historia_da_lingua_galega

Historia ilustrada da lingua galega:

Audios:

http://www.ivoox.com/surgimento-do-galego-portugues-no-nw-peninsular-j-manuel-barbosa-audios-mp3_rf_274400_1.html

http://www.ivoox.com/a-orixe-do-galego-sustrato-celta-e-latinizacion-audios-mp3_rf_2671814_1.html

http://www.ivoox.com/breve-resumo-da-historia-do-galego-audios-mp3_rf_1804756_1.html

http://www.ivoox.com/historia-da-lingua-galega-entrevista-a-manuel-audios-mp3_rf_1421942_1.html

Vídeo:

Serie de vídeos:

As Origens da Língua Portuguesa

A evolução do português: os antepassados

A história da língua portuguesa dá conta da evolução da língua portuguesa desde a sua origem no noroeste da Península Ibérica até ao presente, como língua oficial falada em Portugal e em vários países de expressão portuguesa.

Fazendo uma viagem pelo tempo, damo-nos conta de que as origens da língua portuguesa são remotas e há que ter em conta quatro momentos distintos.

Assim, o primeiro período designa-se por pré-românico.

Os linguistas acreditam que um grande número de línguas da Europa e da Ásia provêm de uma mesma língua de origem, designada por indo-europeu (assim chamado porque os seus membros se estendem do norte da Índia até ao ocidente da Europa). Com exceção do basco, todas as línguas oficiais dos países da europa ocidental pertencem a quatro ramos dessa família: o helénico (grego), o românico (português, italiano, francês, castelhano, etc.), o germânico (inglês, alemão) e o céltico (irlandês, gaélico). Um quinto ramo, o eslavo, engloba diversas línguas atuais da Europa Oriental.

Por volta do II milénio a.C., o grande movimento migratório de leste para oeste dos povos que falavam línguas da família indo-europeia terminou. Os celtas instalaram-se na Europa Central, na região correspondente às atuais Boémia (República Checa) e Baviera (Alemanha).

Entre o II e o I milénios a.C., os celtas ocuparam mais de metade do continente europeu. No entanto, devido à pressão romana, as línguas célticas, foram empurradas até as extremidades ocidentais da Europa, subsistindo ainda em regiões da Irlanda (o irlandês é inclusive uma das línguas oficiais do país), da Grã-Bretanha e da Bretanha francesa. Extraordinariamente, nenhuma língua céltica subsistiu na Península Ibérica, onde a implantação dos celtas ocorreu em tempos muito remotos e cuja língua se manteve na Galiza até o século VII d.C.

Fonte:

http://www.jn.pt/Dossies/dossie.aspx?content_id=3176638&dossier=Portugu%EAs%20atual&page=-1

A língua portuguesa é uma língua neolatina

A língua portuguesa é uma língua neolatina, formada da mistura de muito latim vulgar e mais a influência árabe e das tribos que viviam na região.

Sua origem está altamente conectada a outra língua (o galego), mas, o português é uma língua própria e independente. Apesar da influência dos tempos tê-la alterado, adicionando vocábulos franceses, ingleses, espanhóis, ela ainda tem sua identidade única, sem a força que tinha no seu ápice, quando era quase tão difundida como agora é o inglês.

No oeste da Península Ibérica, na Europa Ocidental, encontram-se Portugal e Espanha.
Ambos eram domínio do Império Romano a mais de 2000 anos, e estes conquistadores falavam latim, uma língua que eles impuseram aos conquistados. Mas não o latim culto usado pelas pessoas cultas de Roma e escrito pelos poetas e magistrados, mas o popular latim vulgar, falado pela população em geral. Isto aconteceu porque a população local entrou em contato com soldados e outras pessoas incultas, não magistrados.

Logicamente não podemos simplesmente desprezar a influência lingüística dos conquistados.
Estes dialetos falados na península e em outros lugares foram regionalizando a língua.
Também devemos considerar a influência árabe, que inseriu muitas termos nestes romanços
até a Reconquista. Este processo formou vários dialetos, denominados cada um deles genericamente de romanço (do latim romanice, “falar à maneira dos romanos”).
Quando o Império Romano caiu no século V este processo se intensificou e vários dialetos foram se formando. No caso específico da península, foram línguas como o catalão, o castelhano e o galego-português (falado na faixa ocidental da península).

Foi este último que gerou o português e o galego (mais tarde uma língua falada apenas na região de Galiza, na Espanha). O galego-português existiu apenas durante os séculos XII, XIII e XIV, na Camões, o português uniformiza-se e adquiri as característicasatuais da língua. Em 1536 Fernão de Oliveira publicou a primeira Gramática da Linguagem Portuguesa,
consolidando-a definitivamente.

Fonte:

http://www.eduquenet.net/origemlingua.htm

Uma língua romántica

Derivou-se o nosso idioma, como língua romântica, do Latim vulgar. É bastante difícil conhecer a língua dos povos habitantes na península Ibérica antes dos Romanos dela se apossarem.

Os Romanos ocuparam a Península Ibérica no séc. III antes de nossa Era. Contudo, ela só é incorporada ao Império no ano 197 antes de Cristo. Tal fato não foi pacifico. Houve rebeliões contra o jugo Romano.

O Latim, língua dos conquistadores, foi paulatinamente suplantado a dos povos pré-latinos. “Os turdetanos, e mormente os ribeirinhos do Bétis, adotaram de todos os costumes romanos, e até já nem se lembram da própria língua.” (Estrabão). O Latim implantado na Península Ibérica não era o adotado por Cícero e outros escritores da época clássica (Latim clássico).

Era sim o denominado Latim Vulgar. O Latim Vulgar era de vocabulário reduzido, falado por aqueles que encaravam a vida pelo lado prático sem as preocupações de estilísticas do falar e do escrever. O Latim Clássico foi conhecido também na Península Ibérica, principalmente nas escolas. Atestam tal verdade os naturais da Península : Quintiliano e Sêneca.

Do Latim vulgar

Sabe-se que o latim era uma língua corrente de Roma. Roma, destinada pela sorte e valor de suas bases, conquista, através de seus soldados, regiões imensas. Com as conquistas vai o latim sendo levado a todos os rincões pelos soldados romanos, pelos colonos, pelos homens de negócios. As viagens favoreciam a difusão do latim.

Primeiramente o latim se expande por toda a Itália, depois pela Córsega e Sardenha, plenas províncias do oeste do domínio colonial, pela Gália, pela Espanha, pelo norte e nordeste da Récia, pelo leste da Dácia. O latim se difundiu acarretando falares diversos de conformidade com as regiões e povoados, surgindo daí as línguas românticas ou novilatinas.

Românticas porque tiveram a mesma origem: ao latim vulgar. Essas línguas são, na verdade, continuação do latim vulgar. Essas línguas românticas são: português, espanhol, catalão, provençal francês, italiano, rético, sardo e romeno.

No lado ocidental da Península Ibérica o latim sentiu certas influencias e apresenta características especiais que o distinguiam do “modus loquendi” de outras regiões onde se formavam e se desenvolviam as línguas românticas. Foi nesta região ocidental que se fixaram os suevos. Foram os povos bárbaros que invadiram a península, todos de origem germânica Sucederam-se nas invasões os vândalos, os suevos (fixaram-se no norte da península que mais tarde pertenceria a Portugal), os visigodos. Esses povos eram atrasados de cultura. Admitiram os costumes dos vencidos juntamente com a língua regional.

É normal entender a influencia desses povos bárbaros foi grande sobre o latim que aí se falava, nessa altura bastante modificado.

Formação de Portugal

No século V, vários grupos bárbaros entraram na região ibérica, destruindo a organização política e administrativa dos romanos. Entretanto é interessante notar o domínio político não corresponde a um domínio cultural, os bárbaros sofreram um processo de romanização. Neste período formaram-se uma sociedade distinta em três níveis: clero, os ricos e políticos poderosos; a nobreza, proprietários e militares; e o povo.

No século VII essa situação sofre profundas mudanças devido a invasão muçulmana, estendendo –se assim o domínio árabe variando de regiões, e tinha sua maior concentração na região sul da Península, e o norte não conquistado servia de refúgio aos cristãos e lá organizaram a luta de reconquista, que visava a retomado do território tomado pelos árabes.

No que a Reconquista progredia a estrutura de poder e a organização territorial vão ganhando novos contornos; os reino do norte da Península (Leão, Castela, Aragão) estendem suas fronteiras para o sul, o reino de Leão passa a pertencer a o Condato Portucalense.

No fim do século XI, o norte da Península era governado por o rei Afonso VI, pretendendo expulsar todos os muçulmanos, vieram cavaleiros de todas as partes para lutar contra os mouros, dentre os quais dois nobres de borgonhas: Raimundo e seu primo Henrique. Afonso VI tinha duas filhas: Urraca e Teresa. O rei promoveu o casamento de Urraca e Raimundo e lhe deu como dote o governo de Galiza; pouco depois casou Teresa com Henrique e lhe deu o governo do Condato Portucalense. D. Henrique continua a luta contra os mouros e anexando os novos territórios ao seu condato, que vai ganhado os contornos do que hoje é Portugal.

Em 1128, Afonso Henriques – filho de Henrique e Teresa- proclamou a independência do Condato Portucalense, entrando em luta com as forças do reino de Leão. Quando em 1185 morre Afonso Henriques, os muçulmanos dominavam somente o sul de Portugal. Sucede a Afonso Henriques o rei D. Sancho, que continuava a lutar contra os mouros até sua expulsão total.. Dessa forma consolida-se a primeira dinastia portuguesa: a Dinastia de Borgonhas.

Ler mais:

http://tecciencia.ufba.br/aula-de-portugues-2012/aula-de-portugues-2012/a-origem-da-lingua-portuguesa

História da língua portuguesa em quadrinhos:

http://www.pixton.com/br/comic/pqfaqwor

http://www.pixton.com/br/comic/xiprem8w

http://www.pixton.com/br/comic/whc8x2iv

http://www.pixton.com/br/comic/sjvs4zjp

http://www.pixton.com/br/comic/hkr252th

http://www.pixton.com/br/comic/u3drkniz

http://www.pixton.com/br/comic/smys01ws

http://www.pixton.com/br/comic/8x6z7njj

http://www.pixton.com/br/comic/bp5p42i4

http://www.pixton.com/br/comic/emn0jb5k

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