Die Erfindung der Currywurst

currywurstDie Geschichte der Currywurst

Der Fleischer Max Brückner aus Johanngeorgenstadt/ Sachsen experimentierte Ende der 1940-iger Jahre an einer Wurst ohne Darm. Naturdärme waren damals knapp und teuer. Normalerweise wird das Brät (Fleischmasse) in den Darm gespritzt und wird dann fest. So erhält die Wurst ihre Form. Mit dieser neuen Erfindung Brückners behielt die Wurst auch ohne Darm ihre Form.

Anfang der 1948 kam Brückner nach Westberlin und gründete dort seinen Fleischereibetrieb unter dem Namen „Maximilian“. Hier perfektionierte er die Herstellung mit seinem Partner Frank Friedrich und startete den Verkauf dieser Wurst. Erster Kunde war die Familie Jankowitz aus Berlin-Spandau. Die “Spandauer ohne Pelle” kam gut an. Und wie in der Nachkriegszeit üblich hatten Brückner und Friedrich den Prozess der Herstellung einer Wurst ohne Darm nicht patentieren lassen. Man half sich damals gegenseitig aus mit Ideen, die es leichter machten, die Nachkriegesbevölkerung schnell und nahrhaft zu versorgen.

Auch eine enge Familienfreundin von Frank Friedrich, Hertha Heuwer, zählte zu den ersten Kunden von Maximilian und verkaufte an ihrem Imbisstand die “Spandauer ohne Pelle” zunächst als normale Bratwurst mit Senf und Schrippe.

Die Erfindung der Currywurst, also die Kombination von Wurst UND Sauce wird, mittlerweile historisch belegt, Herta Heuwer zugeschrieben, die erstmals im September 1949 an ihrem Imbisstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg unsere feine „Spandauer ohne Pelle“ mit ihrer ersten Saucenkreation anbot, die zu Beginn noch kein Erfolg war.

Auf die Idee kam sie über ihren Mann, der damals für die Amerikaner bei Siemens in Spandau arbeitete. Seine amerikanischen Kollegen pflegten auf ihre riesigen T-Bone Steaks riesige Mengen Ketchup zu gießen, was offensichtlich gut schmeckte. Das war für Hertha Heuwer die Initialzündung der Idee die Currywurst zu kreieren.

T-Bone Steak war für die Berliner der Nachkriegszeit schlichtweg zu teuer und somit machte sie aus der Not eine Tugend und mixte den Vorläufer der legendären Sauce, die Heinz Ketchup nachempfunden war und gab sie über unsere “Spandauer ohne Pelle” mit einer Prise Curry – fertig war die neue, exotische Kreation, die Currywurst.

Aber noch nicht ganz…

Nachdem die Eigenkreation weder nach Heinz Ketchup schmeckte, noch richtig gut zur Wurst passte, fragte sie Frank Friedrich, ob er ihr einen Ketchup mixen konnte. Er ersann ein Rezept, das die Würze der Wurst berücksichtigte und den Geschmack der Wurst in Verbindung mit etwas Currypulver zu einem echten Geschmackserlebnis machte.

Die Currywurst war geboren!

Frank Friedrich und Herta Heuwer vereinbarten, dass die Sauce nur an ihren Imbiss und die eigenen Imbisse von MAXIMILIAN geliefert werden soll. Heuwer gab ihr den Namen Chillup.

Im Januar 1959 ließ sie den Namen ihrer Sauce, Chillup, als Marke schützen (Münchener Patentamt Nummer 721319). Das „Steak des kleinen Mannes“, wie sie die Curywurst scherzhaft nannte, war nun “amtlich”.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Hertha Heuwers Imbiss zog dank des Erfolgs der Currywurst in ein Ladenlokal mit Garküche in der Kaiser-Friedrich-Straße 59 (in der Nähe des Busbahnhofs im Rotlichtviertel des Stuttgarter Platzes (Stutti)) um und entwickelte sich dort zu einer festen Institution:Heuwers Imbiss war Tag und Nacht geöffnet und sie beschäftigte in ihren besten Zeiten bis zu 19 Verkäuferinnen.

Mit dem Erfolg der Currywurst bei Herta Heuwer fingen natürlich viele Imbisse in Berlin an, eigene Currywürste mit eigenen Saucen zu kreieren und hatten dafür auch ihr Publikum. Dies ist auch der Grund warum eine Currywurst je nach Wurst, Sauce und Curry sehr unterschiedlich schmecken kann.

Mit oder ohne Darm – daran scheiden sich viele Geister. Herta Heuwer bevorzugte selbst die „Spandauer ohne Pelle“, weil sie billiger war und einfach besser passte. Aber natürlich gab es bei ihr auch die „Berliner Dampfwurst“ (im Darm) als Currywurst zu kaufen. Somit ist auch diese Frage eine Geschmacksfrage des Genießers dieser Spezialität.

Mit dem Ende des Imbissbetriebes von Hertha Heuwer gibt es die Sauce nur noch an unseren MAXIMILIAN Imbissen unter dem Namen „Chil-MAX“ auf die Currywurst.

Die Original Currywurst ist ganz klar ein echtes Berliner Kind und ist untrennbar mit dem Aufschwung der Westsektoren und Westberlins verbunden. Aber natürlich entwickelt eine so bedeutende Erfindung ihr Eigenleben und ihre Varianten.

So haben die Berliner Metzger, gewitzt eie sie sind, diese Erfindung für sich genutzt und eigene Rezepte entwickelt – für Wurst und Sauce. So sind neben der „Urcurrywurst und ihrer Originalsauce“ viele Varianten aus den 50-ern entstanden, die ihre eingeschworenen Anhänger haben.

Auch bieten seit Jahrzehnten viele große Hersteller fertige Currysaucen an. Über die Zeit wurde diese Kombination einfach „kultig“ und gehört zu Berlin wie das Brandenburger Tor und der Reichstag und natürlich die Reste der Berliner Mauer…

Fuente:

http://www.maximilian.de/die-geschichte-der-currywurst.html

Vídeo:

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