Sommer

blumenIlse Kleberger

Ilse Kleberger, geb. Krahn, wurde am 22. März 1921 in Potsdam geboren, besuchte Schulen in Burgstädt (Sachsen), Potsdam, Berlin-Schlachtensee, Berlin-Friedenau und Schneidemühl (hier machte sie 1939 Abitur).
Sie leistete Kriegshilfsdienst bei einem Bauern in Pommern und richtete einen deutschen Kindergarten in der deutsch-polnischen Stadt Margonin ein.
Wegen des Medizinstudiums brauchte Sie nicht zum Arbeitsdienst zu gehen. Eigentlich hatte Sie Journalistin werden wollen, weil dieser Beruf aber in der Nazizeit sehr politisch belastet war, studierte Sie stattdessen Medizin. Geschrieben hat Sie aber vom siebenten Lebensjahr an immer. Sie studierte in Berlin, Greifswald und Tübingen. Wegen Familienzusammenführung zog Sie nach Kriegsende nach Potsdam, erlebte dort das schlimme Bombardement, zog dann nach Berlin-Nikolassee und erlebte dort und in Wannsee das Kriegsende.
1946 legte Ilse Kleberger ihr medizinisches Staatexamen ab, gleich danach fand sie Arbeit in der chirurgischen Klinik Nikolassee und später in Wannsee. Erste Veröffentlichungen von Gedichten gab es 1948 in der Antholgie “Junges Berlin” im Wedding-Verlag. 1949 heiratete Sie den Augenarzt und späteren Professor der Augenheilkunde Dr. Eberhard Kleberger.
1950 Geburt der Tochter Andrea und Erlangung des Dr. med Titels.
Es gibt Übersetzungen ihrer Bücher ins Englische, Amerikanische, Französische, Italienische, Polnische, Tschechische, Spanische, Hebräische, Japanische, Chinesische, Dänische und Holländische.
Gesamtauflage der “Oma”-Bücher über 4 Millionen Exemplare. Häufige Veröffentlichung von Reisefeuilletons in Zeitschriften. Seit ein paar Jahren arbeitet Ilse Kleberger bei der Zeitzeugenbörse.

Quelle:

http://www.literaturport.de/Ilse.Kleberger/

Ilse KlebergerSommer

Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergißmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühlem See
und nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnenkrem,
nach Straßenstaub und Rosen.

Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
und Walderdbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,
nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.

Weißt du, wie der Sommer klingt?
Nach einer Flötenweise,
die durch die Mittagsstille dringt,
ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
der Wind rauscht in den Bäumen,
ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell
und möchte lieber träumen.

Quelle:

http://www.literarisches-cafe.de/viewliteratur.php?niID=262

Video:

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